1. 24hamburg
  2. Hamburg

Hamburgs Senatoren fahren überwiegend Dienstwagen mit Hybrid-Antrieb

Erstellt:

Kommentare

Hamburgs rot-grüner Senat setzt mehrheitlich auf Fahrzeuge, die neben Strom auch Benzin brauchen. Nur ein Senator verzichtet komplett aufs Auto.

Hamburg – Hamburgs Senatoren und Staatsräte fahren überwiegend Dienstwagen mit Hybrid-Antrieb. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Autos, die neben einem Verbrenner- auch über einen E-Motor mit einem von außen aufladbaren Akku verfügen, wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Richard Seelmaecker hervorgeht. Hybridautos müssen ganz normal Benzin oder Diesel tanken. Bei Fahrten mit Elektroantrieb haben die sogenannten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge laut ADAC eine Reichweite von gut 50 Kilometern. Nur Innensenator Andy Grote (SPD) fährt einen Hybrid-Wagen, der nicht per Kabel von außen aufgeladen werden kann und darum offiziell auch nicht als Elektrofahrzeug gilt.

Dienstwagen mit Hybrid-Antrieb: Nur einer verzichtet komplett auf den Dienstwagen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, steigt aus seinem Dienstwagen.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, steigt aus seinem Dienstwagen. © Marcus Brandt/DPA

Einen Wagen mit ausschließlich elektrischem Antrieb nutzen Umweltsenator Jens Kerstan und Umweltstaatsrat Michael Pollmann sowie Verkehrsstaatsrat Martin Bill (alle Grüne). Der Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Anjes Tjarks, verfügt nach wie vor über keinen Dienstwagen. Der Grünen-Politiker ist meist mit dem Fahrrad unterwegs oder fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Behördensprecher Dennis Heinert sagte.

Brauch jeder Senator wirklich einen eigenen Dienstwagen? CDU-Politiker ist skeptisch

In seiner Antwort hob der Senat die Vorteile der Dienstwagen-Nutzung hervor: Während der Fahrten könnten Termine vor- und nachbereitet werden, die Teilnahme an Videokonferenzen sei möglich und es könnten vertrauliche Telefonate geführt werden. Die Nutzung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs komme in Betracht, wenn es auf diese Vorteile nicht ankomme. Wie viele Kilometer die Senatoren mit ihren Dienstwagen jährlich zurücklegen, konnte der Senat nicht sagen. „Mich verwundert (...), dass der rot-grüne Senat nicht mal selbst weiß, zu wie vielen dienstlichen Senatsfahrten es in den Hamburger Behörden kommt“, erklärte Seelmaecker. Gleichzeitig schließe der rot-grüne Senat die Nutzung des ÖPNV als Transportoption indirekt aus. „Heuchlerisch!“, meinte der CDU-Verkehrspolitiker. (DPA)

Auch interessant

Kommentare