Hamburger Jahrmarkt

Hamburger Dom: Das größte Volksfest in Norddeutschland

  • VonUte Laukner
    schließen
  • Thomas Fischhaber
    Thomas Fischhaber
    schließen

Der Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld ist der längste Rummel Deutschlands. Alle Infos zum Jahrmarkt mit seinen Attraktionen und Fahrgeschäften.

Hamburg – Frühling, Sommer und Winter – dreimal im Jahr ist Volksfest-Zeit in Hamburg. Auf dem längsten Rummel Deutschlands freuen sich in der Hansestadt Hamburg die Erwachsenen ebenso wie die Lütten. Der Hamburger Dom findet auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli statt und zieht jedes Jahr Besucherschaaren aus ganz Deutschland in den beliebten Stadtteil.

Unverzichtbar auf dem Dom sind natürlich die immer wieder neuen Fahrgeschäfte. Dabei wagen sich so manche Mutige in schwindelerregende Höhen. Aber Geisterbahn, Kettenkarussel und Enten-Angeln gehören neben Molekular-Eiscreme und Popcorn sowie Zuckerwatte und Liebesäpfel jedenfalls zu jedem Besuch dazu.

Hamburger Dom 2022 und deren Volksfest-Termine

  • Frühlings Dom: 25. März bis 24. April 2022
  • Sommer-Dom: 22. Juli bis 21. August 2022
  • Winter-Dom: 4. November bis 4. Dezember 2022

Hamburger Dom und deren Öffnungszeiten

  • Montag-Donnerstag: 15:00 Uhr bis 23:00 Uhr
  • Freitag und Samstag: 15:00 Uhr bis 0:00 Uhr
  • Sonntag: 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Wer möchte, kann also in einer Woche bis zu 59 Stunden auf dem Hamburger Dom verbringen. Besonders lohnt sich dabei der Mittwoch, denn mittwochs ist Familien- und Kindertag mit ermäßigten Preisen für alle. Aber auch freitags werden Besucher nicht enttäuscht: dann findet um 22:30 Uhr das berühmte Feuerwerk statt.

Eines gibt es jedoch noch zu beachten, ehe das gesellige Treiben auf dem Rummelplatz losgehen kann: Auf dem gesamten Gelände herrscht strenges Hunde-Verbot. Davon ausgeschlossen sind natürlich Blindenhunde und Diensthunde. Einen kleinen Vorgeschmack zum Hamburger Dom gibt es hier:

Hamburger Dom – Adresse und Anfahrt

Mit dem Auto zum Hamburger Dom

Wer mit dem Auto zum Hamburger Dom fahren möchte, kommt mit der Adresse Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg im Navigationssystem zum Rummel. Das Festgelände liegt im Stadtteil St. Pauli, nah am Millerntor-Stadion des FC Sankt Pauli. Parkmöglichkeiten finden sich etwa im Nomis Quartier und auf dem Sonderparkplatz „Glacischaussee“.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hamburger Dom

Auch mit dem HVV geht es schnell und unkompliziert zum Volksfest:

Anreise mit dem Bus:

  • Bus-Haltestelle „Feldstraße“ – Metro Bus 3 und Nachtbus 602
  • Bus-Haltestelle „St. Pauli“ –Schnellbus 36 und 37, Buslinie 112, Nachtbusse 601, 607, 608, 609, 688

Anreise mit der S-Bahn:

Anreise mit der U-Bahn:

  • U-Bahn-Station „Messehallen“ – U2
  • U-Bahn-Station „Feldstraße“ – U3
  • U-Bahn-Station „St. Pauli“ – U3

Hamburger Dom: Der Ursprung des Volksfestes

Wer beim Hamburger Dom an eine Kirche denkt, wird von manch einem Ur-Hamburger zwar ein wenig belächelt, hat dabei in Wirklichkeit nicht ganz Unrecht: Namensgebend für den Rummel war nämlich tatsächlich der Alte Mariendom. Eine Kirche, in der seit dem elften Jahrhundert Händlern, Handwerkern und Schaustellern Zuflucht vor dem „Hamburger Schietwetter“ geboten wurde, wenn es ihnen auf den benachbarten Märkten wegen Sturm und Regen zu ungemütlich wurde.

Während der Eröffnung des Winterdoms 2021 unter 2G-Bedingungen auf dem Heiligengeistfeld standen Sören Lemke (m), der Leiter vom Dom-Referat, und das plüschige Maskottchen „Bummel“, vor dem Riesenrad im bunten Konfettiregen.

Im Jahr 1804 wurde der letzte Gottesdienst im Dom gehalten, bevor diese Kirche abgerissen wurde und sich die Händler und Schausteller auf die Marktplätze der Stadt verteilten. 1893 wurde dem Dom-Markt schließlich sein heutiger Standort, das Heiligengeistfeld, zugewiesen.

Der erste Winterdom fand im Jahr 1900 statt. 1930 fand dann der erste Frühlingsdom, auch als Frühlingsfest bekannt, statt. Schließlich kam 1947 dann der Sommerdom, das frühere Hummelfest, dazu. Durch diese drei Termine ist der Hamburger Dom zusammengelegt das am längsten stattfindende Volksfest Deutschlands.

Hamburger Dom – Geländeplan/Lageplan

Der Hamburger Dom ist wahrlich groß gestaltet – gar keine Frage! Bei einem etwa 160.000 Quadratmeter großem Gelände mit einer Sonderveranstaltungsfläche von 2.500 Quadratmeter kann so mancher Besucher aber dennoch schnell einmal die Orientierung verlieren.

Markante Orientierungspunkte sind der alte Flak-Bunker an der U-Bahn Feldstraße, deren neuer zusätzlicher Aufbau ihm nun den Namen „Grüner Bunker“ gibt und garantiert von überall sichtbar ist. Aber auch ein orientierender Blick auf das Millerntor Stadion erinnert daran, dass sich der U-Bahnhof St. Pauli dort befindet. Von hier ist es auch nicht mehr weit zur legendären Reeperbahn.

Barrierefreiheit auf dem Hamburger Dom: Alles auf einen Blick

Eingang: Es gibt zwei ebenerdige Haupteingänge (Eingang A, St. Pauli und Eingang G, Feldstraße).

Anreise mit der U-Bahn Linie 3 über die beiden barrierefreien U-Bahnstationen St. Pauli und Feldstraße.

Anreise mit dem Auto

  • 10 kostenlose Pkw-Behindertenparkplätze auf dem Sonderparkplatz Glacis Chaussee (Zufahrt über Kreuzung Millerntor/Budapester Str.)
  • 6 Pkw-Behindertenparkplätze auf dem Behindertenparkplatz Heiligengeistfeld (Budapester Str., Einfahrt zum St. Pauli-Stadion)

4 barrierefreie Toiletten (zum Beispiel beim Millerntor-Stadion im Gebäude der DOM-Wache).

Viele Fahrgeschäfte und Imbisse verfügen über abgeschrägte Rampen.

Hamburger Dom – wichtige Informationen

Die Dom-Wache dient als Polizei und Fundbüro, hier ist auch die Sanitäter-Station zu finden. Falls sich also ein Unglück oder ein Unfall ereignen sollte, sind das die wichtigsten Anlaufstellen. Wurde ein verlorener Gegenstand nicht bei der DOM-Wache abgegeben, ist das jedoch noch kein Grund zur Panik.

Alternativ lohnt es sich, beim Zentralen Fundbüro der Stadt Hamburg nachzufragen. Bei jeder großen Veranstaltung spielt der Sicherheitsaspekt eine bedeutende Rolle, so auch beim Hamburger Dom. Falls doch einmal etwas passieren oder verloren gehen sollte, bietet die nahegelegene Dom-Wache und das Fundbüro schnelle Hilfe. Die jeweiligen Schausteller und Besucher können sich vor Ort an das DOM-Referat unter Telefon 040/42 84 12 89 7I wenden.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare