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Hamburger täuscht Corona-Infektion vor – Verurteilung

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Von: Tomasz Gralla

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Ein Hamburger täuscht eine Corona-Infektion vor und wird wegen Urkundenfälschung verklagt. Wir verraten den selbstsüchtigen Grund für den Betrug des Mannes.

Hamburg – Es geht offenbar auch in die andere Richtung. Ein Fall, in dem nicht ein negativer Coronatest (oder eine Impfbescheinigung) gefälscht wird, sondern ein positiver. Ein Mann aus Hamburg hält es für besonders clever, eine Infektion mit Covid-19 vorzutäuschen, um den Steuerfahndern zu entkommen. Was ihm nicht nur nicht gelingt, sondern auch noch eine Verurteilung inklusive happiger Geldstrafe einbringt.

Stadt:Hamburg
Fläche:755,22 Quadratkilometer
Einwohner:1.851.430 (Stand: 31. März 2021)
Vorwahl:040
Erster Bürgermeister:Dr. Peter Tschentscher (SPD)

Corona in Hamburg: Mann täuscht Infektion vor und kassiert Verurteilung

Im August 2020 wird ein Hamburger von Steuerbeamten der Hansestadt Hamburg zu einer Vernehmung vorgeladen. Auf diese und auch die Folgen der Vernehmung hat der 52-jährige Mann aber keine Lust und beschließt, eine Corona-Infektion vorzutäuschen. Er legt den Beamten einen positiven Coronatest vor. Doch dieser ist gefälscht – was den Beamten nicht lange verborgen bleibt.

Eine positiver Coronatest und ein Hamburger Gericht.
Gerichtsstrafe: Ein Hamburger täuscht positiven Coronatest vor, um der Steuerfahndung zu entgehen. (24hamburg.de-Montage) © Christian Charisius/dpa/imago

Der Betrüger fälschte laut Staatsanwaltschaft ein Schreiben eines medizinischen Labors, das ihm seine angebliche Infektion mit dem Coronavirus bescheinigte. Das Dokument schickte er dann an das Finanzamt für Prüfungsdienst und Strafsachen.

Wegen Urkundenfälschung wird der Hamburger vom Gericht zu einer Geldstrafe von 6000 Euro – 60 Tagessätze in Höhe von 100 Euro – verurteilt. Doch dieses Urteil will der Mann nicht auf sich sitzen lassen.

Coronatest-Fälscher in Hamburg legt Einspruch ein

Der verurteilte Coronatest-Fälscher legt Einspruch gegen das Urteil an. Seiner Meinung nach ist die Geldstrafe zu hoch. Bei seinem geringen Einkommen könne er der Aufforderung nicht nachkommen.

Am Montag, 15. November 2021, kommt es zu einem gerichtlichen Nachspiel, bei dem die Höhe der Strafe reduziert wird auf 60 Tagessätze á 26 Euro – ergo 2600 Euro.

Corona Hamburg: Strafen für gefälschten Impfpass und Coronatest

Der 52-jährige Hamburger kann von Glück sprechen, dass er mit einer solch glimpflichen Geldstrafe davon gekommen ist. Denn Fälschern von Corona-Tests, Genesenen- oder Impfnachweisen* sollen nach den Plänen der kommenden Ampel-Regierung im schlimmsten Fall bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen.

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Auch in Hamburg floriert das Geschäft mit gefälschten Impfpässen. Erst kürzlich hob die Polizei Hamburg eine Fälscherwerkstatt in Rahlstedt aus, wo rund 400 gefälschte Impfpässe und 30.000 Euro in bar sichergestellt wurden. In Finkenwerder sollen ebenfalls Impfgegner Impfnachweise gefälscht und verkauft haben – die Polizei ermittelt.

Währenddessen schießt die Inzidenz in der Elbmetropole wie auch in gesamt Deutschland in die Höhe. Der Senat hat deswegen neue Beschlüsse ausgerufen und die 2G-Regelung in Hamburg ausgeweitet. Betroffen sind auch die Weihnachtsmärkte in Hamburg, die nun ausschließlich für Geimpfte und Genese zugänglich sind. *24hamburg.de und kreiszeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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