Coronavirus-Lockerungen mit Wermutstropfen

Hamburger Winterdom 2020 findet statt – 6.000 Gäste erlaubt – aber: kein Alkohol!

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Der Hamburger Dom darf wieder öffenen. Mit dem Winterdom 2020 läuft das Volksfest des Nordens wieder an. Voraussetzung dafür ist ein Sicherheits- und Hygienekonzept. Die Stadt Hamburg übernimmt sogar die Kosten. Alkohol ist allerdings verboten. Kinder, Schausteller und Mormonen freuen sich.

Hamburg Kinder dürfen jubeln, Schausteller aufatmen. Trotz Coronavirus-Sars-CoV-2 darf der Hamburger Winterdom öffnen. Von Freitag, 6. November 2020, bis Sonntag, 6. Dezember 2020, könnte jetzt wie geplant das Kult-Volksfest auf St. Pauli* stattfinden. Einzige Voraussetzung ist ein Sicherheits- und Hygienekonzept. Der Hamburger Senat hat am Dienstag, 8. September 2020, entsprechende rechtliche Voraussetzungen geschaffen.

Volksfest:Hamburger Dom
Ort:Heiligengeistfeld
Nächstes Datum:Fr., 6. Nov. 2020 - So., 6. Dez. 2020

Hamburger Winterdom 2020 darf stattfinden: Stadt lockert Coronavirus-Regeln – strenge Auflagen für Volksfest auf dem Heiligengeistfeld

Schausteller hat die Coronavirus-Krise hart getroffen. Ihre gesamte Lebensgrundlage ist weggebrochen. Dreimal im Jahr findet der Hamburger Dom statt. Im Frühling, im Sommer und im Winter. Rund zehn Millionen Besucher kommen jährlich auf das Heiligengeistfeld auf St. Pauli. Zu Achter- und Geisterbahn, Zuckerwatte und Bratwurst. Doch im Jahr 2020, dem Jahr der Coronavirus-Pandemie, ist alles anders. Der Frühlings- und der Sommerdom 2020 mussten ausfallen.

Der Hamburger Winterdom 2020 darf öffnen. Unter strengen Auflagen. Alkohol ist unter anderem verboten. (24hamburg.de-Montage)

Doch jetzt gibt es Hoffnung. Denn der Hamburger Senat hat mit einer Änderung der Eindämmungsverordnung die Voraussetzung geschaffen, dass der Hamburger Winterdom 2020 stattfinden kann. Die neuen Regeln gelten ab Sonntag, 1. November 2020. Aber nicht nur das. Die Hansestadt* wird den Schaustellern auch finanziell entgegenkommen, wie Michael Westhagemann (parteilos), Senator für Wirtschaft und Innovation, ankündigte: „Ich bin froh, dass wir den Schaustellern jetzt grünes Licht geben können und ihnen darüber hinaus auch noch sagen: Standgebühren und Kosten für die Hygiene und Sicherheit übernimmt dieses Mal die Stadt.“

Schausteller müssen nichts bezahlen: Stadt Hamburg übernimmt gebühren für Coronavirus-Konzept

Doch bevor zu früh gejubelt wird, ergänzt er noch: „Trotz allem gilt es natürlich vorsichtig und verantwortungsvoll zu bleiben.“ Damit ist gemeint, dass trotz allen Entgegenkommens ein Hygiene- und Sicherheitskonzept hermuss. Sonst wird auch der Hamburger Winterdom 2020 nicht stattfinden. Um überhaupt wieder Karussell fahren zu können, sind natürlich einige Einschränkungen notwendig.

Hamburger Winterdom 2020: Diese Coronavirus-Maßnahmen gelten auf dem Volksfest auf St. Pauli

  • Nur noch drei statt 13 Eingänge. Ausgänge werden getrennt eingerichtet.
  • Absperrung des Veranstaltungsgeländes mit Sicherheitspersonal an schwer einsehbaren Bereichen.
  • Maximal 6.000 Besucher dürfen gleichzeitig auf den Hamburger Winterdom.
  • Auf dem Hamburger Winterdom 2020 darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Ein Konzept, bei dem natürlich enorme Kosten entstehen. Normalerweise kostet die Planung und Umsetzung des Hamburger Winterdoms rund 300.000 Euro. Durch ihre Standmieten bezahlen die Schausteller diese Aufwendungen. Durch das Coronavirus-Sars-CoV-2 und die notwendigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen entstehen Zusatzkosten von etwa 500.000 Euro, wie der Hamburger Senat mitteilt. Doch in der Stellungnahme heißt es weiter: „Die Stadt wird in diesem Jahr die gesamten Kosten übernehmen, um die Schaustellerfamilien aufgrund der weggebrochenen Einnahmesituation zu unterstützen.“

Auch Weihnachtsmärkte können 2020 in Hamburg stattfinden

Senator Andreas Dressel (SPD), Vorsitzender der Finanzbehörde, erklärt: „Für die Schausteller stellen sich angesichts vieler abgesagter Volksfeste nicht selten Existenzfragen. Hier hat der Senat u. a. mit Gebührenhilfen schnell gehandelt. Neben den zahlreichen anderen Soforthilfen, steuerlichen Maßnahmen und der Mehrwertsteuersenkung ist die heute beschlossene Finanzierung des Sicherheits- und Hygienekonzepts für den Hamburger Dom ein ganz wichtiger Schritt für diese besonders Coronavirus-Geschädigten.“ Übrigens: Auch der Hamburger SV hat ein Hygienekonzept vorgestellt*, damit wieder Zuschauer in das Volksparkstadion kommen dürfen.

Die Coronavirus-Lockerungen betreffen nicht nur den Hamburger Winterdom 2020. Auch die Standbetreiber auf Weihnachtsmärkten können sich Hoffnungen für den Jahresausklang machen. Zuletzt hatte der Hamburger Senat auch Lockerungen bei der Prostitution* beschlossen. Wie 24hamburg.de-Hamburg berichtet können auch Kultinstitutionen wie der Hamburger Fischmarkt* und das Reeperbahn Festival 2020* stattfinden. Doch nicht immer können Coronavirus-Infektionen verhindert werden, das beweist der jüngste Vorfall in einer Hamburger Szenebar: dort infizierten sich mehrere Mitarbeiter mit Covid-19. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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