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Hier droht Stau: Diese Autobahnen werden rund um Hamburg ab Sommer saniert

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Von: Kevin Goonewardena

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Rund um Hamburg werden viele Autobahnen saniert oder neu gebaut, teilweise starten die Arbeiten schon im Sommer. Andere Arbeiten dauern noch bis Ende des Jahrzehnts an. Ein Überblick.

Hamburg – Bis zu sechs Milliarden Euro wird der Bund in den kommenden Jahren in den Ausbau und die Sanierung der Autobahnen in und um Hamburg investieren. Ein Summe, so viel ist klar, die nicht einfach mal so ausgegeben ist. Stattdessen verteilen sich die Investitionen auf verschiedene Projekte, darunter die Sanierung der Autobahn A1 am Kreuz Maschen, der Bau des Autobahn A7-Deckels in Altona oder der Anschluss an der A26 bei Stade an die A7.

Einige Bauprojekte laufen schon, andere kommen noch. 24hamburg.de gibt einen Überblick.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Länge Straßennetz Hamburgs:rund 4000 Kilometer
Davon Autobahnen:75 Kilometer

Autobahn Hamburg: Sanierung von A23 und A7 noch diesen Sommer

Wie welt.de berichtet, soll die Fahrbahn der Autobahn A23 von Hamburg an die Nordsee*, die auch Westküstenautobahn genannt wird und Heide in Schleswig-Holstein* mit der A7 in Hamburg verbindet, ab dem Sommer saniert werden. Außerdem soll sogenannter lärmreduzierender Flüsterasphalt aufgetragen werden. Im Juli sollen die Arbeiten zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest und Halstenbek-Krupunder in Fahrtrichtung Heide starten, in deren Zuge eine Fahrspur gesperrt wird. Von den dann noch drei Fahrspuren, die zur Verfügung stehen, führen zwei in Fahrtrichtung Hamburg.

Auch der Asphalt der Autobahn A1 muss saniert werden. Ebenfalls ab Sommer finden diesbezügliche Arbeiten im Bereich Süderelbebrücke/Maschener Kreuz in Fahrtrichtung Norden statt, auf der Autobahn A7 dann im September Richtung Süden zwischen Fleestedt und dem Autobahndreieck Hamburg-Südwest in Fahrtrichtung Norden.

Stau vor der Nordeinfahrt des Hamburger Elbtunnels
Für viele Autofahrer rund um den Elbtunnel ein gewohntes Bild: Stauende Fahrzeuge, gesperrte Autobahnspuren, Baustellen. Nun wird wegen der Erneuerung der Signaltechnik eine der vier Röhrend es Hamburger Elbtunnels voraussichtlich bis Anfang Februar 2022 komplett gesperrt. © imago

A7 Sperrung am 19. und 20. Februar 2022 wird womöglich verschoben

Die für das Wochenende 19./20. Februar 2022 geplante Vollsperrung der Autobahn A7 auf einer Strecke von rund 20 Kilometern zwischen Hamburg-Volkspark und Hamburg-Heimfeld könnte noch aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden. Das sagte DEGES-Regionalchef Bernd Rothe. Die 1991 gegründete DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) ist eine dem Verkehrsministerium unterliegende Projektmanagement-Firma, die den Neu- und Ausbau und Sanierungsarbeiten und andere Bautätigkeiten an Deutschlands Fernstraßen plant.

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An besagtem Wochenende sollen eigentlich Arbeiten im Zuge der Verlegung der Fahrspuren auf der Südseite des Hamburger Neuen Elbtunnels abgeschlossen werden, die den Straßenanschluss an eine neue Tunnelrampe vorsehen. Bis Ende 2026 soll außerdem der dortige Abschnitt Deutschlands längster Autobahn A7* bis nach Heimfeld auf acht Spuren ausgebaut werden. Dafür werden zur Zeit zwei zusätzliche Fahrspuren zwischen die bestehenden Streifen eingebaut.

A26 soll Niedersachsen und Hamburg verbinden: Von Stade nach Hamburg zur A7

Nach ihrer Fertigstellung soll die A26 einmal Stade in Niedersachsen* mit Hamburg, genauer der A7 und über ein Teilstück (A26 Ost), auch mit der A1 auf der Höhe von Hamburg-Stillhorn verbinden. Von den rund 60 geplanten Kilometern sind zur Zeit gerade einmal 15 Kilometer in Betrieb, noch etwa so viel in Bau. Der Anschluss des A26-Abschnitts West an die A7 soll laut der „Welt“ ebenfalls bis 2026 erfolgen.

Mit 690 Millionen Euro, so schreibt es die Zeitung, sei das Bauvorhaben vergleichsweise teuer. Rund 115 Millionen hätten alleine die Arbeiten für den Unterbau des Teilstücks gekostet. Als Unterbau bezeichnet man den Teil, zum Beispiel Damm, einer Fahrbahn auf den dann mit dem Asphalt der Oberbau aufgetragen wird. Die Kosten beinhalten auch die Errichtung des neuen Autobahnkreuzes Hamburg-Hafen.

Neue Elbbrücke und Lärmschutztunnel für mehr als 2 Milliarden Euro

Für den Bau der A26-Ost könnte es in diesem Jahr einen ersten Planfeststellungsbeschluss geben. Die knapp zehn Kilometer lange Autobahn wird nach Fertigstellung die A7 und A1 miteinander verbinden, die gesamte A26 den Raum Altes Land lückenlos an das Autobahnnetz der Hansestadt anschließen und die chronisch überlastete B73 auf dem Abschnitt Harburg bis Stade. Kosten für die A26-Ost, auch Hafenpassage genannt, werden mit 1,85 Milliarden Euro veranschlagt, schreibt die „Welt“. Inbegriffen sind auch die Investitionen die für eine neue Brücke über die Süderelbe und einen etwa 1,5 Kilometer langen Lärmschutztunnel durch Hamburg-Wilhelmsburg notwendig machen.

Autobahn A7 in Hamburg: Altonaer Deckel größtes A7-Projekt

Bis die Bewohner der mehr als 12.000 Wohnungen die Entlang der Autobahndeckel Stellingen, Schnelsen und Altona sich über eine deutliche Lärmreduzierung des Verkehrs auf der A7 vor ihrer Tür freuen können, werden noch einige Jahre vergehen. Denn während sich die Bauarbeiten an den beiden kleineren Autobahndeckel in Stellingen und Schnelsen in der Endphase befinden, laufen die Bauarbeiten an dem deutlich längeren Deckel in Altona gerade auf Hochtouren.

Und anders: Denn die Autobahn ist dort deutlich breiter. Im Mai wird in Stellingen einerseits Flüsterasphalt angebracht, anderseits Mutterboden oben auf den Deckel. Dort soll ein Park inklusive Kleingärten entstehen, die Fertigstellung von beidem ist für nächstes Jahr geplant. in Schnelsen wird mit dem Abschluss der gleichen Maßnahmen schon für Frühjahr gerechnet. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Hamburger Deckel auf der A7: Das Projekt wird seit 2008 geplant

Laut der offiziellen Website der Hansestadt, hamburg.de, ist die Fertigstellung des rund 2300 Meter langen Deckels im Bereich Bahrenfeld/Othmarschen (Altonaer Deckel) für 2028 geplant. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen 2023 starten, davor finden vorbereitende Maßnahmen statt.

Das gesamte unter dem Namen „Hamburger Deckel“ geplante Projekt über die Autobahn A7 umfasst einen Fahrbahndeckel auf mehr als 3750 Metern länge, auf dem auch rund 2000 Wohnungen entstehen sollen. Geplant wird das Projekt seit 2008. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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