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„Hatte Angst um mein Leben“ – Mann von Sturmflut in Hamburg im Auto eingesperrt

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Von: Natalie-Margaux Rahimi, Elias Bartl

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Ein Auto steht inmitten der Fluten der Sturmflut in Hamburg in Folge von Sturm Zeynep. Irfan Rana wurde von der Flut überrascht und in seinem Auto eingesperrt.
Schwere Sturmflut in Hamburg: Mann in Auto überrascht und eingesperrt. (24hamburg.de-Montage) © Elias Bartl

Sturm Zeynep erwischte Hamburg mit voller Härte. Es kam zu einer schweren Sturmflut. In der Hafencity wurde ein Mann von den Fluten überrascht und im Auto eingesperrt.

Hamburg – Sturm Zeynep fegte in der Nacht von Freitag, 18. Februar 2022, auf Samstag, 19. Februar 2022, über die Hansestadt Hamburg hinweg. Dabei hinterließ der Orkan in Hamburg schwere Spuren. Bäume stürzten um, eine Hausfassade löste sich von einem Gebäude und an der Elbe kam es zu einer schweren Sturmflut. Dabei stieg das Wasser mit 3,75 Metern über dem mittleren Hochwasser so hoch, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch Teile der Hafencity und Speicherstadt wurden von den Wassermassen geflutet.

Und genau das wurde Irfan Rana zum Verhängnis. Der 50-Jährige wird in der Hafencity von den Wassermassen der Sturmflut überrascht und in seinem Auto eingesperrt. 24hamburg.de hat mit dem Mann gesprochen.

Stadt:Hamburg
Sturm:Zeynep
Hochwasser:5,75 Meter über dem mittleren Hochwasser

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Sturmflut nach Orkan Zeynep überrascht Mann in Hafencity: Im Auto eingesperrt

Der 50-jährige Sicherheitsdienst-Mitarbeiter wird gegen 4:30 Uhr aufgrund eines Einbruchsalarms in die Hafencity gerufen. Vorort angekommen, befindet sich am Sandtorkai eine Sicherheitsabsperrung der Polizei Hamburg. Doch trotz der angekündigten schweren Sturmflut lässt die Polizei Irfan Rana passieren. „Eine Polizistin sagte mir noch, das Wasser steht noch nicht so hoch, da kann man noch durch“, erklärte der 50-Jährige später.

Doch so kommt es nicht. Als Irfan Rana sich gerade auf Höhe Sandtorpark befindet, kommt ihm das Wasser entgegen. „Als ich auf Höhe der Straße am Sandtorpark war, kamen mir plötzlich die Wassermassen entgegen. Ich konnte nicht mehr lenken und mein Auto stand bis zu den Scheiben im Wasser“, schildert der Mann die Situation.

Durch die immense Kraft des Wassers, wird es Irfan Rana unmöglich, die Türen seines Autos zu öffnen. „Zwei Polizisten riefen mir zu, ich solle aussteigen, doch ich bekam die Türen nicht mehr auf. Ich hatte Angst um mein Leben“, berichtet der 50-Jährige. Nur mit größter Anstrengung gelingt es ihm schließlich, die Tür seines Pkw zu öffnen und zu den Polizisten zu schwimmen.

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Aus Sturmflut in Hamburg gerettet: Mann kommt mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus

Anschließend wird Irfan Rana von den Polizisten Vorort versorgt. Zunächst kann er sich im Polizeiwagen aufwärmen, bis der Rettungswagen eintrifft. Anschließend kommt der Mann mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus. Warum die Polizei den 50-Jährigen trotz der großen Gefahr durch die Absperrung ließ, ist noch unklar. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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