Pandemie macht‘s möglich

Homeoffice am Strand: Immer mehr Deutsche ziehen an Nord- und Ostsee

Mit dem Laptop von überall arbeiten ist der neue Trend. Viele Berufstätige überlegen, ihre Arbeit mit an die Küste zu nehmen und mit dem Homeoffice umzuziehen.

Hamburg – Berufstätige zieht es durch das Homeoffice an die Küste. Wer kennt nicht den Spruch, dass es zu Hause immer noch am schönsten ist? Wer an der Nord- oder Ostsee wohnt, der kann davon ein Lied singen. Immer mehr Menschen wollen an der Küste leben und die See ihr Zuhause nennen. Das Homeoffice machts möglich. Durch die Corona-Pandemie sind seit etwa einem Jahr zahlreiche Bürotätige in Heimarbeit und dabei ist es ganz egal, wo sie sind.

Während vielen der Urlaub an der See reicht, der schon bald wieder einfacher möglich sein soll , überlegen anderen, komplett an die Küste zu ziehen.

MeerNordsee
Fläche575.000 km²
Maximale Tiefe700 m
Angeschlossene Meerevia Kattegat an die Ostsee
LageNordwesteuropa

Arbeiten, wo andere Urlaub machen – Homeoffice zieht Leute an Nord- und Ostsee

Ein Vorteil, wenn man beispielsweise an der Nordsee wohnt und nicht nur dort zu Besuch ist? Dich kann niemand vertreiben. Gerade in Zeiten von Corona gibt es viele verschiedene Auflagen von den einzelnen Bundesländern, die den Urlaub am Meer alle auf gewisse Weise einschränken. Wer allerdings an der Ostsee-Küste wohnt, der kann sicherlich problemloser am Strand spazieren oder in seiner eigenen Nachbarschaft ein Fischbrötchen essen als ein Urlauber, der erst einmal mit einem Negativtest über die Stadt- oder Landesgrenze muss.

Auch im Ausland könnten sich einige ein Zuhaue ausmalen. Zwar gibt es auch in Ländern wie dem Strandparadies Dänemark und den Niederlanden aktuell noch Einschränkungen was den Badebetrieb am Strand angeht, doch auch die werden irgendwann wieder weichen. Und dann wohnen Sie in einem schönen Land mit viel Küste und können dort ganz bequem von zu Hause aus arbeiten.

Stadtflucht - Fast die Hälfte aller Norddeutschen will an der Nord- oder Ostsee leben

Mit diesem Gedanken spielen nicht wenige Berufstätige, die zurzeit im Homeoffice arbeiten. 58 Prozent der Deutschen können sich laut einer Studie der PSD Bank Nord auch nach Corona vorstellen, im Homeoffice zu bleiben. Sie würden dann aber nicht mehr in der Nähe des Arbeitgebers wohnen wollen, sondern an ihren Wunschwohnort ziehen. 18 Prozent der Befragten würden gern ihren Wohnort dauerhaft verlagern. 23 Prozent spielen zumindest mit dem Gedanken eines Zweitwohnsitzes.

Homeoffice am Strand: Durch die Corona-Pandemie steigt der Trend des mobilden Arbeitens. (24hamburg.de-montage)

Die Küstenregionen der Nord- und Ostsee sind in diesen Überlegungen sehr beliebt. 49 Prozent der Befragten aus Norddeutschland würden gern in eine ländliche Region ziehen, von der aus man das Meer und die Küste schnell erreichen kann. Die Stadt ist allerdings gar nicht mehr angesagt. Nur 15 Prozent würden in eine andere Großstadt ziehen. An der See ist es ja auch viel ruhiger und entspannter, dennoch gibt es ein wenig Action. Die Seenotrettung zog zum Beispiel erst kürzlich einen Motorbootfahrer bei einer spektakulären Rettungsaktion aus der Nordsee.  

Mit Wohnmobil und Laptop auf Tour – das mobile Heim wird immer beliebter

„Es zeichnet sich bereits ein Boom in den beliebten Touristenregionen ab. Ferienimmobilien erfahren eine Renaissance, die Preise werden hier weiter steigen“, kommentiert André Thaller, der Vorstandsvorsitzende der PSD Bank Nord, die Stadtflucht an die Küste.

Die sogenannten „Digital Nomads“ gehen sogar noch einen Schritt weiter und wohnen nur noch an den schönsten Orten, wie es ihnen gerade gefällt. Das Reisen mit dem Auto oder Wohnmobil ist wieder im Trend und die digitalen Nomaden machen sich das zum Vorteil. Im eigenen Van wohnen und dabei ganz bequem von unterwegs arbeiten? Homeoffice macht auch das möglich. Laut der Studie überlegen 5 Prozent der befragten, auf diesen Trend aufzuspringen und ein mobiles Heim zu kaufen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago Images & Westend61/Image Images

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