Ausbau des Nahverkehrs

HVV: Bahnen im 5-Minuten-Rhythmus – Bund zahlt 30 Millionen für Hamburg-Takt

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Um den sogenannten Hamburg-Takt des HVV Realität werden zu lassen, finanziert der Bund das Projekt mit 30 Millionen Euro – ein Bruchteil der eigentlichen Kosten.

Hamburg – Der Hamburg-Takt sieht vor, dass Hamburgerinnen und Hamburgern zu jeder Zeit in mindestens fünf Minuten ein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht. Ein ehrgeiziges Projekt mit guten Intentionen, das aber enorm viel Geld verschlingt. Da kommen die 30 Millionen vom Bund gerade recht.

Unternehmen:HVV (Hamburger Verkehrsverbund)
Gründung:29. November 1965
Hauptsitz:Hamburg
CEO:Dietrich Hartmann, Anna-Theresa Korbutt
Einzugsgebiet:8.616 Quadratkilometer

HVV: 30 Millionen Euro vom Bund für den umweltfreundlichen Hamburg-Takt

Die 30 Millionen Euro, die die Stadt Hamburg vom Bundesverkehrsministerium erhält, sind Teil einer bundesweiten Unterstützung, mit dem der öffentliche Nahverkehr ausgebaut, verstärkt und vorangetrieben werden soll. Der Hamburg-Takt ist eines von zwölf Projekten, das vom Bundesverkehrsministerium unterstützt wird.

Der sogenannte Hamburg-Takt sieht vor, dass öffentliche Verkehrsmittel alle fünf Minuten fahren (Archivbild)

Das teils über 100 Jahre alte Schnellbahnnetz in Hamburg muss dabei stabil und leistungsfähig bleiben – das kostet. Es wird auch geprüft, ob die U2- und U4-Linien teilautomatisiert werden können, um den Hamburg-Takt zu ermöglichen. Zudem sollen 750 zusätzliche emissionsfreie Busse gekauft werden. 600 neue Bushaltestellen sollen die Nutzung des ÖPNV noch attraktiver gestalten.

HVV Hamburg Takt: Weniger Auto, weniger Emissionen – die ambitionierte Idee hinter den Plänen

Ziel des Hamburg-Takts ist es, öffentliche Nahverkehrsangebote anzubieten, die den ganzen Tag über innerhalb von fünf Minuten erreichbar sind. Der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) will die Hansestadt somit zu Europas digitaler Modellstadt machen.

Die größere Idee ist dabei natürlich, dass die Einwohner auf ihr Auto verzichten und infolge weniger Emissionen produzieren. Eine Million Tonnen CO2 sollen in Hamburg eingespart werden, und der Hamburg-Takt des HVV soll einen entscheidenden Beitrag dazu liefern.

HVV: Der Hamburg-Takt verschlingt Hunderte Millionen Euro – pro Jahr

Die 30 Millionen Euro vom Bund sind eine willkommene Unterstützung des Projekts, das Hunderte Millionen Euro kosten soll. Die Hochbahn selbst errechnet, dass „mehrere 100 Millionen Euro pro Jahr“ allein in den Betrieb fließen werden. Hinzu kommen Kosten für Infrastruktur, Netzausbau und Fahrzeuge.

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Der Hamburg-Takt soll schon 2030 Realität werden, so zumindest die ambitionierten Pläne der Stadt und des HVVs. Derweil wirbt der Hamburger Verkehrsverbund fleißig für sich und bietet an mehreren Samstagen im September Freifahrten für alle an. Zudem gibt es bis zum 26. September 2021 das einmalige Angebot, sein HVV-Abo mit einem Deutschland-Update auszustatten und durch die gesamte Republik zu reisen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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