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Hamburger Senat verspricht: „Weihnachtsmärkte und Winterdom finden statt“

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Von: Steffen Maas

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Wegen der Energiekrise sparen Städte, Unternehmen und Verbraucher, wo sie nur können. Beliebte Events sind aber nicht in Gefahr, verspricht der Hamburger Senat.

Hamburg – Dass Hamburg es ernst meint mit dem Energiesparen, das hat die Stadtverwaltung gezeigt, als sie im August einen detaillierten 25-Punkte-Plan zur Reduzierung des Energieverbrauchs vorgestellt hat. Darin enthalten sind viele Maßnahmen, die sich zusammenfassen lassen würden mit der Maxime: Konsequent das Licht ausknipsen. Doch im dunklen Winter stehen mit Weihnachtsmärkten und Winterdom einige beliebte Veranstaltungen im Eventkalender, dessen Charme und Atmosphäre viel mit dem beeindruckenden Lichtermeer zu tun haben. Da drängte sich bei vielen Bürgern die Frage auf: Sind die Traditions-Events in Gefahr? Auf Anfrage von 24hamburg.de beruhigt der Senat jetzt. Denn auch, wenn die Lage „sehr dynamisch“ sei: „Der Winterdom und die Weihnachtsmärkte finden statt.“

Name:Behörde für Wissenschaft und Innovation
Leitung:Michael Westhagemann
Sitz:Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg
Haushaltsvolumen:317,27 Millionen Euro (Stand: 2019)

Unternehmen der Weihnachtsmärkte und des Winterdoms: „Bereits umfangreiche Maßnahmen“ umgesetzt

Das sagt Dominic Völz, Pressesprecher der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI). Doch selbstverständlich beschäftigt das Thema die Verwaltungsmitarbeiter – nicht nur die in der BWI. „Alle zuständigen Behörden stehen im regelmäßigen Austausch“, erläutert Völz. „Es gibt dazu Gespräche mit dem Bund und in Hamburg mit den Schaustellern, Eventveranstaltern, den Akteuren aus Tourismus und Kultur und weiteren betroffenen Institutionen.“

Roncalli-Weihnachtsmarkt in Hamburg
Nicht unwahrscheinlich, dass es beim diesjährigen Weihnachtsmarkt wieder so hell wird wie hier beim Roncalli-Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt im Jahr 2017. Doch sicher ist: Die Beleuchtung wird kürzer angestellt sein und stromsparender sein. © Daniel Bockwoldt/dpa

Gespräche, die wohl schon Früchte getragen haben. Denn auch, wenn man die Events nicht ganz absagt, zwingen die äußeren Umstände die Veranstalter zum Umdenken: „Die beteiligten Unternehmen haben erklärt, dass sie bereits umfangreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung umsetzen.“

Maßnahmen zum Energiesparen: Reduzierte Beleuchtungszeit und LED-Lichter

„Dazu zählen beispielsweise neben der Reduzierung der Beleuchtungszeiten auch die Umstellung auf LED“, nennt Pressereferent Völz konkrete Ansatzpunkte. Das spätere Ein- und frühere Abschalten des Lichtermeers scheint in Zeiten der Energiekrise eine beliebte Maßnahme, denn zahlreiche Kommunen im benachbarten Niedersachsen hatten das auch verkündet. Ganz auf den Glanz zu verzichten – wie es der SPD-Kreisverband in Harburg zwischenzeitlich vorgeschlagen hatte – ist wohl keine Option.

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Die entsprechenden Unternehmen spielen also mit und kommen der Stadtverwaltung beim Thema entgegen: „Auf freiwilliger Basis werden sie voraussichtlich kurzfristig weitere Einsparungen in Höhe von rund 20 Prozent realisieren können“, unterstreicht Dominic Völz gegenüber 24hamburg.de. Die Hamburger werden also nicht auf Winterdom und Weihnachtsmärkte verzichten müssen.

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