Südlich der Elbe

HVV: Die U4 soll bald bis nach Wilhelmsburg gehen

  • Vivienne Goizet
    VonVivienne Goizet
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Die Haltestelle davor ist noch nicht mal fertig geplant, da werden Rufe laut nach einer weiteren Verlängerung der U4. Sie soll bis nach Wilhelmsburg reichen.

Hamburg – Hamburgs SPD und die Grünen möchten gerne, dass die U-Bahnlinie U4 der Hamburger Hochbahn bis nach Wilhelmsburg geht. Bisher verkehrt die neue U4 zwischen der futuristischen Elbbrücken-Haltestelle und Billstedt. Dabei fährt sich durch die Hafencity und hält auch am Überseequartier. Nach Wilhelmsburg fährt bereits die S-Bahn-Linie S3 im Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Warum also die U4 bis nach Wilhelmsburg verlängern?

Wilhelmsburg:Hamburger Stadtteil
Fläche: 35,3 km²
Einwohner:53.518 (31. Dez. 2019)
Sehenswürdigkeiten:Bürgerhaus, Soul-Kitchen-Drehort, Museum Elbinsel Wilhelmsburg, Wilhelmsburger Inselpark
Bezirk:Hamburg-Mitte

Nach Informationen des NDR fordert Rot-Grün in einem Antrag an die Bürgerschaft, dass die U4 langfristig bis ins Reiherstiegviertel reicht. Das liegt auf der anderen Seite des kleinen Grasbrook und weit entfernt von den S-Bahn-Haltestellen Veddel und Wilhelmsburg. Zum Reiherstieg Hauptdeich fahren derzeit von Wilhelmsburg aus drei Busse, die Linie 151, Linie 152 und Linie 13.

HVV: Verlängerung der U4 bis nach Wilhelmsburg – Hamburgs Süden an der Belastungsgrenze

Hamburgs Süden sowie der Kleine Grasbrook sind Ausbau-Gebiete. Rund 10.000 neue Wohnungen sind in Wilhelmsburg geplant. Die S-Bahn sei laut NDR-Informationen schon jetzt ständig überfüllt und eine weitere Anbindung dringend notwendig. Die Verlängerung der U4 zur Grasbrook-Insel ist bereits beschlossene Sache. Wenn die Haltestelle fertig ist, soll der Grasbrook zu einem neuen und innovativen Stadtteil ausgebaut werden.

Die Verlängerung der U4 soll nicht nur bis zum Grasbrook, sondern gleich bis Wilhelmsburg beschlossen werden. Das Bild ist bei den Bauarbeiten der Verlängerung zu den Elbbrücke entstanden. (Archivbild)

Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) betonte gegenüber dem NDR, dass erst die S4, dann die S32, dann der Bau der neue U5, deren Klimafreundlichkeit stark angezweifelt wird, kommt und die U4 wird erstmal zur Grasbrook-Insel verlängert. Hier sind klare Prioritäten. Bei der Hochbahn gibt es allerdings schon eine Studie, die mögliche Konzepte der Verlängerung zeigt, auch eine Machbarkeitsstudie soll dazu folgen. Sowohl S4 als auch S32 könnten den Hamburger Süden als zusätzliche Linie entlasten.

U4-Verlängerung bis Wilhelmsburg: Darum jetzt schon beschließen

Geritt Fuß, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bürgerschaftsfraktion, fordert: „Mit U4 und S32 machen wir die Mobilitätswende auch auf den Elbinseln und im Süden der Stadt möglich.“ Er will, dass einer Vorzugstrasse für die Verlängerung der U4 schnellstmöglich gesichert wird, damit man sie in die Baupläne der neuen Wohnquartiere in Wilhelmsburg einbinden kann.

Was beschlossen ist: Zum Januar 2022 steigen im HVV erstmal die Preise. Schon vorher im Dezember gibt es einen neuen HVV-Fahrplan und der Schnellbus-Zuschlag entfällt.

Der Bund hat gerade 30 Millionen spendiert, damit jede Hamburgerin und jeder Hamburger innerhalb von fünf Minuten ein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht, der sogenannte Hamburg-Takt im HVV soll kommen. Und die S21 fährt jetzt ohne Fahrer als erster autonomer Zug im HVV. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt / dpa

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