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Orkanböen, Gewitter und Glätte: Wann und wo Sturmtief Antonia heute wütet

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Erst Ylenia, dann Zeynep und jetzt Antonia. Das nächste Sturmtief steht vor der Tür. Doch welche Gefahren lauern an welchem Ort und wie verhalte ich mich sicher?

Hamburg – Stürmische Zeiten in Hamburg! Eigentlich sind die Hamburgerinnen und Hamburger Wind ja gewohnt. Doch das, was uns Ylenia und Zeynep in den vergangenen Tagen brachten, war selbst für die Hansestadt Hamburg ungewöhnlich. Orkanböen bis 170 Kilometer pro Stunde fegten über Norddeutschland hinweg und richteten teilweise großen Schaden an. In Hamburg kam es zu einer schweren Sturmflut mit dem höchsten Wasserstand seit fast zehn Jahren. Nun drohen mit Sturmtief Antonia schon neue Schäden und vor allem Gefahren für die Menschen. Wo welche Auswirkungen des Sturms erwartet werden und wie Sie sich verhalten sollten.

Hamburg:Antonia mit Sturmböen bis 60 km/h
Niedersachsen:Antonia mit Sturmböen bis 80 km/h
Schleswig-Holstein:Antonia mit Sturmböen bis 85 km/h

Sturmtief Antonio sorgt mit Kaltfront für „brisante Wetterlage“ in Deutschland

Der Wind reißt einfach nicht so richtig ab. Nachdem es am Samstagabend kurzzeitig Entspannung bei der Wetterlage gegeben hatte, rauscht am Sonntag bereits das nächste Sturmtief heran. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net spricht von einer „brisanten Wetterlage“ durch Sturmtief Antonia in Deutschland. Von Westen kommend wird Antonia mit einer Kaltfront für Sturmböen sorgen, die teilweise orkanartig ausfallen können. Hinzu kommen teils kräftiger Regen und niedrige Temperaturen. Dazu kann es Gewitter geben.

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Sturmtief Antonia sorgt in Hamburg für Wind und Regen: So sollten Sie sich verhalten

Für die Region Hamburg gibt es eine amtliche Warnung der Warnstufen 1 und 2 des Deutschen Wetterdienst. Der DWD warnt bis 22:00 Uhr vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 Kilometer pro Stunde. Damit wird Antonia gerade einmal für halb so starke Winde sorgen wie Sturm Zeynep. In der Nacht zu Montag, 21. Februar 2022, wird der Wind laut DWD jedoch noch einmal auffrischen. Bei schweren Sturmböen bis 105 km/h gilt Warnstufe 2. Dazu gesellen sich teils kräftiger Regen und Graupelschauer. Auch Gewitter sind möglich.

Die Wellen an der Nordseeküste schlagen hoch, dazu ein Windsack und ein Bild von einem umgestürzten Baum.
Mit Antonio kommt neuer Sturm nach Deutschland: Wo und wann es besonders schlimm wird. (24hamburg.de-Montage) © Sebastian Peters/imago

Antonia wird Hamburg zwar weniger stark treffen als Ylenia und Zeynep. Dennoch birgt das Sturmtief für Hamburgerinnen und Hamburger einige Gefahren. Denn: Viele Bäume wurden durch die vorangegangenen Stürme bereits gelockert, könnten jetzt auch schon bei mäßig starkem Wind umkippen. Außerdem sind die Böden durch den vielen Regen aufgeweicht, was das Umkippen der Bäume ebenfalls erleichtert. Menschen in Hamburg sollten im Freien daher weiter wachsam sein. Ein paar Tage mit dem Buch auf dem Sofa bieten sich entsprechend mehr an als ausgiebige Waldspaziergänge. Erst am Dienstag soll sich die Lage in Norddeutschland nachhaltig beruhigen.

Diese Gefahren drohen bei 70 bis 90 km/h Wind:

Erhöhter Wellengang auf See

Umstürzen von nicht oder nicht ausreichend befestigten Gegenständen

Abbrechen und Herunterfallen von Ästen

Sturmtief Antonia kommt: Warnung für Sturmböen in Schleswig-Holstein – so verhalten Sie sich richtig

Sturmtief Antonia bahnt sich von Island über Südskandinavien den Weg nach Schleswig-Holstein, wird dort voraussichtlich ab dem Sonntagabend für viel Wind sorgen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung der Stufe 2 ausgerufen. Im Tagesverlauf sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometer pro Stunde möglich. In der Nacht frischt der Wind weiter auf. Der Deutsche Wetterdienst kündigt schwere Sturmböen bis 90 km/h an und geht vereinzelt auch von orkanartigen Böen von über 105 km/h aus.

Dazu kommen Gefahren durch überfrierende Nässe und Glätte. Außerdem werden teils kräftiger Regen und Gewitter erwartet. Auch am Montag ist vereinzelt noch mit schweren Sturmböen zu rechnen. Der DWD warnt bis 6:00 Uhr (21. Februar) vor herabstürzenden Ästen und Bäumen – vereinzelt können auch Dächer beschädigt werden. Die Stürme Zeynep und Ylenia haben diese Gefahr enorm verschärft. Viele Äste sind schon angeknackst, viele Bäume nicht mehr so stark verwurzelt. Zudem besteht die Gefahr von umherfliegenden Kleinteilen. Menschen, die sich im Freien aufhalten, sollten also stets wachsam und vorsichtig sein. Waldspaziergänge sollten unbedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Diese Gefahr droht ab Wind mit Geschwindigkeiten von 90 bis 110 km/h

Abbrechen von Ästen und Umstürzen von Bäumen oder großflächigen Gegenständen wie Baugerüste, Zelte oder Plakate

Herumwirbeln von losen Gegenständen

Schäden an Dächern

Beeinträchtigung im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr.

Sturmtief Antonia trifft auch Niedersachsen und Bremen: Diese Gefahren lauern und das sollten Sie beachten

Auch in Niedersachsen und Bremen warnt der Deutsche Wetterdienst mit der Warnstufe 2 vor Sturmböen durch Antonia. Diese können im Tagesverlauf Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen. An der Küste können die Winde teilweise auch orkanartig ausfallen. Im Harz werden sogar schwere Sturmböen bis 95 km/h erwartet. Für den Brocken gilt eine Unwetterwarnung vor extremen Orkanböen – bis zu 140 km/h sind hier möglich. In der Nacht sind auch schwere Sturmböen in Niedersachsen und Bremen möglich. Der DWD warnt vor Winden mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 105 km/h.

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Gebietsweise müssen sich Menschen zudem auf Dauerregen einstellen. Im Harz und Südwesten Niedersachsens ist mit Regenmengen von 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden zu rechnen. Auch Gewitter und Graupel sind möglich. Gebietsweise kann es glatt werden und Schnee geben. Ein Aufenthalt im Freien wird demnach nicht empfohlen. Ein Besuch des Brocken sollten Sie unterlassen und sich wann immer möglich drinnen aufhalten. Durch den Dauerregen und die teils kräftigen Winde sollten Sie es sich aber auch in anderen Teilen Niedersachsens und Bremens auf dem Sofa gemütlich machen. Wälder sollten Sie in jedem Fall meiden. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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