CDU-Antrag abgelehnt

Außengastro im Winter: Senat verbietet weiterhin Heizpilze – „absolut unverständlich!“

  • Anika Zuschke
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Heizpilze spenden im Winter herrliche Wärme – besonders zum Vorteil der Außengastronomie. Doch für 2021 wurden Heizstrahler in Hamburg vom Senat verboten.

Hamburg – Die Blätter färben sich bereits braun und Lebkuchen liegen schon im Supermarkt aus. Auch wenn Hamburg ein goldener Oktober bevorsteht, lässt der Winter nicht mehr lange auf sich warten. Für gastronomische Angebote bedeutet das: Die zu Coronazeiten beliebte Außengastronomie ist eigentlich nur mithilfe von Decken und Heizpilzen nutzbar. Doch ein Antrag der CDU für den Einsatz von Heizpilzen diesen Winter wurde abgelehnt – die Reaktion ist Unverständnis.

Landesregierung der Freien und Hansestadt Hamburg:Hamburger Senat
Aufgaben:Führt und beaufsichtigt als Verfassungsorgan die (Exekutiv-)Verwaltung.
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher
Zweite Bürgermeisterin:Katharina Fegebank

Das Jahr 2020 war in jeglicher Hinsicht ein Jahr der Ausnahmen und Veränderungen. Das galt auch für den Bereich der Gastronomie. Nach wochenlangem Lockdown und einem optimistischeren Sommer wurde vom Hamburger Senat eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von Heizpilzen auf öffentlichem Grund erlassen – diese sind normalerweise nur auf privaten Flächen erlaubt. Auf diese Weise sollten die gebeutelten Restaurants und Cafés die beliebte Außengastronomie auch bei niedrigeren Temperaturen nutzen können.

Antrag der CDU für Heizpilze im Hamburger Winter wurde von SPD und Grünen abgelehnt

Doch das Glück hielt nur kurze Zeit an, denn etwa einen Monat nach der Genehmigung kam der Winter-Lockdown. Ein erneuter Antrag der CDU-Fraktion, die Heizpilze auch im Jahr 2021 im Winter aufstellen zu dürfen, wurde nach Beratungen im Wirtschaftsausschuss von der SPD und den Grünen jetzt abgelehnt.

In Hamburg ist es Außengastronomen diesen Winter nicht gestattet, Heizpilze aufzustellen. (24hamburg.de-Montage)

David Erkalp, Sprecher für Handel und Tourismus der CDU-Bürgerschaftsfraktion, kann diese Entscheidung nicht verstehen. Seiner Ansicht nach hätten Gastronome die Heizpilze im letzten Jahr aufgrund des Lockdowns nicht ausreichend nutzen können, deshalb sei es „absolut unverständlich, dass der Senat nicht bereit ist, ihnen diese Möglichkeit befristet bis Ende des Jahres noch einmal zu eröffnen“, brüskiert sich Erkalp gegenüber der Hamburger Morgenpost.

Heizpilze für die Außengastronomie in Hamburg seien trotz 2G sinnvoll

In dem Antrag hat die CDU gefordert, Heizpilze bis zum 31. Dezember 2021 für die Außengastronomie wieder nutzbar zu machen. Denn viele Hamburger würden trotz 2G oder 3G eine Bewirtschaftung draußen aus Vorsicht weiterhin bevorzugen, begründet Erkalp den Antrag. Aufgrund der neuen 2G-Regel müssen sich Gastronome in Hamburg übrigens teils heftigen Anfeindungen von Gästen stellen.

„Die Ablehnung unseres Antrags durch die Regierungsfraktionen ist nicht nachvollziehbar“, stellt der Sprecher für Handel und Tourismus laut Hamburger Morgenpost fest.

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Aus Umweltgründen sind Heizpilze in Hamburg nach wie vor verboten

Seit dem 2. Mai 2021 sind Heizpilze in Hamburg auf öffentlichen Flächen aus Umweltschutzgründen wieder verboten. Das Beheizen der Außenluft durch die Heizstrahler gilt als extrem klimaschädlich. Denn neben Wärme strahlen die Klimasünder bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde aus. In dem Stadtteil Eimsbüttel sind Heizstrahler deswegen bereits seit 2007 verboten.

Wer also zum Essen lieber zu Hause bleiben möchte, kann sich an Steffen Hensslers Brot aus dem Blumentopf versuchen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa/MiS/Imago

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