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Massiver Rabatt: So kommen Sie billiger ans 49-Euro-Ticket im HVV

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Von: Christian Einfeldt

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Nach Kritik am Preis des 49-Euro-Tickets: Der HVV bietet bestimmten Menschen nun einen großen Rabatt. Für wen das Angebot gilt und wie man es bekommt.

Hamburg – Das deutschlandweite 49-Euro-Ticket ist schon seit einiger Zeit beschlossene Sache. Einige Fragen sind dennoch weiterhin offen. Die vielen offenen Fragen rund um das Deutschlandticket spiegeln sich auch in einem geringen Interesse beim Vorverkauf im HVV wider. Aussagen der Hamburger Sozialbehörde könnten daran unter Umständen etwas ändern. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) plant ein solidarisches Angebot: einen Sozialrabatt, der das 49-Euro-Ticket wesentlich günstiger machen soll.

Unternehmen:Hamburger Verkehrsverbund
CEO:Dietrich Hartmann (2011–)
Hauptsitz:Hamburg
Gründung:29. November 1965

Preis für 49-Euro-Ticket fällt im HVV auf unter 30 Euro – dank Sozialrabatt

Angesichts steigender Kosten in Zeiten der Energiekrise verkündete der HVV bereits, ab Januar 2023 die Preise anzuziehen. Eine Maßnahme, die in der Hamburger Bürgerschaft nicht nur verständnisvoll hingenommen wurde. Heike Sudman, Hamburgs verkehrspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, bewertete die Preiserhöhung folgendermaßen: „Auf die 10,8 Millionen Euro Mehreinnahmen, die diese HVV-Preiserhöhung bringen würde, kann und muss der Senat verzichten.“

Wann gibt es das 49-Euro-Ticket?

Der Verkaufsstart für das Deutschlandticket, auch 49-Euro-Ticket genannt, ist bisher nicht bekannt. Zunächst sollte der 1. Januar den Startpunkt des bundesweiten Tickets darstellen. Inzwischen steht dieser Termin aber auf der Kippe. Zwar kündigte die Bundesregierung an, das Ticket „schnellstmöglich“ auf den Weg bringen zu wollen, allerdings halten viele Verkehrsbetriebe den 1. Januar als Startdatum für unmöglich.

Auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Einführung eines 49-Euro-Tickets, dessen Preis aufgrund steigender Lebenshaltungskosten schlichtweg zu hoch sei, wurde viel diskutiert. Wann das 49-Euro-Ticket kommt, ist übrigens immer noch nicht bekannt. Die HVV-Chefin sagte bereits, dass es aktuell auf einen späteren Beginn hinauslaufen würde. Dass das Abo für manche Hamburgerinnen und Hamburger jedoch deutlich günstiger werden soll, gilt mittlerweile als bestätigt. Ein Sozialrabatt macht möglich: Statt 49 Euro für das Deutschlandticket sind dann für bestimmte Menschen unter 30 Euro fällig.

Ein Mann steigt in einen Bus, um seine Fahrkarte vorzuzeigen.
Bitte einsteigen: Preis für 49-Euro-Ticket fällt im HVV auf unter 30 Euro – dank Sozialrabatt. © Daniel Bockwoldt/dpa

HVV-Rabatt für 49-Euro-Ticket: Exakter Preis für Deutschlandticket soll noch im November verkündet werden

Der Webseite des gemeinnützigen Projektes Hinz und Kunzt zufolge bringt die Hansestadt Hamburg einen Rabatt auf den Weg, der Sozialhilfe-Empfängerinnen und -Empfänger profitieren lässt. Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Sozialbehörde, sagte gegenüber Hinz und Kunzt, dass der exakte Preis, aktuell noch nicht feststehen würde, es würde sich jedoch um einen Rabatt um die 23 Euro handeln. Demzufolge würde das 49-Euro-Deutschlandticket also nicht 49, sondern lediglich 26 Euro kosten. Doch wie der HVV kürzlich mitteilte, wird der Sozialrabatt zum 1. Januar 2023 auf 24,80 erhöht. Entsprechend wird das 49-Euro-Ticket dann nur 24, 10 Euro kosten.

Noch im November soll der finale Preis öffentlich kommuniziert werden. Neben Menschen, die Sozialleistungen des Bürgergeldes beziehen, käme das HVV-Angebot auch Asylbewerberinnen und Asylbewerbern zugute.

Wie lange ist das 49-Euro-Ticket gültig?

Zunächst soll das 49-Euro-Ticket zwei Jahre erhältlich sein. Wie es danach mit dem Deutschlandticket weitergeht, ist noch nicht bekannt. Bund und Länder wollen das Ende 2024 erneut besprechen.

49-Euro-Ticket bisher nur digital erhältlich: HVV kündigt Lösung an

Im Vorfeld der Ankündigung des Sozialrabatts wurde das bundesweite 49-Euro-Ticket auch dahingehend kritisiert, dass es nur digital und als monatlich kündbares Abo zur Verfügung stehen würde. Wie Hinz und Kunzt berichtet, übte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) Kritik.

Rainer Vohl, HVV-Pressesprecher, sagte gegenüber Hinz&Kunzt: „Wir werden selbstverständlich dafür Sorge tragen, dass auch Personen ohne Internetzugang ein Deutschlandticket bekommen können“. Darüber hinaus bestätigte er eine aktuelle Prüfung, wie Menschen ohne ein Bankkonto das 49-Euro-Ticket nutzen können.

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