Staus und Baustellen

Hamburgs Verkehrssenator schockt zum Baustellen-Chaos: Bis 2030 geht‘s so weiter!

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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700 Baustellen in Hamburg verursachen täglich Verkehrschaos. Hamburgs Verkehrssenator Tjarks versucht zu beschwichtigen, warnt aber: Es wird nicht besser.

Hamburg – Baustellen so weit das Auge reicht, an jeder Ecke stehen Bagger, Straßen sind verengt oder gleich komplett abgesperrt. Das bringt den Verkehr zum Stocken und die Autofahrer und Autofahrerinnen zum Kochen. Die schlechte Nachricht: Das Baustellen-Chaos und somit der schleppende Verkehr in Hamburg werden noch lange Bestand haben, warnt Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne).

Name:Anjes Tjarks
Geburtstag:12. März 1981 (40 Jahre)
Partei:Bündnis 90/Die Grünen
Senator für:Verkehr und Mobilitätswende

Über 700 Baustellen in Hamburg: Anjes Tjarks versucht zu beschwichtigen

Über 700 Baustellen gibt es in und rund um Hamburg, kein Wunder also, dass der Verkehr nicht so fließt, wie er fließen könnte. Im Gespräch mit dem NDR rechtfertigt sich der Hamburger Verkehrssenator, angesprochen auf die Baustellen, auf denen aber nicht gearbeitet werde, dass die Verspätungen bei den Arbeiten bei lediglich einem Prozent liegen.

Für die Baustellen-Verspätungen seien laut Anjes Tjarks vor allem unkontrollierbare Faktoren wie das Wetter verantwortlich. „Das was passiert, versuchen wir zu optimieren, aber es ist eben auch so viel, es sind so viele Player mit an Bord, dass wir nicht jede Baustelle jeden Tag in jedem Detail kontrollieren können“, so der Politiker gegenüber dem NDR.

Überall Staus: Der Grund für das Verkehrs-Chaos in Hamburg

Dass die Baustellen in Hamburg ein Grund sind für das Verkehrs-Chaos in der Hansestadt, kann Anjes Tjarks nicht von der Hand weisen. Doch er macht im Interview mit dem NDR vor allem die in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegene Verkehrsmenge dafür verantwortlich. Es gäbe in Hamburg „zu viele Autos auf einer zu kleinen Infrastruktur“.

Über 700 Baustellen bringen den Verkehr in Hamburg ins Stocken, Verkehrssenator Anjes Tjarks dazu: „Wir haben eigentlich zu viele Autos.“

Zudem gibt es auch Autounfälle und andere unvorhergesehene und nicht kontrollierbare Ereignisse, die den Verkehr negativ beeinflussen. Kontrollieren könne man hingegen die Baustellen, die Tjarks und sein Team „versuchen bestmöglich zu koordinieren.“

Baustellen und Verkehrs-Chaos bleiben in Hamburg noch lange bestehen

Eine Besserung der Situation kann Anjes Tjarks nicht bieten, im Gegenteil: Noch bis zum Ende des Jahrzehnts sei mit großen Baumaßnahmen und damit einhergehend stockendem Verkehr und Staus rund um Hamburg zu rechnen.

„Auf der A7 wird die längste Autobahnbrücke Deutschlands südlich des Elbtunnels saniert. Auf der A1 müssen wir die Norder- und die Süderelbbrücke machen. Und wenn wir damit fertig sind, haben wir die Bahnbrücken. Und wir haben auch noch ein Thema mit der Freihafenelbbrücke“, erklärt der Grünen-Politiker dem NDR. *24hamburg.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt, Axel Heimken/dpa

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