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Hamburger Winterdom wird teuer: So wollen Schausteller Strom sparen

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Die große Hamburger Winterkirmes ist ein Stromfresser. Wie gelingt es Schaustellern auf dem Hamburger Winterdom 2022 in der Energiekrise Strom zu sparen?

Hamburg – Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und mit ihr auch der alljährliche Winterdom in Hamburg. Der Wnterdom 2022 überschneidet sich in diesem Jahr unglücklicherweise mit den Zeiten der Energiekrise – und das merken auch die Schausteller. Buden voller Lichter, Fahrgeschäfte und andere Attraktionen brauchen Strom und der ist aktuell nicht billig, im Gegenteil: Er wird immer teurer. Aus diesem Grund wollen die Schausteller dieses Jahr Strom sparen.

Wie soll das gehen?

VeranstaltungHamburger Winterdom
Ähnliche VeranstaltungenSommerdom (31 Tage im Sommer), Frühlingsdom (30 Tage im Frühjahr)
Erste urkundliche Erwähnung1329
OrtHeiligengeistfeld (seit 1880)
Fläche160.000 m2

Angst um Weihnachtsmärkte: Unter Einschränkungen werden sie stattfinden

Für die Schausteller ist es ein K(r)ampf: Nach rund drei Jahren Corona, in denen viele Märkte abgesagt wurden oder nur eingeschränkt stattfanden, sollte es endlich bergauf gehen. Dann kam die Energiekrise und kurzeitig war nicht klar, ob der 692. Winterdom und die Hamburger Weihnachtsmärkte überhaupt würden stattfinden können. Denn in Hamburg wie auch im Rest von Deutschland ist momentan Sparen angesagt: Strom, Gas und Heizöl. Das betrifft auch die Weihnachtsbeleuchtung. Nachdem bereits die Alstertanne in ihrer Leuchtzeit reduziert wurde und dieses Jahr später an und früher wieder aus geht, wird ein ähnliches Prinzip für die Hamburger Weihnachtsmärkte angewendet.

Selbiges gilt auch für den Winterdom 2022, der in diesem Jahr wieder ohne Corona-Einschränkungen, dafür aber mit Stromeinschränkungen stattfindet. Am 4. November wurde er eröffnet und wird noch bis zum 4. Dezember wie immer auf dem Heiligengeistfeld zu besuchen sein. Wer bereits dort war, dem ist aber vielleicht eines aufgefallen: Nicht alle Lichter brennen.

Strom sparen auf dem Winterdom: So wollen es die 223 Schausteller halten – 20 Prozent Reduzierung geplant

Der Grund dafür ist die Stromspar-Devise. Insgesamt wollen die 223 Schausteller, die mit ihren Karussells, Buden, Fahrgeschäften und Attraktionen auf dem Hamburger Winterdom 2022 vertreten sind, den Stromverbrauch um 20 Prozent reduzieren.

Hamburger Winterdom bei Nacht und im Kreis eine LED-Birne
Der Winterdom in Hamburg soll 2022 mit LED-Leuchten zum Stromsparen stattfinden. Außerdem gibt es insgesamt weniger Beleuchtung. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Yay Images & IMAGO Images/Hoch2/Stock Angerer

Robert Kirchhecker, Präsident des Schaustellerverbands Hamburg, sagt laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Obwohl Volksfeste von der Energiesparverordnung ausgenommen sind, versteht es sich von selbst, dass wir in der aktuellen Situation Energie einsparen werden.“ Um dieses Ziel zu erreichen, sei vor allem die Beleuchtung des Doms überarbeitet worden. Viele Schausteller wollen dieses Jahr auf einen Teil ihrer Beleuchtung verzichten und andere Stromfresser an ihren Buden, die nicht unbedingt nötig sind, ausgeschaltet lassen.

Das habe der Verband gemeinsam beschloss und trotzdem freue man sich auf einen „stimmungsvollen und farbenfrohen Winterdom“, so Kirchhecker. Zusätzlich haben laut Sören Lemke, dem Leiter des Dom-Referats der Wirtschaftsbehörde der Hansestadt Hamburg, beinahe alle Fahrgeschäfte und Attraktionen bereits auf umweltfreundlichere und sparfreudigere LED-Beleuchtung umgestellt. Außerdem sollen die großen Leuchtreklamen für den Winterdom am Horner Kreisel und vor den Elbbrücken nur noch bis 22 Uhr und nicht wie sonst die ganze Nacht beleuchtet sein.

Nachhaltigkeit im Fokus: Auch Müll soll auf dem Winterdom 2022 vermieden werden

Zusätzlich zum Thema Stromsparen hat sich der Winterdom2022 dieses Jahr auch etwas mehr dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben und will zumindest gegen zu viel Müll etwas tun. Zu diesem Zweck hat sich der Dom nun dem Pfandsystem RECUP angeschlossen. Wer auf dem Winterdom Getränke kauft, bekommt diese in einem 0,5 Liter-Pfandbecher für einen Euro. Die Becher können danach deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgegeben werden, die dann auch das Pfandgeld wieder herausgeben.

Sparen auch für Besucher: So wird es auf dem Hamburger Dom mit der Familie günstiger

Sparen ist in Zeiten der Inflation und der Energiekrise nicht nur für die Schausteller auf dem Winterdom ein Thema. Auch Privatpersonen sind von den gestiegenen Kosten für so ziemlich alles, was man im alltäglichen Leben braucht, betroffen.

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Zumindest die Preise auf dem Dom und anderen Weihnachtsmärkten sind seit dem Sommerdom dieses Jahres nicht gestiegen – und an einem Tag in der Woche können Familien noch extra sparen. Jeden Mittwoch ist nämlich Familientag auf dem Winterdom und viele Fahrgeschäfte bieten an diesem Tag ermäßigte Preise an. Außerdem findet am 18. November und am 2. Dezember noch einmal das traditionelle Dom-Feuerwerk statt.

Und das zu genießen, ist völlig kostenlos.

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