Rassismus-Vorwürfe

Hamburger Polizei reißt Altenpfleger vom Rad – sie halten ihn für einen Drogendealer

Die Vorderseite eines Mercedes-Vito Polizeiautos (Symbolbild)
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Die Hamburger Polizei machte bei dem dunkelhäutigen Altenpfleger einen entscheidenden Fehler.

Ein Altenpfleger wurde bei seinem Job von der Polizei vom Rad gezogen. Er vermutet dahinter Rassismus. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Hamburg – Ein schwarzer Altenpfleger wurde Opfer von Polizeigewalt und vermutet dahinter Rassismus. John H. arbeitet in Hamburg bei einem mobilen Pflegedienst und legt seine Wege zu den Patienten per E-Bike zurück. Im April 2020 wurde er dabei von drei Beamten mit Gewalt von seinem Rad gerissen, weil sie ihn für einen Drogendealer hielten, der Zustellungen machte. Als die Polizisten ihren Irrtum bemerkten, entschuldigten sie sich sofort.

Der Vorfall nimmt den jungen Mann mit ghanaischen Wurzeln aber noch immer mit. Er ist in Therapie und erstattete außerdem Anzeige. Die Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft nun aber eingestellt, weil sie kein widerrechtliches Handeln feststellen konnte, wie 24hamburg.de berichtet. Das Verhalten des jungen Mannes sei Grund genug gewesen, auf einen Drogendealer zu schließen. John Hs. Hautfarbe soll mit dem Handeln der Polizisten nichts zu tun gehabt habe. Der Altenpfleger glaubt das aber nicht und hat Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens eingelegt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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