Fokus auf lokale Künstler

Hamburger Kultursommer: 700 Live-Events und Open-Airs

  • Yannick Hanke
    VonYannick Hanke
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Der Hamburger Kultursommer 2021 macht Kultur während Corona möglich und lädt unter dem Motto „Play it loud!“ zur Rückkehr ins Leben ein. Hier gibt‘s den Überblick.

Hamburg – Die Hansestadt Hamburg dreht auf! Nachdem die Coronavirus-Krise das kulturelle Leben monatelang auf Eis gelegt hat, sind Open-Air-Veranstaltungen 2021 wieder möglich. Der diesjährige Kultursommer Hamburg lädt unter dem Motto „Play it loud!“ zu einer Rückkehr ins normale Leben ein. Im Vorfeld haben sich rund 220 Veranstalter aus der Stadt an der Elbe mit unterschiedlichsten Ideen und Formaten beworben.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Hamburger Kultursommer 2021: Open-Air-Veranstaltungen trotz Corona möglich – kultureller Neustart ist das Ziel

Vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 finden in ganz Hamburg verteilt Veranstaltungen statt, um Kulturschaffende samt Kultureinrichtungen beim Neustart zu unterstützen. Wie die Stadt Hamburg auf ihrem Online-Auftritt schreibt, hat „eine unabhängige Jury [...] über 100 Konzepte mit einem vielfältigen Kunst- und Kulturprogramm zur Förderung empfohlen“.

Der Kultursommer in Hamburg naht. Musiker, Musikerinnen und Bands mit lokalem Bezug präsentieren die kulturelle Vielfalt der Hansestadt. (24hamburg.de-Montage)

Diese sollen den Hamburgern „in ihren Stadtteilen vielfältige Kunst und Kultur bringen“. Das Programm im Rahmen des Hamburger Kultursommers wird überwiegend unter freiem Himmel veranstaltet. Es beinhaltet Konzerte auf kleinen und großen Bühnen, aber auch Theater- und Kunstperformances sowie Lesungen. Das dürfte nicht zuletzt Hamburgs Kultur-Größe und Kiez-Ikone Corny Littmann freuen.

Kultursommer in Hamburg 2021: Stadt setzt auf lokale Künstler – Senat fördert Programm mit 22 Millionen Euro

Doch ist das noch längst nicht alles. Zum Kultursommer Hamburg 2021 zählen auch mehrtägige Festivals, Ausstellungen und Filmvorführungen. Auf ihre Kosten sollen aber auch Kinder und Jugendliche kommen. Kulturelle Spielorte finden sich in allen Bezirken Hamburgs, öffentliche Plätze sowie Parks und sogar Dampfer auf der Alster sind fest eingeplant.

Das Besondere am diesjährigen Kultursommer in Hamburg ist, dass die geförderten Veranstalter für mindestens 75 Prozent der Programm-Beiträge Künstler aus Hamburg engagieren müssen. Auf diesem Wege „ist der Kultursommer auch ein unmittelbares Förderprogramm für jene, die auf diese Weise wieder lange erwartete Auftrittsmöglichkeiten von Live-Publikum erhalten“. Die Highlights der Kultursommers in Hamburg 2021 präsentiert 24hamburg.de in der Übersicht.

Highlights des Kultursommers in Hamburg 2021: Buntes Programm für kleine und große Hansestädter

  • 16. Juli: Bernd Begemann & Die Befreiung (Spielbudenplatz, Sankt Pauli; 20:00 bis 22:00 Uhr)
  • 17. Juli: MS Artville Kunsttage: Kunst, Diskurs und ein Auftakt (Alte Schleuse, Wilhemsburg; 12:00 bis 22:00 Uhr)
  • 19. Juli: Rats of Sankt Pauli (Spielbudenplatz, Sankt Pauli; 19:00 bis 21:00 Uhr)
  • 22. Juli: Elbblick Openair Filmfestival: Besondere Filme in besonderer Umgebung (Oberhafen-Kantine, HafenCity; 21:00 bis 23:30 Uhr)
  • 24. Juli: Ace Tee und fast ein Spektrum (Alte Schleuse, Wilhemsburg; 16:00 bis 22:00 Uhr)
  • 25. Juli: Lord Bishop: Südkultursommer 2021 (Harburger Rathausplatz; 12:30 bis 13:30 Uhr)
  • 28. Juli: Fräulein Frey Trio (Spielbudenplatz, Sankt Pauli; 19:00 bis 21:00 Uhr)
  • 29. Juli: Astra Stuben Vielfalt im Schrödingers am Schanzenpark (Schrödingers; 18:00 bis 22:00 Uhr)
  • 30. Juli: Kindermusik in Barmbek (Campus Quartier 21 Barmbek; 15:30 bis 17:00 Uhr)
  • 30. Juli: Jens Ohle: Junge Frau zum Mitreisen gesucht (Goldbekhaus, Winterhude; 18:00 bis 19:00 Uhr)
  • 1. August: Man singt Hamburgisch (Oberhafen-Kantine, HafenCity; 18:00 bis 21:00 Uhr)
  • 2. August: Die kleine Hexe (Das kleine Hoftheater, Horn; 15:00 bis 15:50 Uhr/17:00 bis 17:50 Uhr)
  • 3. August: Elbphilharmonie Gamelan Ensemble (Platz der Deutschen Einheit, HafenCity; 20:30 bis 21:30 Uhr)
  • 6. August: Fast ein Wilhelmsburger Festival (Alte Schleuse, Wilhemsburg; 16:00 bis 23:00 Uhr)
  • 8. August: Märchen für Groß und Klein: Erzählt von Hanna M. Schilling (Freizeitzentrum Schnelsen; 14:00 bis 15:00 Uhr)
  • 10. August: Mitgliedes des Philharmonischen Staatsorchesters (Platz der Deutschen Einheit, HafenCity; 17:00 bis 18:00 Uhr/20:30 bis 21:30 Uhr)
  • 11. August: Kinderkonzert: Peter und der Wolf (Corneliuskirche Fischbek; 16:00 bis 17:00 Uhr)
  • 12. August: Elbphilharmonie Publikumsorchester (Platz der Deutschen Einheit, HafenCity; 17:00 bis 18:00 Uhr/20:30 bis 21:30 Uhr)
  • 14. August: Smoothica (Platz der Deutschen Einheit, HafenCity; 17:00 bis 18:00 Uhr/20:30 bis 21:30 Uhr)
  • 15. August: Lurupina Kultursommer (Böverstpark, Lurup; 16:30 bis 19:30 Uhr)

Neustart der Kultur in Hamburg: Viele Veranstaltungen abseits vom Kultursommer geplant

Finanziert wird das Veranstaltungsprogramm des Hamburger Kultursommers aus dem Neustartfonds des Hamburger Senats. Die Regierung des Landes Hamburg hat für 2021 zusätzlich 22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Kunst und Kultur in der Hansestadt wieder möglich zu machen.

Der Hamburger Kultursommer soll jedoch erst der Auftakt für den ausgerufenen Neustart der Kultur in Hamburg sein. Es würden weitere sommerliche Kulturveranstaltungen hinzukommen, die unabhängig von der Kultursommer-Förderung stattfinden. Hierzu zählen beispielsweise der Elbphilharmonie Sommer ab dem 26. Juli oder das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel ab dem 4. August.

Restart Culture Parade in Hamburg macht auf prekäre Lage der Kulturbranche aufmerksam

Mit dem Kultursommer in Hamburg soll die Phase des großen Verzichtens auf freizeitliche Aktivitäten ein Stück weit beendet werden. Aber auch mit der Open-Air-Kino-Saison. Kulturschaffende in Hamburg hatten beispielsweise mit der „Restart Culture Parade“ auf die prekäre Situation einer ganzen Branche aufmerksam gemacht.

Und auch eine musikalische Größe in der Hansestadt wie Udo Lindenberg hatte vehement gefordert, der finanziell arg gebeutelten Kulturszene endlich unter die Arme zu greifen. In eine ähnliche Kerbe schlägt Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg.

„Die 22 Millionen sind jetzt dafür da, in diesem Sommer besonders darauf aufmerksam zu machen, dass kulturelles Leben wieder geht, und dieses auch zu ermöglichen“, heißt es von Brosda gegenüber „Szene Hamburg“. Kritik übt er am Bundeswirtschaftsministerium. „Das Programmieren der Überbrückungshilfen“ habe zu lange gedauert. „Das hat zu existenzbedrohenden Lücken geführt“. Mit dem Kultursommer in Hamburg sollen diese Lücken zumindest ein Stück weit geschlossen werden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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