1. 24hamburg
  2. Hamburg

Hamburger Sternekoch eröffnet Pop-up-Restaurant in Ottensen – und gibt Einblicke

Erstellt:

Von: Christian Einfeldt

Kommentare

Neues Lokal auf der anderen Seite der Alster: Hamburger Sternekoch und „Zeik“-Restaurant-Besitzer Maurizio Oster hat in Ottensen ein Pop-up-Restaurant eröffnet.

Hamburg – Um die Zutaten, die es braucht, um den Ansprüchen einer „modernen Küche“ gerecht zu werden, streiten sich die Koch-Gelehrten seit Jahrhunderten. Hamburger Sternekoch Maurizio Oster scheint sein Geheimrezept hingegen gefunden zu haben. Wie er dem Michelin Guide erzählt, verfolgt Oster einen kulinarischen Ansatz, der sowohl „nachhaltig-regional“ als auch „weltoffen“ ist – und ihm und seinem Restaurant „Zeik“ bereits einen Michelin-Stern eingebracht hat.

Kreative Menüs mit Fleisch und viel Gemüse – als Alternative auch in der vegetarischen Variante: Normalerweise bringt Oster und seine „Zeik“-Crew das Essen in der Siereichstraße in Winterhude auf die Teller. Nun der Wechsel auf die andere Seite der Alster. Oder wie es der 34-Jährige 24hamburg.de beschreibt: der Wechsel von einer „eher ruhigeren Ecke“ in ein „quirliges Viertels“ von Altona. Noch bis Anfang Februar hat das von Sternekoch Maurizio Oster eröffnete „Pop-up-Restaurant“ in Ottensen geöffnet. Was seine Gäste erwartet und wie es überhaupt zur Umsetzung der Idee kam.

Hamburger Stadtteil:Ottensen
Fläche:2,8 km²
Bezirk:Bezirk Altona
Einwohner:34.904

Bis Restaurant in Winterhude umgebaut ist: Neues Sterne-Restaurant in Ottensen eröffnet

Für den 34-jährigen Hamburger war das zurückliegende Jahr 2022 ein besonders ereignisvolles. Sein Restaurant „Zeik“ wurde mit einem Michelin-Stern ausgestattet, seine Kochkünste machten ihm beim Gastro-Fachmagazin „Rolling Pin“ zum „Newcomer des Jahres“. „An die Erfolge anknüpfen“ sei das erklärte Ziel für das Jahr 2023, bestätigt Oster dem Hamburger Abendblatt. Angesichts zahlreicher Auszeichnungen wie Teilnahmen an ZDF-Produktionen als TV-Juror lassen den Vorsatz zunächst schon ambitioniert genug erscheinen. Und doch vollzieht der Hamburger bereits die nächste Umsetzung eines langgeplanten Projektes.

Maurizio Oster.
Maurizio Oster: 2018 hat der Hamburger Sternekoch das Restaurant „Zeik“ in Winterhude übernommen. © Maurizio Oster

2018 hatte Oster das Lokal in Winterhude übernommen. Koch Axel Henkel überließ es dem damals 30-jährigen Maurizio Oster aus Altersgründen. Gut fünf Jahre später nennen ausgewiesene Szene-Experten das Restaurant „Zeik“, wenn es darum geht, welche nachhaltige wie regionale Küche im Raum Hamburg besonders empfehlenswert ist – ein gelungener Generationswechsel. Auf Instagram stellt Oster sein Team und seine kulinarischen Angebote vor. Dabei auch Thema – der Standortwechsel zu Jahresbeginn. Das „Zeik“ präsentiert sich seit dem 10. Januar 2023 als Pop-up-Restaurant in der Alten Schmiede in Ottensen. Hintergrund sind Maßnahmen, die laut des Kochs „längst überfällig“ waren.

Pop-up-Restaurant in Ottensen: Wo „sich alles um das kulinarische Handwerk dreht“

Wie Maurizio Oster berichtet, wurde in den Räumlichkeiten der Alten Schmiede bereits der erste Michelin-Stern gefeiert. „Alle waren von der Location begeistert“, so der Koch. Es ist ein Ort, der allen Ansprüchen genügen würde – sowohl für seine Crew, als auch seine Gäste. Es sei eben ein „Ort, an dem sich alles um das kulinarische Handwerk dreht“ – und daher ideal für die Errichtung eines temporären Pop-up-Stores.

Interessierte machen sich jedoch am besten ein eigenes Bild. Sie können sich dienstags bis samstags zwischen 19 Uhr und 00.00 Uhr selbst überzeugen lassen: von den Sternekoch-Künsten Osters und die seiner Crew sowie vom Standortwechsel, der laut Oster „noch ein paar Gäste aus Altona aufmerksam machen könnte“. Noch bis zum 2. Februar erwartet Gästen ein eigenwilliger Charme, der nicht zuletzt auch durch die Hinterhof-Romantik der Alten Schmiede zutragen kommt.

Noch heißt es also, Bahrenfelder Str. 201 statt Siereichstraße 112: In Winterhude sei man seine „Grenzen gestoßen“. Der „Mangel an Platz“ hat den Arbeitsalltag zusehends erschwert, aber auch die „Möglichkeiten zum Weiterentwickeln“. Zustände, die bald der Vergangenheit angehören. Ab dem 7. Februar steht die Wiedereröffnung in Winterhude an: dann noch größer, „noch effizienter“. Mit einer „komplett neuen Küche“, die vielleicht ja sogar den Weg zum nächsten Michelin-Stern ebnen könnte.

Auch interessant

Kommentare