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Cyber-Angriff auf Hamburger Hochschule – „Haben keinen gewohnten Zugriff“

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Systeme der HAW, der zweitgrößten Hamburger Hochschule, sind zurzeit nicht erreichbar. Die Hochschule spricht von einem „Angriff“. Waren es Hacker?

Hamburg – Die Systeme der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) sind seit dem gestrigen Freitag nicht zu erreichen. Ein Zugriff auf Programme, das Intranet, E-Mails und dergleichen ist für die rund 16.500 eingeschriebenen Studierenden, die Lehrenden und sonstigen Mitarbeiter der zweitgrößten Hochschule in Hamburg aktuell nicht möglich. Die Hochschule selbst hat ihre technische Infrastruktur vorsorglich heruntergefahren, als Grund nannten Verantwortlichen einen „Angriff“ der zuvor stattgefunden habe. Die Wissenschaftsbehörde der zuständigen Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) ist eingeschaltet.

Name:Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)
Gründung:1970
Anzahl Studierender:rund 16.500
Anzahl Mitarbeitende:etwa 1400, davon 400 Professoren

Cyber-Angriff auf HAW Hamburg: Ursache unbekannt – waren es Hacker?

Unklar ist nicht nur, wer genau hinter dem Angriff steckt, sondern auch, um welche Art von Angriff es sich handelte. Infrage kommen laut Informationen des Hamburger Abendblatts sowohl ein Phishing-Angriff – das heißt ein Versuch des Abgreifens von Daten durch das unachtsame Öffnen eines mit beispielsweise einem Trojaner ausgestatteten Mailanhangs – oder gar durch einen Hackerangriff. Staatsrätin Eva Gümbel (Grüne) sagte gegenüber dem Abendblatt, man nehme die Gefahr durch Cyberangriffe auf Hochschulen seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs noch ernster. Auch auf der Kultusministerkonferenz habe man das Thema bereits diskutiert.

Hamburg Gebäude der Hochschulverwaltung und Leitung der HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) am Berliner Tor wurde Opfer eines Cyberangriffs. Waren es Hacker? © Stephan Wallocha / Imago

HAW Hamburg: Zugriff auf Systeme voraussichtlich auch in der kommenden Woche eingeschränkt

Während der vorlesungsfreien Zeit greifen zwar weniger Studentinnen und Studenten auf die Systeme zu, dafür umso mehr Professoren und andere Mitarbeiter. Bis in die kommende Woche hinein bleibe voraussichtlich der Zugriff auf die internen Systeme noch eingeschränkt. „Leider führt dies dazu, dass Mitarbeitende und Studierende aktuell und voraussichtlich noch in der kommenden Woche keinen gewohnten Zugriff auf Ihre Arbeitsumgebung, wie beispielsweise Mails oder das Intranet, haben“, hieß es dazu aus der Wissenschaftsbehörde. Die Hochschule arbeite zurzeit an Schadensbegrenzung. Welchen Einfluss der Ausfall auf Abgabefristen und Prüfungen habe, werde die HAW über die noch verfügbaren Kanäle – zum Beispiel Social Media – schnellstmöglich mitteilen.

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Hochschule HAW Hamburg genießt international guten Ruf

Die HAW genießt auch im Ausland einen guten Ruf. An der Hochschule können Studiengänge eines breiten Spektrums, etwa Informatik, Flugzeugbau, Umwelttechnik oder Studiengänge aus dem Bereich Gesundheitswesen belegt werden.

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