„Es ist echt toll“

Hamburger Sommerdom 2021 vorbei: Schausteller ziehen Bilanz

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Der Hamburger Sommerdom 2021 ist vorbei. Nach vier Wochen Corona-Regeln, Zuckerwatte, Karussells und lachenden Kindern ziehen Schausteller eine positive Bilanz.

Hamburg – Die vier Wochen, in denen der Hamburger Dom 2021 seine Pforten für Besucher öffnete, endet am 29. August. Es waren schwierige Wochen für die Schausteller. Eine Zeit voller Corona-Auflagen, begrenzter Besucherzahlen und infolge dessen natürlich geringerer Einnahmen. Dennoch war nicht alles schlecht, wie die Bilanz der Menschen belegt, die auf und mit dem Hamburger Dom ihr Geld verdienen.

Volksfest:Hamburger Dom
Schauplatz:Heiligengeistfeld
Häufigkeit:Frühlings-, Sommer- und Winterdom
Ursprung des Hamburger Doms:11. Jahrhundert

Der Hamburger Sommerdom 2021 geht zu Ende

Letzten Endes hat dann doch alles ganz gut geklappt, auch wenn es zwischenzeitlich nicht so gut aussah. Nach anderthalb Jahren coronabedingter Dom-Pause konnte der Hamburger Sommerdom 2021 endlich wieder stattfinden – unter strengen Corona-Regeln, versteht sich.

So musste auf dem Dom-Gelände auf dem Heiligengeistfeld stets eine medizinische Maske getragen werden, der Eintritt war nur mit einem im Voraus getätigten Kauf eines Online-Tickets möglich. Die Anzahl der Besucher, die gleichzeitig auf dem Dom sein durften, war auf 7.500 begrenzt (anfangs war von 9.500 die Rede). Wegen steigender Inzidenzen auch in der Hansestadt mussten zudem alle befürchten, dass der Dom vorzeitig wieder geschlossen werden könnte. Doch dazu kam es nicht.

All das hört sich wenig erfreulich an, insbesondere für die Schausteller auf dem Rummel. Denn weniger Publikum bedeutet unweigerlich weniger Einnahmen. Doch wider Erwarten fällt das Résumé der Betreiber positiv aus.

Hamburger Dom 2021: Nicht dasselbe, aber dennoch ein Erfolg

Johannes Eberhard, der Inhaber der „Wilden Maus“, einer der beliebtesten Achterbahnen aus dem Hamburger Dom, „ist mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden“, zitiert die Mopo den 72-Jährigen. „Es ist schön, wieder Betrieb zu haben, auch wenn es mit Maske und den ganzen Regeln nicht dasselbe ist wie sonst.“ 

Max Eberhard Senior, Besitzer der Achterbahn „Wilde Maus“, vor seinem Fahrgeschäft auf dem Hamburger Sommerdom 2021

Auch der Zuspruch der Besucher war über die vier Wochen des Sommerdoms gegeben, zahlreich erschienen sie auf dem Rummel mitten auf St. Pauli und nutzen die angebotene Gastronomie wie auch die Fahrgeschäfte. Das ist auch dem Betreiber des Kinderkarussells „Highway Rallye No.2“, Jerome Harder, nicht entgangen: „Mir fiel ein Stein vom Herzen, als wir aufmachen konnten und ich gesehen habe, wie die Leute auf den Platz geströmt sind.“

„Die Dom-Zeit ist wie im Flug vergangen“

Der Betreiber der „Bauernkate“ auf dem Dom, Robert Kirchhecker, schwärmt laut der Hamburger Morgenpost für seinen Job: „Es macht immer Spaß Schausteller zu sein, weil wir anderen Menschen Freude bereiten.“ Dennoch gesteht er, dass es unter den aktuellen Bedingungen schwierig sei und rechnet auch vor, dass ihm durch die Auflagen 30 Prozent des Umsatzes wegfallen.

Ina G, die an einer der zahlreichen Losbuden auf dem Rummel arbeitet, blickt schon jetzt nostalgisch zurück: „Die Dom-Zeit ist wie im Flug vergangen.” Und weiter: „Es ist echt toll, endlich wieder hier auf dem Dom arbeiten zu können.“ Ein Wiedersehen gibt es ja vielleicht schon in ein paar Monaten, denn dann wird, wenn Corona es zulässt, der Winter-Dom stattfinden. *24hamburg.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Elias Bartl

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