1. 24hamburg
  2. Hamburg

Hamburgs Kinder leiden seelisch wegen Corona – so will die Politik helfen

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Auch die Jüngsten leiden unter der Corona-Pandemie. Nicht nur, wenn sie sich infizieren. Sondern auch psychisch. An dieser Stelle wollen SPD und Grüne ansetzen.

Hamburg – Das Leid, dass das Coronavirus mit sich bringt, ist nicht zu unterschätzen. Nicht nur rein gesundheitlich, wenn man sich eine Infektion einfängt. Die Zahl derer, denen das in der Hansestadt Hamburg passiert, wächst stetig. Zum siebten Mal in Folge hat die Inzidenz in Hamburg am Sonntag, 16. Januar 2022, einen neuen Höchstwert erreicht. Etliche Infektionen tauchen dabei noch nicht einmal sofort in der Statistik auf – weil der Omikron-Wahnsinn eine ganz genaue Zahl nahezu unmöglich macht. Doch nicht nur der Körper leidet in der Corona-Pandemie – auch die Psyche.

Vor allem bei Kindern. Dort gibt’s jetzt sogar Diskussionen über Impfungen in Kitas. Und über eine mögliche Schließung von Hamburgs Schulen. Wie sollen Kids da der Last und dem Druck der Corona-Krise trotzen? Zahlreiche Studien zeigen, wie sehr die Corona-Pandemie Kinder seelisch mitnimmt. Hamburgs Politik will genau darauf jetzt reagieren und helfen.

Studie:Jugend in Deutschland – Winter 2021/22
Autoren:Simon Schnetzer, Klaus Hurrelmann
Themen:Klima, Corona, Politik
Umfang:37 Seiten Publikation und 27 Seiten Tabellenband

Studie zur Corona-Psyche bei Kindern: 40 Prozent der Befragten geben Verschlechterung an

Eine dieser Studien nennt sich „Jugend in Deutschland“. Wie die Hamburger Morgenpost daraus zitiert, geben dort 40 Prozent der Befragten an, dass sie eine Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit während der Corona-Pandemie erleben, die in Hamburg gerade dazu geführt hat, dass in Fahrzeugen des HVV eine FFP2-Maskenpflicht besteht. Zudem gelten auch in der Hansestadt Hamburg jetzt neue Quarantäne-Regeln. Doch zurück zur Studie: Laut selbiger stellen 37 Prozent der Befragten einen Kontrollverlust über den eigenen Alltag fest.

Ein Kind mit einer Mund-Nasen-Maske blickt während der Corona-Pandemie nachdenklich aus dem Fenster.
Nachdenklicher Blick aus dem Fenster mit Mund-Nasen-Maske: Kinder leiden psychisch sehr unter der Corona-Pandemie. © Chromeorange/imago

Und: Sie geben überdies auch an, dass die Schäden in Beziehungen erleben und Ängste haben, was ihre Bildung und ihr Berufsleben betrifft. Dabei sind laut Studie allen voran Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligtem Elternhaus betroffen. Gleiches gilt auch für Kinder oder Jugendliche, deren Eltern selbst psychisch in der Corona-Pandemie, in der es übrigens ein neues Corona-Symptom gibt, belastet sind. Genau hier sehen sich in Hamburg, wo man hofft, dass die britische Studie vom baldigen Ende der Corona-Pandemie zutrifft, die Regierungsfraktionen gefordert.

Seelische Belastung durch Corona bei Kindern: SPD und Grüne stellen Antrag zur Unterstützung in der Bürgerschaft

„Das gemeinsame Lernen und Zusammensein ist für die soziale und emotionale Entwicklung junger Menschen von großer Bedeutung“, erklärt SPD-Politikerin Anja Quast gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wird von der Mopo mit den Worten zitiert: „Kinder dürfen mit den Belastungen der Pandemie in Hamburg nicht alleine bleiben.“ Aus diesem Grund fordern die SPD und die Grünen in Hamburg, wo ebenso wie im Rest von Deutschland Corona-Fake-News umher geistern, laut dpa zusätzliche Mittel für den Umgang in Schulen mit psychosozialen Belastungen infolge der Corona-Pandemie.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich

Die beiden Parteien wollen in einem Antrag für die Hamburgische Bürgerschaft die Programme von Bund und Land zur psychischen Unterstützung ausbauen. „Dazu werden wir unter anderem die Bildungs- und Beratungszentren mit zehn zusätzlichen Stellen ausstatten, um die Schulsozialarbeit und die psychologische Beratung an den Schulen weiter zu verbessern“, konstatiert Quast via dpa. Neue Lerngruppen sollen ermöglicht und die Ressourcen für Schulsozialarbeit für mindestens zwölf Monate erhöht werden.

Außerdem soll laut Hamburger Morgenpost langfristig geprüft werden, inwieweit auch das Gesundheitssystem an den Kosten für psychosoziale Unterstützungsleistungen beteiligt werden kann. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare