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Corona-Party-Alarm: Hamburger Polizei sprengt Shisha-Party

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Während die Regierung über Ausgangssperren berät, feiern manche Menschen trotz Corona weiter. Die Polizei Hamburg hat 18 Menschen in einer Shisha-Bar erwischt.

  • Hamburger Polizei löst eine Corona-Party im Keller einer Shisha-Bar in Hamburg-Wandsbek auf.
  • Dort saßen 18 Männer zusammen, rauchten und feierten.
  • Nun wurde eine Party in einer Shisha-Bar in Hamburg-Hamm aufgelöst.

Update vom Samstag, 16. Januar 2021, 09.05 Uhr: Hamburg – Unglaublich, aber wahr. Am Abend des 15. Januar hat die Hamburger Polizei erneut eine kleine Party in einer Shisha-Bar entdeckt und aufgelöst. Im Grevenweg wurden laut Polizeiangaben neun Männer dabei erwischt, wie sie trotz Corona und ohne Abstand oder Maske gemeinsam Shisha rauchten und Alkohol konsumierten. Das unfassbare: Die Shisha-Bar „El Pradrino“ hat damit schon zum zweiten Mal gegen die Corona-Auflagen verstoßen.

Daher erwartet den Betreiber auch die doppelte Strafe. Er muss statt 5000 Euro sogar 10.000 Euro blechen. Außerdem befanden sich unter den Gästen laut Hamburger Morgenpost auch zwei Minderjährige. Weshalb dem Besitzer ebenfalls eine Strafe wegen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz erwartet. Seine Gäste müssen wiederum mit einem Bußgeld in Höhe von jeweils 150 Euro rechnen.

Ausgeraucht: Hamburger Polizei löst Corona-Party in Shisha-Bar auf

Erstmeldung vom Freitag, 15. Januar 2021, 14.34 Uhr:

Hamburg – Das böse Wort „Ausgangssperre“ ist gerade in aller Munde, wird aktuell auch heiß in der Hamburger Politik diskutiert. Die Corona-Zahlen in Hamburg sind hoch – die Zahl der Toten auch. Da machen solche Vorfälle fast sprachlos: In Hamburg-Wandsbek hat die Polizei eine Corona-Party hochgenommen. 18 Männer machten es sich im Keller einer Shisha-Bar an der Wandsbeker Marktstraße gemütlich, dachten sie wären ungestört.

Polizei HamburgLandesbehörde
Gründung:26. Mai 1814
Bedienstete:10.358 (1. Februar 2018)
Leitung:Ralf Martin Meyer, Polizeipräsident
Aufsichtsbehörde:Inneres und Sport der Freien Hansestadt Hamburg

Doch ein aufmerksamer Zeuge oder Mitwisser muss von dem bunten Treiben gewusst haben. Er rief die Polizei – und die kam auch: Gegen 22.50 Uhr am Mittwochabend, 14. Januar 2021, verschafften sich die Beamten Eintritt. Im Keller fanden sie dann die 18 Männer-Runde vor. Der Betreiber, seine zwei Söhne, 15 Gäste – darunter viele Jugendliche.

Hamburger Polizei löst Corona-Party auf: Feierlustige zeigen keine Spur von Reue

Doch Reue? Fehlanzeige. Dafür Rechtfertigung. Der Inhaber soll zu einem Polizisten gesagt haben: „Wir wollen uns nur unterhalten und Wasserpfeife rauchen.“ Kriminell sei man nicht. Und außerdem: Im Raum seien überall Schilder über die Corona-Regeln zur Masken- und Abstandspflicht angebracht. Die Hamburger Polizei akzeptierte das nicht: Sie machten den Laden zu und leitete gegen alle Anwesenden Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Ausgeraucht: Die Hamburger Polizei stürmte am Mittwochabend eine illegale Corona-Party in einer Shisha-Bar in Wandsbek. (24hamburg.de-Montage)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hamburger Polizei eine illegale Corona-Party auflösen muss. 24 Männer ging es in der Nacht zu Heiligabend an den Kragen. Die Partygemeinschaft zockte im Hinterraum einer Firma Poker – ebenfalls im Hamburger Stadtteil Wandsbek. Die Polizisten machten kurzen Prozess und sprengten die Poker-Runde. Sie fand zudem Drogen, Geld und Waffen.

Für Einsätze sorgten in jüngster Zeit auch ein Mordfall, der den Hamburger Stadtteil Neuallermöhe erschütterte. Eine Schülerin wurde brutal in dem Fahrradkeller eines Reihenhauses erschlagen. Der Täter wurde gefasst, gegen ihn wurde nun Haftbefehl erlassen. Der Mord passierte an einem Wochenende, an dem es einige gewaltsame Todesfälle in der Stadt Hamburg gab. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: ©  Ameer Al Mohammedaw/dpa & Axel Heimken/dpa

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