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Hamburger Nachthimmel leuchtet: Erst Mars und Jupiter – dann Sternschnuppen

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Von: Christian Einfeldt

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Im November ist Hamburgs Nachthimmel Austragungsort vieler Naturschauspiele. Sicht auf fremde Planeten, Sternschnuppen und Vollmond – wann sie zu sehen sind.

Hamburg – In Hamburgs Novembernächten wird es hell. Der Mond entwickelt sich immer mehr zum Vollmond, Sternschnuppen schnellen durchs All und nicht zuletzt bekannte Planeten steigen weit über unsere Köpfe empor. Der Nachthimmel macht Platz für den Saturn, Jupiter und den Mars – auch weitere Himmelskörper könnten sich zeigen.

Ein besonderes Schauspiel, das mit Ankunft des Leoniden-Sternschnuppenregens ein gebührenden Abschluss findet.

Planet:Mars
Oberfläche:144.800.000 km²
Radius:3.389,5 km
Entfernung von der Sonne:227.900.000 km

Jupiter und Saturn: Planeten-Nachbarn erleuchten den Nachthimmel von Hamburg

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würden diesbezüglich eine Zahl von -2,7 mag nennen: Heller als der Jupiter leuchtet im November kein anderer Planet. Seinen Nachbarn Saturn stellt er damit locker in den Schatten. Der Jupiter ist demnach um ein Vielfaches heller – konkret etwa 25 Mal so hell. Besonders auffällig: Der Jupiter kam dem Mond schon am Freitag, 4. November 2022, besonders nahe. Sobald die Sonne untergegangen ist, soll der Planet an November-Abenden bereits zu sehen sein. Anfang November wäre das dann gegen 17.15 Uhr. Gegen Ende des Monats etwa um 16.45 Uhr.

Sternschnuppen.
Leoniden-Sternschnuppen: Das Phänomen gehört zu den vielen Naturschauspielen des Novembers. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Eine Viertelstunde später soll man laut ardalpha.de den Saturn erspähen können – auch er ist weitaus heller als die Sterne um ihn drum. Ein großer Vorteil: Im Sternbild des Saturns (Steinbock) befinden sich gar keine hellen Sterne. Anfang November könnte der Saturn bei klarer Sicht bis 23 Uhr zu sehen sein. Ende November geht der Planet schon gegen 21 Uhr „unter“. Zuletzt machten sich über Hamburg und dem Norden Deutschlands Wolken und Nebel breit, es bleibt also fraglich, ob die Weltraum-Phänomene des Novembers tatsächlich so einwandfrei zu beobachten sind.

Mars, Uranus, Neptun: Vollmond im November – doch Highlight sind Planeten über Hamburg

Im November könnte sich der Jupiter über Hamburg zeigen, wenig später auch der Mars. Wie ARD Alpha berichtet, ist der Mars gegen 20 Uhr (Anfang November) bzw. 17 Uhr (Ende November) zu sehen. Kundige des Nachthimmels können ihn dann im Sternbild Stier beobachten – weitaus östlicher als der Jupiter, doch sein markantes Leuchten verrät ihn. Am 8. November ist darüber hinaus Vollmond. Im September wurde der Vollmond zum Naturschauspiel. Auch im Oktober wurden einem etwa mit der Sonnenfinsternis viele Himmelsphänomene geboten. Doch das Augenmerk für alle Schaulustigen liegt diesen Monat wohl eher auf den Planten, die der Erde scheinbar einen Besuch abstatten.

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Wie ARD Alpha berichtet, kommen die Himmelskörper zum Teil schon, sobald die erste Abend-Dämmerung einsetzt – noch vor den ersten Sternen. Als wäre man im November nicht ohnehin schon Zeuge besonderer Schauspiele, könnte man noch weitere Planeten beobachten. Hier braucht es neben Glück wohl auch etwas Expertise: Uranus könnte sich im Sternbild Widder Anfang November zwischen 18.45 Uhr und 5.15 Uhr und Ende des Monats 18.15 Uhr bis 4.45 Uhr erkenntlich zeigen.

Darüber hinaus lohnt sich im November zwischen 18.45 Uhr und 1 Uhr nachts (Anfang November) bzw. 18.15 Uhr und 23 Uhr (Ende November) ein weiterer Blick in Richtung des Hamburger Nachthimmels. Auch der Neptun könnte dann zu sehen sein. Doch sowohl für Neptun als auch Uranus gilt: Ein Blick mit bloßen Augen wird nicht ausreichen. Es braucht ein Teleskop. Während Neptun zwischen dem 2. und 5. November nicht zu sehen ist, ist ein Blick in Richtung Uranus zwischen dem 6. und 10. November übrigens zwecklos. In beiden Zeiträumen versperrt der näherrückende Mond die Sicht auf die Himmelskörper.

Leoniden-Sternschnuppen: Bis zu 255.600 km/h schnell – und am 18. November am besten zu sehen

Nach Berichten des Hamburger Abendblatts bringen Sterne in Form der Plejaden (Sternbild Stier) Hamburgs Firmament am 8. November zum leuchten. Wenig später folgt der Abschluss der nicht gerade wenigen Astro-Highlights des Novembers: Ein Sternschnuppen-Regen legt sich über den Nachthimmel. Die aus dem Sternbild Löwe stammenden Lichter lassen sich auf Staubteile des Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurückführen. Sobald sie mit der Atmosphäre in Berührung kommen, sehen wir die Teilchen in Form des Sternschnuppen-Regens.

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Ein besonderes Charakteristikum der Leoniden ist ihre Geschwindigkeit – bis zu 70 Kilometer pro Sekunde (255.600 km/h). Erstmals zeigen sie sich am Sonntag, 6. November 2022. Ihr Maximum erreichen die Sternschnuppen jedoch erst in der Nacht vom 17. auf den 18. November. Vor allem die Morgenstunden des 18. Novembers könnten vielversprechend sein. Staubteilchen, die der Komet laut Experten bereits 1733 verloren haben könnte, treffen die Erde. Sie machen sich als äußerst helle Sternschnuppen bemerkbar – etwa dann, wenn die Morgendämmerung einsetzt.

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