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Heftige Kritik an Asklepios: „Aufgaben erfüllen und nicht auf andere abwälzen“

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Von: Sebastian Peters

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Heftige Kritik an Asklepios: „Aufgaben erfüllen und nicht auf andere abwälzen“
Heftige Kritik an Asklepios: „Aufgaben erfüllen und nicht auf andere abwälzen“ © Christoph Soeder/dpa

In dem Streit um den Engpass in der Notfallversorgung haben die Kassenärzte die Forderrungen Asklepios Kliniken als „weltfremd“ und „unsinnig“ bezeichnet.

Hamburg –  Im Streit um Engpässe bei der Notfallversorgung in Hamburg haben die Kassenärzte Forderungen der Asklepios Kliniken „als weltfremd und unsinnig“ zurückgewiesen. Der Klinikkonzern hatte von den niedergelassenen Ärzten mehr Einsatz gefordert, um die Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Notfallversorgung: Streit zwischen Krankenhäuser, Kassenärztlicher Vereinigung und Hausärzte

„Wer vom Rettungsdienst mitgenommen wird, ist kein Fall für die ambulante Versorgung, sondern für das Krankenhaus“, sagt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), John Afful, am Mittwoch. „Der Asklepios-Konzern soll bitte seine ureigenen Aufgaben selbst erfüllen und nicht versuchen, diese auf andere abzuwälzen.“

Asklepios hatte am Dienstag, 13. Dezember 2022, von bedrohlichen Zuständen in der Notfallversorgung berichtet. Aktuell verschärften Atemwegsinfekte den Fachkräftemangel und führten zu erheblichen Personalausfällen und einer Überlastung des ganzen Systems, hieß es.

Unter anderem wurde gefordert, dass Rettungsdienste bei Fällen, die absehbar nur einer ambulanten Behandlung bedürfen, auch die Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung oder medizinische Versorgungszentren der niedergelassenen Ärzte anfahren sollten.

„Die Behauptung von Asklepios, dass die Krankenhäuser die aktuelle Ausnahmesituation überwiegend alleine stemmen würden, ist an Absurdität kaum zu überbieten“, sagte Afful. Auch die Praxen der Haus- und Kinderärzte und vieler Fachärzte seien derzeit überfüllt und die Praxisteams am Limit.

„Die Niedergelassenen kommen trotz aller Widrigkeiten ihrem Sicherstellungsauftrag nach“, sagte auch der Vorsitzende der Vertreterversammlung der KVH, Dirk Heinrich. „Im Gegensatz zu den Krankenhäusern erhält das ambulante System dabei keinerlei Unterstützungspakete.“

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