Heimbewohner sind wieder mitten im Leben

Herzliches Ehrenamt: Rikscha-Fahrer radeln mit Senioren durch Hamburg

Ein Ehrenamtlicher fährt zwei Senioren mit einer Rikscha. Im Hintergrund ist die Hamburger Innenstadt und der Jungfernstieg zu sehen.
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Mit der Rikscha unterwegs: Ehrenamtliche fahren Senioren durch Hamburg. (24hamburg.de-Collage)
  • Joanna Abou Boutros
    vonJoanna Abou Boutros
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Mit Rikscha-Fahrten kommen Senioren in Corona-Zeiten wieder unter Leute. Möglich machen das zwei Hamburger Initiativen.

Hamburg – Raus aus der Isolation und rein ins Leben: Senioren in Hamburg können trotz Corona-Pandemie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Per Fahrrad-Rikscha geht es um die Alster oder an der Elbe entlang. Weil sie nicht mehr selbst in die Pedale treten können, werden die Senioren durch die Hansestadt gefahren.

Für diese Art der Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben setzen sich zwei Initiativen in Hamburg ein. Der Verein „Convenit“ beispielsweise verleiht Rikschas kostenlos an Alten- und Pflegeheime. Ehrenamtliche wie Studenten, Schüler oder Auszubildende fahren die Senioren mit den Rädern durch die Stadt.

Für Heimbewohner sind die Fahrten eine Abwechslung von ihrem Alltag. Sie können frische Luft schnappen, Sonne tanken und unter Menschen kommen – ohne eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu riskieren. Gefördert wird bei dem Projekt auch der Austausch zwischen den Generationen. Das Zusammenkommen von Jung und Alt soll Respekt, Verständnis und Wertschätzung untereinander stärken.

Marko Schier von „Convenit“ sagte gegenüber dem NDR: „Die (Senioren) leben halt komplett auf dadurch, dass sie rauskommen, dass sie wieder mit der Nachbarschaft in Kontakt kommen.“ Neben „Convenit“ bietet auch die Initiative „Oll Inklusive“ Rikscha-Fahrten in Hamburg an. Änliche Projekte laufen deutschlandweit.

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