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Hamburgs knallharter 2G-Plan: Grote will Zugang zum Sport beschränken

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Hamburg will die 2G-Regel angesichts der steigenden Corona-Zahlen ausweiten. Andy Grote kündigt Einschränkungen im Sport an – werden Ungeimpfte ausgeschlossen?

Hamburg – Dieser Tage dominiert wieder einmal nur ein Thema. Corona ist in aller Munde. Weil die Zahlen in diesen Tagen immer weiter in die Höhe schießen und die Politik über härtere Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Corona-Welle diskutiert. Gut möglich, dass es auch in diesem Jahr einen Lockdown zu Weihnachten geben wird. Um das doch noch zu verhindern, arbeiten Politiker an Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Welle. Beispielsweise will Hamburg die 2G-Regel ausweiten. Das betrifft auch den Sport – Innensenator Andy Grote hat einen konkreten Plan.

Stadt:Hansestadt Hamburg
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher
Corona-Neuinfektionen (Stand 14. November):362
Corona-Inzidenz (Stand 14. November):176,5

Der Corona-Plan für Hamburg: Mit 2G die vierte Welle brechen

Hamburg hatte als Erstes aller Bundesländer das sogenannte 2G-Optionsmodell eingeführt. Seither können Unternehmen selbst entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Einrichtungen lassen. Inzwischen haben laut Aussage von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) etwa 2000 Betriebe in der Hansestadt Hamburg entschieden, auf das 2G-Modell zu setzen.

Vor einem Sportplatz in Hamburg hängt ein Schild, das auf die 2G-Regel hinweist.
Hamburgs 2G-Plan: Einschränkungen für Ungeimpfte auch im Sport. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/imago

In Anbetracht der rasch steigenden Infektionszahlen denkt der Hamburger Senat jedoch über eine Ausweitung des 2G-Modells in der Stadt nach. Das kündigte Peter Tschentscher vergangene Woche im Hamburg Journal des NDR an. Demnach könnte 2G für alle Bereiche gelten, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Ungeimpfte könnten also weiterhin in den Supermarkt, die Apotheke oder die Drogerie, aber nicht mehr ins Restaurant oder Kino.

2G in Hamburg soll ausgeweitet werden: Andy Grote kündigt Einschränkungen für Ungeimpfte im Sport an

Die beiden großen Hamburger Fußballvereine HSV und FC St. Pauli setzen bereits seit einigen Wochen auf das 2G-Modell. Denn so können die Vereine ihre Stadien wieder bis auf den letzten Platz befüllen. Jedenfalls noch – denn angesichts der hohen Infektionszahlen sind auch erneute Geisterspiele im Fußball nicht mehr ausgeschlossen.

Innensenator Andy Grote plant nun die Ausweitung des 2G-Modells auch auf den Breitensport. Das kündigte er auf der Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbunds an. Wie der NDR berichtet, halte Grote Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, obwohl sie könnten, für „unsolidarisch“. Da Ungeimpfte außerdem dafür sorgen, dass das Gesundheitssystem an ihre Grenzen kommt, werde es auch für den Sport Einschränkungen für Ungeimpfte geben, erklärte Grote.

2G für den Hamburger Sport: Andy Grote will Ungeimpfte vom Sport ausschließen

In Absehbarer Zeit sollen über all dort, wo große Menschenmengen zusammenkommen, nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten, sagte Grote. Wie der NDR berichtet, halte der Innensenator, der kürzlich durch den „1 Pimmel-Skandal“ immer wieder für Aufsehen sorgte, diese Maßnahme für „legitim und erforderlich“.

„Wenn sich die negative Entwicklung bei den Infektionen und bei den Folgen fürs Gesundheitswesen fortsetzt, dann werden wir die Ungeimpften zusätzlich über das, was wir heute schon haben, hinaus einschränken müssen in ihrem Zugang zu den Orten, wo Menschen aufeinandertreffen. Und dazu gehört auch der Sport“, sagte Grote deutlich.

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Um die derzeitige Corona-Welle möglichst schnell zu stoppen, rief Andy Grote die Sportvereine auf, Impfangebote auf ihren Sportanlagen anzubieten. Denn durch die vierte Welle der Pandemie werde die Stadt nur mit der 2G-Regel und „impfen, impfen, impfen“ kommen, zitiert der NDR den Innensenator. Die gute Nachricht: Einen kompletten Lockdown im Breitensport will Grote unbedingt umgehen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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