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Finanzsenator Andreas Dressel (SPD): Coronavirus-Krisenmanager für Hamburg

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Von: Vivienne Goizet, Laura-Marie Löwen

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Andreas Dressel ist der Finanz-Kapitän von Hamburg. Lange galt er als Kronprinz von Olaf Scholz. Dann übernahm er das Finanzressort – aus familiären Gründen.

Hamburg – Einst galt der Hamburger Finanzsenator und SPD-Politiker Andreas Dressel in Hamburg als Kronprinz von Olaf Scholz (SPD) und beschrieb sich selbst als richtigen „Scholz-Fan“. Heute erweist sich der Hamburger Senator als umsichtiger Manager in der Coronavirus-Krise. Mit einem feinen Gespür dafür, was die Menschen gerade beschäftigt, trägt er maßgeblich dazu bei, dass die Finanzhilfen an den Mann oder die Frau gebracht werden. So hat die Stadt Hamburg nach Dressels Aussage seit Beginn der Pandemie etwa eine Milliarde Euro an Corona-Hilfen ausgezahlt.

Politiker:Andreas Dressel
Geboren:6. Januar 1975, Hamburg
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Amt:Mitglied des Bundesrates für die Freie und Hansestadt Hamburg, Mitglied des Finanzausschusses, Senator und Präses der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
Studium:Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg
Religion:evangelisch-lutherisch

Andreas Dressel (SPD): Bereits mit 29 Jahren in der Hamburger Bürgerschaft

Andreas Dressel wollte als Kind Lokomotivführer werden. Daraus wurde nichts. Stattdessen studierte er Jura an der Universität Hamburg und legte 1999 das Erste Staatsexamen ab. 2003 promovierte er mit dem Thema „Bürgerbegehren und Bürgerentscheid in den Hamburger Bezirken“. Nach einem Rechtsreferendariat in Hamburg und Los Angeles folgte schließlich 2004 das Zweite Staatsexamen.

Hamburgs Finanzsenator und Mitglied des Bundesrats Andreas Dressel (SPD) wild gestikulierend während einer LPK im Hamburger Rathaus.
Hamburger Finanzsenator Dr. Andreas Dressel ist promovierter Jurist und seit 1994 in verschiedenen Positionen bei der SPD aktiv. (24hamburg.de-Montage) © Daniel Reinhardt/dpa/picture alliance

Im selben Jahr zog Dressel erstmals in die Hamburgische Bürgerschaft ein – mit nur 29 Jahren. Von 2011 bis 2018 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft und sorgte durch bodenständige Arbeit dafür, dass die Partei Erfolge erzielte. Sein letzter Beruf bevor er Vollzeit-Politiker wurde, war Referatsleiter in der Stadtentwicklungsbehörde.

Andreas Dressel: Erfolg durch Beständigkeit und Bürgernähe

Andreas Dressel gilt als Vermittler, der gerne nach Kompromissen sucht. Dreimal wurde er im Wahlkreis Alstertal-Walddörfer direkt gewählt. Das erste Mal im Februar 2008. Sein Lebenslauf liest sich wie ein Fachbuch über die verschiedenen administrativen Abteilungen der Hansestadt. Während seiner langen Abgeordnetenzeit hat er seine Fraktion bereits 2004 im Eingaben-, Innen-, Rechts- und Verfassungsausschuss vertreten.

Daran schlossen sich 2008 Tätigkeiten im Haushaltsausschuss, Innenausschuss, Rechtsausschuss, im Ausschuss Personalwirtschaft und Öffentlicher Dienst sowie im Verfassungsausschuss an. Über allem steht für Dressel der Aspekt der Nachhaltigkeit, der bei all seinen Entscheidungen berücksichtigt wird.

Sein ehrenamtliches Engagement umfasst unter anderem den Verein „Koralle – Stadtteilkultur in Volksdorf e.V.“, die Arbeiterwohlfahrt und die Opferschutzorganisation „Der Weiße Ring“. Zur Hamburg-Wahl 2020 beantwortet er viele Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de, meist mit einem nachhaltigen Aspekt.

Andreas Dressel: Familie als Ruhepol

Lange galt der promovierte Jurist als designierter Nachfolger von Olaf Scholz. 2018 zog er sich allerdings überraschend aus dem Rennen um das höchste Amt in der Hansestadt zurück – und überließ Peter Tschentscher (SPD) die Bühne, der sich später gegen Katharina Fegebank (Grünen) durchsetzte und im März 2018 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg wurde.

SPD-Politiker Andreas Dressel, Finanzsenator von Hamburg, verlässt den Sitzungssaal im Hamburger Rathaus.
Andreas Dressel (SPD), Präses der Hamburger Finanzbehörde und seit 2018 Mitglied des Bundesrates, ist ein Familienmensch. (24hamburg.de-Montage) © Daniel Reinhardt/dpa/picture alliance

Dressel führte damals private Gründe an, weshalb er nicht Bürgermeister werden wollte. Mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern – zwei Töchtern und einem Sohn – hat Hamburgs Finanzsenator den idealen Gegenpol zum Stress und Trubel der Berufspolitik gefunden. Zu Hause in Volksdorf sei seine Ehefrau die Finanzsenatorin, scherzte er einmal. Andreas Dressels Ehefrau ist Birthe Dressel. Die beiden zeigen sich gerne gemeinsam auf dem roten Teppich.

Nach seinem Verzicht auf die Bürgermeister-Nominierung übernahm Dressel das Finanzressort – und führte damit eine kleine Familientradition fort. Bereits sein Vater Helmut Dressel war nämlich in der Finanzbehörde tätig.

Andreas Dressel auf Social Media

Als Mitglied des Hamburger Senats können Bürger natürlich über verschiedene Wege Kontakt zu Andreas Dressel aufnehmen. Einerseits wie bei allen Senatoren, beispielsweise Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Sport- und Innensenator Andy Grote (SPD), über das jeweilige Senatorenbüro. Andererseit ist Dressel auch auf Social Media sehr aktiv.

Als Fraktionsvorsitzender seiner Partei und Finanzsenator ist er selten um ein klares Wort gegenüber der Presse verlegen. Die Wähler schätzen seine volksnahe Art. Er bemüht sich in Zeiten von Corona um eine offene Kommunikation über seine Social-Media-Kanäle. Vor allem via Instagram, YouTube und Facebook informiert Dressel über die aktuelle Lage in der Hansestadt. Auch auf Twitter ist Andreas Dressel sehr aktiv. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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