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Hauptbahnhof Hamburg kriegt zweite Halle: Wer zahlt, was kostet‘s, wann kommt sie?

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Von: Jan Knötzsch

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Der Hauptbahnhof Hamburg bekommt in Zukunft ein neues Gesicht. Eine zweite Halle wird gebaut. 24hamburg.de gibt den Überblick über Kosten und Startzeitpunkt.

Hamburg – Er liegt mittendrin und jeder kennt ihn. Hat ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar schon mal betreten. Oder aber zumindest mit einer Bahn der Hamburger Verkehrsbetriebe (HVV), der Deutschen Bahn oder der S-Bahn Hamburg durchfahren. Die Rede ist vom Hauptbahnhof Hamburg – d e m zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Hansestadt Hamburg, wenn man auf Schienen reist. Oder aber einmal kurz in der Wandelhalle vorbeischaut, um schnell noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Aktuell aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit 2G-Regeln im Einzelhandel.

So richtig schön anzusehen ist der Hauptbahnhof Hamburg gleichwohl nicht. Er versprüht eher den Charme eines in die Jahre gekommenen Bahnhofs. Das soll sich mit der zweiten Halle, die der Hauptbahnhof bekommt, ändern. Aber wann ist es soweit? Was kostet das Spektakel? Und wer bezahlt es? 24hamburg.de nennt die bisher bekannten Fakten.

Bauwerk in Hamburg:Hauptbahnhof Hamburg
Adresse:Hachmannplatz 16, 20099 Hamburg
Eröffnung:5. Dezember 1906
Architekten:Heinrich Reinhardt, Georg Süßenguth

Hauptbahnhof Hamburg bekommt eine zweite Halle – so soll sich das Erscheinungsbild verändern

Der Verkehr und Hamburg – das ist so eine Sache für sich. Aktuell liefert eine neue Studie die Antwort auf die Frage, ob Hamburgs Verkehr so schlecht wie sein Ruf ist. Wieder und wieder kommt es um die Hansestadt Hamburg herum zu Sperrungen auf Autobahnen. Auch in der Stadt selbst steht der Verkehr ständig. Und der Hamburger Senat verkauft die Autofahrer und Autofahrerinnen im Stau für dumm – so empfinden es zumindest viele. Die Aussicht darauf, dass sich dieser Status quo in der Stadt von Hamburger SV, FC St. Pauli und HafenCity ändert? Gering.

Die Planungen zum Umbau des Hauptbahnhof Hamburg mit einer neuen Halle und einer neuen Passage.
Eine zweite Halle (links) für den Hauptbahnhof Hamburg: So soll sie aussehen und sich mit einer zusätzlichen Passage (rechts) an den bisherigen Bahnhof anschließen. © bof architekten & hutterreimann Landschaftsarchitekten

Gerade erst hat Anjes Tjark von den Grünen erklärt, dass Hamburg auf Jahrzehnte hinaus eine Dauerbaustelle bleiben wird. Tägliches Verkehrschaos inklusive. Nur allzu gut also, dass Hamburgerinnen und Hamburger auf die Schienen ausweichen können, wo der HVV derzeit knallharte 3G-Kontrollen durchführt und man – wie auch am Arbeitsplatz – wegen der 3G-Regel entsprechende Dokumente dabei haben sollte. Übrigens: Der HVV hat sich gerade einem bundesweiten Vergleich und der Frage, ob er nun „top“ oder ein „Flop“ ist, stellen müssen. Zudem sorgt der HVV für einen Preis-Schock.

Hauptbahnhof Hamburg: Umbau und zweite Halle nötig, weil Zahlen auf 750.000 Gäste täglich steigen sollen

Dennoch wird der HVV von Hamburgerinnen und Hamburgern genutzt – und so, wie viele Wege nach Rom führen, führen sie in mancher Hinsicht auch über den Hauptbahnhof Hamburg. Damit geht‘s dann auch ans Eingemachte: Der Hauptbahnhof Hamburg kriegt eine zweite Halle neben der Wandelhalle. Im Wettbewerb um den Umbau haben sich die beiden Büros „bof architekten“ aus Hamburg und „hutterreimann“ aus Berlin durchgesetzt, die dem Hauptbahnhof Hamburg auch noch eine neue Passage schenken.

Die denkmalgeschützte Gleishalle von 1906 bleibt bestehen, hinzu kommt eine ähnlich hohe Zweithalle, die quer zur alten steht. Sie wird nicht von Zügen, sondern von Bussen durchfahren, die von der Mönckebergstraße zum ZOB wollen. Der Grund für die zweite Halle: Es werden in den kommenden Jahren deutlich mehr Fahrgäste erwartet. Es wird, so Verkehrssenator Anjes Tjarks, „angenommen, dass wir in 20 Jahren statt 550.000 Passagiere täglich 750.000 Passagiere im Bahnhof zu Gast haben werden.“

Hauptbahnhof Hamburg: Das sagt Bürgermeister Peter Tschentscher zum Umbau – so hoch werden die Kosten

So viel zum Guten. Doch wie jede Medaille hat auch der Neubau der zweiten Halle des Hauptbahnhof Hamburg noch eine andere Seite: die der Kosten und der Frage, wann das Gebäude, das Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher frohlocken lässt („Hamburgs über 100 Jahre altes Bahnhofsgebäude wird größer und moderner, das Reisen im Nah- und Fernverkehr wird zuverlässiger und komfortabler“) überhaupt fertig sein wird. Die Antwort: nichts genaues weiß man!

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Was die Kosten angeht, spricht die BILD-Zeitung bereits von einem Milliarden-Projekt, bei dem zusätzlich auch noch zwei unterirdische Tunnel entstehen. Einer für die neue HVV-Linie U5, einer für die mögliche Entlastungs-Strecke für die S-Bahn nach Altona. Die Kosten, so BILD und Hamburger Abendblatt unisono, teilen sich Bahn, Bund und Stadt – wobei die Stadt Hamburg wohl den kleineren Teil der Kosten tragen wird.

Und wann ist der neue Hautbahnhof Hamburg fertig? Laut Anjes Tjarks wohl erst ab 2030. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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