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Jetzt doch: Auch Hamburg verzichtet ab Februar auf Masken- und Isolationspflicht

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Von: Steffen Maas

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Die Corona-Verordnung in Hamburg wird zunächst bis Ende des Monats verlängert. Zum 1. Februar 2023 fallen Maskenpflicht und Isolationspflicht auch in der Hansestadt weg.

Update von Freitag, 13. Januar 2023, 14:17 Uhr: Das ging schnell: Nur kurze Zeit nach der Bekanntgabe, dass die laufende Corona-Eindämmungsverordnung in Hamburg mitsamt Maskenpflicht und Isolationspflicht verlängert wird, meldet der Hamburger Senat das baldige Ende aller Maßnahmen – am 1. Februar 2023. Die Infektionslage erlaube, „im Einklang mit bundesweiten Entscheidungen, auch in Hamburg die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie die bestehenden Isolationspflichten […] aufzuheben“, heißt es in einer Mittelung der Sozialbehörde.

Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) begründet die Entscheidung am Freitagnachmittag mit der mittlerweile deutlich entschärften Situation in der Hansestadt: „Hamburg hat eine sehr hohe Impfquote. Hinzu kommt ein großer Immunschutz der Bevölkerung. Darüber hinaus haben wir seit Weihnachten rückläufige Infektionszahlen“, sagt die 51-Jährige. Vor diesem Hintergrund könne man die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zum Monatsende aufheben.

Wir setzen dann auf die Eigenverantwortlichkeit der Hamburgerinnen und Hamburger. Jede und jeder kann für sich entscheiden, wann das Tragen einer Maske sinnvoll ist. Zudem gilt nicht nur für Infektionen mit dem Corona-Virus: Wer krank ist, bleibt zu Hause.

Melanie Schlotzhauer (SPD), Gesundheitssenatorin in Hamburg

Hamburger Corona-Verordnung bis Ende Januar verlängert – nur eine Änderung

Erstmeldung von Freitag, 13. Januar 2023, 11:53 Uhr:

Hamburg – Hamburg bleibt beim Coronavirus weiter Corona-vorsichtig: Der Hamburger Senat verlängerte am Donnerstag, 12. Januar 2023, die bestehende Eindämmungsverordnung und den Großteil ihrer Maßnahmen. Weil das Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie am 14. Januar ausgelaufen wäre, verschafft sich die Stadtverwaltung einen Aufschub bis zum Ende des Monats. Damit wird das zuletzt viel diskutierte Ende der Maskenpflicht im Bus- und Bahnverkehr sowie der Isolationspflicht zunächst aufgeschoben. Kleine Änderungen gibt es für medizinisches Personal im Gesundheitswesen.

Name:Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Leitung:Melanie Schlotzhauer (SPD)
Sitz:Hamburger Straße 47, 22083 Hamburg
Haushaltsvolumen:etwa 4,5 Milliarden Euro (2023; Entwurf)

Corona-Verordnung in Hamburg: „Freitesten“ für Gesundheitspersonal jetzt einfacher

Trotz intensiver Debatten um eine mögliche Entlastung der personell angespannten Gesundheitseinrichtungen müssen die Angestellten in Praxen, Kliniken und Co. zwar weiterhin bei einem positiven Corona-Befund für fünf Tage in Isolationspflicht. Eine Änderung gibt es jedoch bei der Regelung zur Rückkehr aus der Heim-Isolation.

„Künftig können sich die Mitarbeitenden nach Ablauf der fünftägigen Isolation vor Wiederaufnahme der Tätigkeit auch mittels Schnelltest bei ihrem Arbeitgeber freitesten, wenn sie seit mindestens 48 Stunden ohne Symptome sind“, erklärt die Sozialbehörde Hamburg. Das sei eine Vereinfachung des Prozesses, da das sogenannte „Freitesten“ zuvor nur per PCR- und Schnelltest an einer Corona-Teststelle möglich gewesen sei.

Maske auf Bahnsteig in Hamburg in klein Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer
Die Maskenpflicht fällt noch nicht in Hamburg: Die Sozialbehörde um Senatorin Melanie Schlotzhauer (kl.) verlängert die Corona-Eindämmungsverordnung ohne große Änderungen bis zum 31. Januar 2023. (24hamburg.de-Montage) © Marcus Brandt/Jonas Walzberg/dpa

Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer: „Der Schutz vulnerabler Gruppen bleibt wichtig“

Die Verordnung enthalte generell nur noch wenig, aber wichtige „Basisschutzmaßnahmen“, heißt es in der Mitteilung der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration. „Der Schutz der vulnerablen Gruppen bleibt derzeit wichtig. In Hamburg wird die Isolationspflicht wie auch die Maskenpflicht im ÖPNV zunächst bestehen bleiben“, unterstrich dazu Senatorin Melanie Schlotzhauer.

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Mit der Verlängerung der Verordnung verschafft sich die Sozialbehörde in der Diskussion um das Wegfallen letzter Maßnahmen noch zwei Wochen Schonfrist. Zuletzt hatten auch Niedersachsen und Bremen angekündigt, zum 1. Februar 2023 auf die Isolationspflicht zu verzichten. Die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr – das andere große, bundesweite Streitthema – stehe dort zumindest offiziell auf dem Prüfstand.

Auch Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer lässt einblicken, dass die Coronaschutz-Verordnung in der Hansestadt nicht gedankenlos fortgeführt wird: „Im Übrigen bewerten wir die Lage – auch mit Blick auf die Regelungen der norddeutschen Länder – kontinuierlich neu“, fügte sie der Mitteilung des Senats hinzu. Mehr Druck, die Masken-Regeln auch in Hamburg zu lockern, dürfte am Freitag dadurch entstanden sein, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) das Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Fernverkehr für den 2. Februar 2023 angekündigt hatte.

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