Hamburger Rummel dreimal im Jahr

Der Hamburger Dom: Das größte Volksfest in Norddeutschland

  • Thomas Fischhaber
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Der Hamburger Dom 2020 auf dem Heiligengeistfeld ist der längste Rummel Deutschlands. Der berühmte Jahrmarkt bietet viele Attraktionen und Fahrgeschäfte. Alle Infos zum Hamburger Dom.

  • Volksfest, Rummel, Kirchweih, Kirmes: In Hamburg kann das nur Hamburger Dom bedeuten das größte Volksfest in Norddeutschland mit rund 7 Millionen Besuchern im Jahr.
  • Der Hamburger Dom findet auf dem Heiligengeistfeld statt und bietet viele Attraktionen und Fahrgeschäfte: Von Klassikern wie Riesenrad und Kettenkarussell bis zum Hurricane ist für Groß und Klein immer etwas dabei.
  • Der Hamburger Dom findet im Frühling, Sommer und Winter über einen längeren Zeitraum statt – das macht ihn zum längsten Rummel Deutschlands.
  • Im Frühling 2020 findet der Hamburger Dom ausnahmsweise nicht statt. Er wurde wegen der Coronavirus-Krise abgesagt.

Hamburg – dreimal im Jahr ist Volksfest-Zeit in der Hansestadt. Dann findet der Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli statt und zieht Besucherschaaren aus ganz Deutschland an.

Hamburger Dom 2020 Termine:

Öffnungszeiten:

  • Montag-Donnerstag: 15 Uhr bis 23 Uhr
  • Freitag und Samstag: 15 Uhr bis 0 Uhr
  • Sonntag: 14 Uhr bis 23 Uhr

Wer möchte, kann also in einer Woche bis zu 59 Stunden auf dem Hamburger Dom 2020 verbringen. Besonders lohnt sich dabei der Mittwoch, denn mittwochs ist Familien- und Kindertag mit ermäßigten Preisen für alle. Aber auch freitags werden Besucher nicht enttäuscht: dann findet um 22:30 Uhr das berühmte Feuerwerk statt. Eines gibt es jedoch noch zu beachten, ehe das gesellige Treiben auf dem Rummelplatz losgehen kann: Auf dem gesamten Gelände herrscht strenges Hunde-Verbot. Davon ausgeschlossen sind natürlich Blindenhunde und Diensthunde. Einen kleinen Vorgeschmack zum Hamburger Dom gibt es hier:

Hamburger Dom – Adresse und Anfahrt

Mit dem Auto zum Hamburger Dom

Wer mit dem Auto zum Hamburger Dom fahren möchte, kommt mit der Adresse Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg im Navigationssystem zum Rummel. Das Festgelände liegt im Stadtteil St. Pauli, nah am Millerntor-Stadion des FC Sankt Pauli. Parkmöglichkeiten finden sich etwa im Nomis Quartier und auf dem Sonderparkplatz „Glacischaussee“.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hamburger Dom

Auch mit dem HVV geht es schnell und unkompliziert zum Volksfest:

Anreise mit dem Bus:

  • Bus-Haltestelle „Feldstraße“ – Metro Bus 3 und Nachtbus 602
  • Bus-Haltestelle „St. Pauli“ –Schnellbus 36 und 37, Buslinie 112, Nachtbusse 601, 607, 608, 609, 688

Anreise mit der S-Bahn:

  • S-Bahn-Station Landungsbrücken – S1 und S3
  • S-Bahn-Station Reeperbahn – S1 und S3

Anreise mit der U-Bahn:

  • U-Bahn-Station „Messehallen“ – U2
  • U-Bahn-Station „Feldstraße“ – U3
  • U-Bahn-Station „St. Pauli“ – U3

Der Ursprung des Volksfests

Wer beim Hamburger Dom an eine Kirche denkt, wird von manch einem Ur-Hamburger zwar ein wenig belächelt, hat dabei in Wirklichkeit nicht ganz Unrecht: Namensgebend für den Rummel war nämlich tatsächlich der Alte Mariendom. Eine Kirche, in der seit dem elften Jahrhundert Händlern, Handwerkern und Schaustellern Zuflucht vor dem „Hamburger Schietwetter“ geboten wurde, wenn es ihnen auf den benachbarten Märkten wegen Sturm und Regen zu ungemütlich wurde.

1804 wurde der letzte Gottesdienst im Dom gehalten, bevor die Kirche abgerissen wurde und sich die Händler und Schausteller auf die Marktplätze der Stadt verteilten. 1893 wurde dem Dom-Markt schließlich sein heutiger Standort, das Heiligengeistfeld, zugewiesen. Da der erste Winterdom im Jahr 1900 stattfand, feiert der uns heute bekannte Hamburger Dom dieses Jahr seinen 120sten Geburtstag. 1930 fand dann der erste Frühlingsdom, auch als Frühlingsfest bekannt, statt. Schließlich kam 1947 dann der Sommerdom, das frühere Hummelfest, dazu. Durch diese drei Termine ist der Hamburger Dom zusammengelegt das am längsten stattfindende Volksfest Deutschlands.

Hamburger Dom 2020 – Attraktionen und Fahrgeschäfte

Auf jedem Volksfest stehen die Fahrgeschäfte bei den Besuchern hoch im Kurs. Als größtes Volksfest des Nordens bietet der Hamburger Dom besonders viele Attraktionen – von zeitlosen Klassikern bis zu den neuesten Fahrgeschäften. Die Besucher haben somit eine Vielzahl von Möglichkeiten, Zeit auf dem Hamburger Dom zu verbringen. Dazu gehören Klassiker wie das 60 Meter hohe Riesenrad, ein Kettenkarussell, die Wilde Maus, der Wellenflieger, das Hurricane und das seit 1902 zum Hamburger Dom gehörende Bodenkarussell der Familie Vespermann, sowie weitere atemberaubende Neuheiten.

Auf dem Hamburger Dom kamen 2019 viele Neuheiten dazu: 

  • „Circus Circus“ – ein Rundfahrgeschäft in alle Richtungen, in dem Fahrgäste die Schwerelosigkeit spüren können.
  • „Drifting Coaster“ – eine Achterbahn mit freischwebenden, driftenden Gondeln, in der die Fahrgäste Rücken an Rücken sitzen und so die Fahrt jeweils vorwärts und rückwärts erleben.
  • „Bumper one“ – ein klassischer Autoscooter, der jetzt auch driften kann.
  • „Pacific Rim“ – Überkopffahrgeschäft mit Fahrtgeschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde.
  • „Infinitiy“ – Adrenalin pur heißt es im Looping-Karussell, das sich in 65 Meter Höhe bei 120 Kilometern pro Stunde überschlägt.

Hamburger Dom – Geländeplan/Lageplan

Der Hamburger Dom ist groß – gar keine Frage! Bei einem ca. 160.000 Quadratmeter großem Gelände mit einer Sonderveranstaltungsfläche von 2.500 Quadratmeter kann so mancher Besucher schnell einmal die Orientierung verlieren. Ein Lageplan des Hamburger Doms samt QR-Code, der mit der DOM-App heruntergeladen werden kann, sollte für Dom-Neulinge also einen Überblick verschaffen und die Rummelfreude nicht ausbremsen. Android-Nutzer können die App zum Hamburger Dom im Google Play Store herunterladen. iOS-User finden die App im iTunes Store.

Hamburger Dom – wichtige Informationen

Bei jeder großen Veranstaltung spielt der Sicherheitsaspekt eine bedeutende Rolle, so auch beim Hamburger Dom. Falls doch einmal etwas passieren oder verloren gehen sollte, bietet die nahegelegene Dom-Wache und das Fundbüro schnell Hilfe. Veranstalter können sich vor Ort an das DOM-Referat (040 - 428 41 - 2897I) wenden. Die Dom-Wache dient als Polizei und Fundbüro, hier ist auch die Sanitäter-Station zu finden. Falls sich also ein Unglück oder ein Unfall ereignen sollte, sind das die wichtigsten Anlaufstellen. Wurde ein verlorener Gegenstand nicht bei der DOM-Wache abgegeben, ist das jedoch noch kein Grund zur Panik. Alternativ lohnt es sich, beim Zentralen Fundbüro der Stadt Hamburg nachzufragen.

Barrierefreiheit auf dem Hamburger Dom: Alles auf einen Blick

Eingang: Es gibt zwei ebenerdige Haupteingänge (Eingang A, St. Pauli und Eingang G, Feldstraße).

Anreise mit der U-Bahn Linie 3 über die beiden barrierefreien U-Bahnstationen St. Pauli und Feldstraße.

Anreise mit dem Auto

  • 10 kostenlose Pkw-Behindertenparkplätze auf dem Sonderparkplatz Glacis Chaussee (Zufahrt über Kreuzung Millerntor/Budapester Str.)
  • 6 Pkw-Behindertenparkplätze auf dem Behindertenparkplatz Heiligengeistfeld (Budapester Str., Einfahrt zum St. Pauli-Stadion)

4 barrierefreie Toiletten (z. B. beim Millerntor-Stadion im Gebäude der DOM-Wache).

Viele Geschäfte und Imbisse verfügen über abgeschrägte Rampen

Schieß- und Spielgeschäfte:

  • „Piratenwelt“ – Wurfspiel auch aus Rollstuhlposition und Dosenwerfen für Sehgeschädigte.
  • Fadenziehen – auch geeignet für Rollstuhlfahrer*innen und Blinde (die gezogenen Punkte und die Preisauswahl werden kommentiert).

Fahrgeschäfte:

  • Riesenrad – spezielle Gondel
  • Super Skooter – auch für Sehgeschädigte geeignet, da auf Wunsch ein Mitarbeiter fährt
  • Bumper One
  • Auto-Skooter Stardust
  • Kuddel der Hai

Rubriklistenbild: © picture alliance/Markus Scholz/dpa

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