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Verdi und Hafenbetriebe in Hamburg gehen in nächste Verhandlungsrunde

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Von: Christian Einfeldt

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Zähe Verhandlungen am Hamburger Hafen zwischen Arbeitgeber und Verdi: Für die Aushandlung eines neuen Tarifvertrags geht es nun in die neunte Verhandlungsrunde.

Hamburg – Die Tarifgespräche zwischen Verdi und den Betrieben des Hamburger Hafens gehen in die nächste Verhandlungsrunde. Nach der achten gab es zwischen der Gewerkschaft und den Hafenbetrieben noch keinen zufriedenstellenden Konsens – nun folgt am Mittwoch, dem 10. August 2022, um 10 Uhr, die neunte. Knapp vier Wochen nach dem 48-stündigen Warnstreik der Hafenarbeiter und einer zwischenzeitlichen neuen Verhandlungsrunde treffen sich die Tarifparteien abermals online, um Lösungswege für den Tarifkonflikt auszuloten.

Name:Hamburger Hafen
Gegründet:07. Mai 1189
Umgeschlagene Container:8,7 Millionen (2021)
Umgeschlagenes Stückgut:1,2 Millionen Tonnen (2021)

Hamburger Hafen: Verdi und Hafenbetriebe nehmen neunte Verhandlungsrunde auf

Am Hamburger Hafen, wo Containerschiffe aktuell mitunter wochenlang für Stau sorgen, bleibt eine Einigung zwischen Hafenbetrieben und Gewerkschaft weiterhin Zukunftsmusik. Die Vorstellungen gehen weit auseinander: Verdi blieb zuletzt auf eine Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigte. Die Forderung wurde durch die derzeitig hohe Inflation begründet. Die Arbeitgeber hingegen vermissten Kompromissbereitschaft. Das Forderungspakt, mit dem die Gewerkschaft in die Verhandlungen gegangen war, besteht nach Verdi-Angaben aus Lohnerhöhungen von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Verdi-Flagge weht vor dem Container Terminal Burchardkai.
Am Mittwoch, dem 10. August, beginnt die neunte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und Arbeitgeber. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge, hatten die Arbeitgeber vor rund einem Monat ein Angebot vorgelegt, das die Verdi wiederum nicht akzeptieren wollte: 12,5 Prozent für die Containerbetriebe und 9,6 Prozent für konventionellen Betriebe. Vertragslaufzeit: 24 Monate. Für Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Sanierungstarifvertrag taxiert der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) das Angebot auf 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten nach dpa-Informationen ihr nachgebessertes Paket als „final“ bezeichnet.

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Verhandlungen am Hamburger Hafen: Verdi und Arbeitgeber planen weitere Gespräche

Wie lange zieht sich noch eine endgültige Entscheidung? Die Frage bleibt wohl weiterhin offen. Unmittelbaren Einigungsdruck haben beide Seiten am Mittwoch demnach nicht. Auch der Termin für die zehnte Verhandlungsrunde steht bereit. Es ist der 22. August. Bis dahin sind nach einem vor dem Hamburger Arbeitsgericht geschlossenen Vergleich weitere Warnstreiks ausgeschlossen. (Mit dpa-Material)

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