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Hospitalisierungsrate Hamburg sinkt leicht: Aber Omikron wohl schon bei 30 Prozent

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Hospitalisierungsrate und auch die Inzidenz sinken in Hamburg leicht. Doch ein Virologe schätzt die Ausbreitung von Omikron in der Hansestadt bereits auf 30 Prozent.

Hamburg – 510 neue Corona-Infektionen meldet die Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag, 20. Dezember 2021. Damit sinkt die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt Hamburg von 314,4 leicht auf 308,5. Auch die entscheidende Hospitalisierungsrate ist im Vergleich zu Sonntag laut RKI leicht abgesunken. So liegt die Quote am Montag bei 3,13 (Vortag: 3,83). Allerdings korrigiert das Robert Koch-Institut die Zahl in den meisten Fällen einige Tage später noch einmal nach oben.

Auch wegen der Hospitalisierungsrate in Hamburg erwägt der Hamburger Senat um Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eine baldige Verschärfung der Corona-Regeln in der Stadt. So sollen bereits am Dienstag, 21. Dezember 2021, unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte beschlossen werden.

Stadt:Hamburg
Corona-Neuinfektionen (20. Dezember):510
Corona-Inzidenz (20. Dezember):308,5
Hospitalisierungsrate (20. Dezember):3,13

Leicht sinkende Corona-Zahlen in Hamburg: Doch Virologe vermutet Anteil von Omikron bereits bei 30 Prozent

Grund für die geplanten Regel-Verschärfungen, die auch eine Schließung von Clubs und Bars bedeuten könnte, ist auch die rasche Ausbreitung der sogenannten Omikron-Variante des Coronavirus. Bisher hat es in Hamburg laut NDR zwar nur sieben bestätigte Omikron-Fälle gegeben, die tatsächliche Zahl könnte laut des Virologen Professor Adam Grundhoff jedoch weit höher liegen.

Ein Labormitarbeiter bearbeitet Corona-Testproben. (Symbolbild)
In Hamburg wurde die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. (Symbolbild) © Michael Buholzer/dpa

Der Virologe vom Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) verantwortet unter anderem das Überwachungssystem (Hamburg Surveillance Plattform), mit welchem in Hamburg frühzeitig neue Corona-Varianten erfasst werden. Dabei untersucht Grundhoff mit seinem Team pro Woche etwa 200 repräsentativ ausgewählte Proben von Corona-Fällen, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Anteil von Omikron in Hamburg könnte bereits „bei 30 bis 40 Prozent liegen“

In 149 Proben aus der Kalenderwoche 49, konnten Virologe Grundhoff und sein Team zwar nur vier Omikron-Fälle nachweisen, jedoch sind seither bereits zwei Wochen vergangen. Der Virologe erklärt im Abendblatt, dass der Anteil von Omikron in Hamburg unter der Annahme der Verdopplung alle drei Tage mittlerweile bereits bei „30 bis 40 Prozent liegen könnte“.

Die Annahme, dass sich die Zahl der Coronainfektionen mit Omikron alle drei Tage verdoppeln könnte, hatte kürzlich die medizinische Chefberaterin der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA), Susan Hopkins, ins Spiel gebracht. Allerdings sagte sie auch, dass die Wachstumsrate in Wirklichkeit vielleicht sogar noch etwas höher sein könnte. Sie sei „eher noch kürzer als länger“, sagte Hopkins.

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Der NDR hatte kürzlich berichtet, dass in Hamburg weiter die Delta-Variante die dominierende Variante sei. Unter der Annahme der Verdopplung alle drei Tage ist es jedoch möglich, dass Omikron auch in Hamburg schon bald die vorherrschende Variante sein wird. Durch Laborproben bestätigt werden konnte dies bisher allerdings nicht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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