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HVV zieht erste Bilanz: So erfolgreich sind die 9-Euro-Nachfolger

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Von: Kevin Goonewardena

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Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte, die Nachfolgeangebote im HVV bereist angelaufen. Doch wie werden sie angenommen? 5er-Ticket, FlexAbo und Co – wir haben nachgefragt.

Hamburg – Mit eigenen Nachfolge-Angeboten hatten sich zahlreiche Verkehrsverbände bundesweit schon vor dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets Ende August in Stellung gebracht, zusätzlich wurden zahlreiche weitere Alternativen zum 9-Euro-Ticket diskutiert. Das Fortbestehen der beliebten Aktions-Fahrkarte respektive ein bundesweiter Nachfolger standen damals noch in den Sternen – aber den Verbänden ging es auch darum, neu gewonnene Kunden zu halten.

Auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ließ sich einiges einfallen und versuchte es mit zahlreichen Aktionen, darunter das FlexAbo, die 5er-Tageskarte oder der Verlosung von 999 Jahrestickets zum Preis von 9,00 Euro, die HVV-weite Gültigkeit besitzen. Doch welches der Angebote ist das erfolgreichste ? 24hamburg.de hat nachgefragt.

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Name:Hamburger Verkehrsverbund
Gründungsdatum und -ort:29. November 1965 in Hamburg
Anzahl Linien (Auswahl):etwa 600 Bus-, 8 Fähr-, 6 S-Bahn-, 4 U-Bahn-Linien
Anzahl Stationen:etwa 10.000 (inkl. Bushaltestellen)

HVV: So erfolgreich ist das 5er-Tagesticket

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Eine der neu eingeführten Angebote des HVV ist die sogenannte 5er-Tageskarte – also fünf auf Vorrat gekaufte Tageskarten, wenn man so will. Während die erste Tageskarte am Kauftag gilt, können die übrigen vier individuell in einem bestimmten Zeitraum genutzt werden. In einer Pressemitteilung gab der HVV nun erstmals Auskunft über den Erfolg des neuen Mehrfachtickets. 6568 5er-Tageskarten wurden verbundweit seit dem 1. September 2022 verkauft – das bedeutet gegenüber der bis April 2022 angebotenen 10er-Tageskarte einen Zuwachs von 590 Prozent, bilanziert der HVV. Die 5er-Tageskarte war auf Basis einer Kundenbefragung im Zuge der 10er-Tageskarte entwickelt worden.

Zwei U-Bahn Züge stehen an der Stadion Landungsbrücken, im Hintergrund die Cap San Diego und die Elbphilharmonie
Im HVV auch nach dem Ende des 9-Euro-Tickets günstig unterwegs: Die Hochbahn, hier die Linie U3 an den Hamburger Landungsbrücken. © Jürgen Ritter / Imago

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HVV gibt Auskunft über 9-Euro-Ticket-Alternativen: Probeabo-Zahlen noch nicht bekannt

Zahlen über die Abschlüsse des neu eingeführten Probeabos, sind hingegen noch nicht bekannt. Möglicherweise würden diese in der kommenden Woche vorliegen, so HVV-Pressesprecher Rainer Vohl, wahrscheinlich aber erst später. Als Grund nannte Vohl die unterschiedlichen Vertragspartner, bei denen das Abo abgeschlossen werden könne. Neben dem HVV über dessen Kanäle beispielsweise auch bei der DB.

Das Probeabo hatte der HVV ebenfalls im Zuge der 9-Euro-Ticket-Nachfolge lanciert. Das Probeabo macht es Neukunden und -kundinnen möglich, drei Monate probeweise im HVV unterwegs zu sein und bei Nichtgefallen oder fehlender Notwendigkeit für eine weitere Nutzung das Abo nach drei Monaten wieder zu kündigen, ohne nachzahlen zu müssen.

HVV: Anzahl Neu-Abos und Kündigungen nach dem 9-Euro-Ticket

Auch über die Zahl der Neu-Kunden insgesamt, das heißt, die die sich für Aktionsangebote oder reguläre und bereits bestehende Abo-Möglichkeiten entschieden haben, abzüglich derer, die ihr Abo gekündigt haben, lägen ebenfalls noch keine Zahlen vor, so Vohl Genaue Zahlen lägen wahrscheinlich erst im Oktober vor, sagt der HVV-Sprecher.

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9-Euro-Ticket Nachfolger kommt jetzt doch – allerdings erst 2023

Mittlerweile konnte sich auch Bundesfinanzminister Christian Lindner zu einem Nachfolger des 9-Euro-Tickets durchringen – zuvor hatte der FDP-Chef das günstige Aktions-Ticket aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung als Ausdruck einer in Deutschland angeblich herrschenden Gratismentalität gebrandmarkt. Doch bis der bundesweite Nachfolger des Tickets auf den Markt kommt, wird es noch dauern: Bundesverkehrsminister Volker Wissing (ebenfalls FDP) sagte kürzlich, dass man bis zum 1. Januar 2023 eine Lösung gefunden haben will.

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