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Wetter Hamburg: Hagel, Starkregen und Sturm können die Elbe erreichen

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Von: Sebastian Peters

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Kommt ein Sturm auf Hamburg zu? Superzelle mit Tornado und Hagelkörner möglich.
Auf Deutschland zieht ein Unwetter zu. Auch Hamburg könnte betroffen sein. (24hamburg.de-Fotomontage Symbolfoto) © BlaulichtNews & Bernd März / Imago

Wetter in Hamburg. Ein Experte informiert bei Twitter. Ein Sturm mit erhöhtem Superzellen Index. Dieser könnte für Tornados sorgen.

Hamburg – Mit den Wörtern „Da kommen sehr heftige Unwetter auf Benelux/Deutschland zu“, beginnt sein Tweet. Die Rede ist von einem Wetterexperten, der bei Twitter vor einer „ernsten Wetterlage“ warnt. Für Freitag, 20. Mai 2022, sollen Gewittercluster auf Deutschland und die Beneluxstaaten zukommen. Und diese Cluster sollen Regenmengen von bis zu 70l/m2 und Windgeschwindigkeiten im Gepäck haben, die bis zum Orkan heranwachsen können.

Sogar von einer Superzelle, die auch Tornados mitbringen kann, wird gesprochen. Die Rede ist von 13 bis 15 Beaufort (bft). Die offizielle Beaufort-Skala des Deutschen Wetterdienstes geht nur bis 12 bft! Das entspricht einer Geschwindigkeit von mehr als 118 km/h. Als Beispiel für die Auswirkungen des Windes im Binnenland steht auf der Homepage des Deutschen Wetterdienstes „schwere Verwüstungen“.

Wetter in Hamburg: Kommen Orkanböen, Starkregen und Sturm? – Experte warnt bei Twitter

Was können Windböen, die vom DWD mit den Wörtern „schwere Verwüstungen“ in Zusammenhang gesetzt werden, in Hamburg anrichten? Beim Orkantief „Nadia“, das am 29. Januar 2022 über Hamburg hinwegschoss, sind in der Hamburger Hafencity gleich mehrere Fahrzeuge abgesoffen. Das war allerdings nicht der schlimmste Zwischenfall. Über 100 sturmbedingte Einsätze musste die Feuerwehr Hamburg fahren. Darunter auch ein Großeinsatz auf der Elbe.

Ein Schiff war mitten im Sturm gegen eine Brücke geprallt. Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Mit einer Leiter wurden die Besatzungsmitglieder des Schiffes gerettet. Die Brücke, die im Hamburger Hafen zwei wichtige Seiten verbindet, ist seitdem gesperrt. Wie sich später bei polizeilichen Ermittlungen herausstellte, war der Kapitän betrunken! Nadia wütete im Januar nicht nur in Hamburg. Auch im Nachbarbundesland Niedersachsen sorgte der Sturm für viele Einsätze.

Tornado-Gefahr in Hamburg? Sturm mit erhöhtem Superzellen Index

Das „sehr heftige Unwetter“, was nun auf Deutschland zukommen soll, bringt neben Starkregen und heftigen Sturm auch einen „erhöhten Superzellen Index“ mit. Superzellen, so Wetteronline, sind die gefährlichsten Gewitter. Die Superzelle kann enorm große Hagelkörner, extreme Windböen und Starkregen mitbringen. Eine Superzelle bringt auch eine höhere Gefahr für Tornados mit. Nach einer Statistik bei Wetteronline sollen bis zu 20 Prozent aller Superzellen Tornados hervorrufen.

Tornado Stufe – F0:bis zu 117 km/h
Tornado Stufe – F1:117-180 km/h
Tornado Stufe – F2:180-252 km/h
Tornado Stufe – F3:252-333 km/h
Tornado Stufe – F4:333-419 km/h
Tornado Stufe – F5:mehr als 419 km/h

Der letzte Tornado ging am Mittwoch, 29. September 2021, in Kiel runter. Direkt an der Kiellinie, eine Promenade in den beiden Kieler Stadtteilen Düsternbrook und Wik, sorgte ein Tornado der Stufe Klasse F1 (bis zu 180 km/h) für einen Großalarm. Zuvor gab es eine Unwetterwarnung vor dem Sturm „Yogi“. Auch Hamburg ist bereits mehrfach von Tornados heimgesucht. Dabei sind bereits Menschen in der Hansestadt gestorben.

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