1. 24hamburg
  2. Hamburg

Hamburger Preise für Benzin und Diesel in Rekord-Höhe: Das empfiehlt der ADAC

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Der Ukraine-Krieg zeigt Auswirkungen außerhalb des Kriegsgebiets. Die Preise an den Rohstoffmärkten steigen. Damit auch die Preise für Benzin- Dieselkraftstoff.

Hamburg – Wer A(uto) sagt, der muss auch B(enzin) sagen. Dieses leicht erweiterte Sprichwort ist so nichts Neues. Selbst dann, wenn ein Fahrer oder eine Fahrerin statt mit Benzin sein oder ihr Auto mit Super oder Diesel betankt, um mit genügend Kraftstoff im Tank von A nach B zu kommen. Kurzum: Wer ein Auto sein Eigen nennt, weiß: ich muss nicht nur beim Kauf meines fahrbaren Untersatzes zahlen. Sondern eben auch, wenn es um andere Dinge wie Tanken oder aber auch die notwendige Versicherung geht.

Vor allem die Sache mit dem Tanken dürfte aktuell den wenigsten Hamburgerinnen und Hamburgern schmecken. Denn: die Preise steigen und steigen, erreichen ungeahnte Rekord-Höhen. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine grüßen leider auch an der Zapfsäule unermüdlich. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V, kurz ADAC, hat Tipps, wie Autofahrer und Autofahrerinnen darauf reagieren können.

Europas größter Verkehrsclub:ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V)
Mitglieder:21,2 Millionen
Präsident:Christian Reinicke
Gegründet:24. Mai 1903 in Stuttgart

Dieselkraftstoff, Benzin & Co: Preise in Hamburg erreichen Rekordwerte – darum steckt der Ukraine-Krieg hinter dem Preisanstieg

Der Ukraine-Krieg* ist seit dem 24. Februar 2022 in vollem Gange und wird nicht nur von Hamburg aus, wo Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) schon am ersten Kriegstag von einem „schwarzen Tag“ für Europa“ sprach, mit Angst und jeder Menge Solidarität für die Ukraine beobachtet. Solidarität in Form dessen, dass Hamburg Flagge zeigt. Und immer wieder auf die Straße geht. So wie bei der großen Demo in Hamburg am Donnerstag, 3. März. So wie es auch für die Zukunft – beispielsweise am Samstag, 5. März 2022 auf der nächsten Demo gegen den Ukraine-Krieg – in der Hansestadt Hamburg immer wieder geplant ist.

Im Hintergrund sind Zapfsäulen einer Tankstelle zu sehen. Davor ein Mann, der sich die Haare rauft und eine Geldbörse mit Euroscheinen.
Schock an den Tankstellen in Hamburg: Die Benzin-Preise haben wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs einen Höchstwert erreicht – was können Autofahrer jetzt tun? (24hamburg.de-Montage) © teutopress/Steinach/YAY Images/imago

Dass der Ukraine-Krieg auch außerhalb des Kriegsgebietes seine Folgen haben wird, war längst absehbar. Allei schon in Sachen Flüchtlingen, von denen die ersten aus der Ukraine bereits Hamburg erreicht haben und kostenlos den HVV nutzen dürfen. Viele Menschen in der Stadt fragen sich derweil: Wie geht das, wenn man Flüchtlingen in Hamburg privat eine Unterkunft bieten will? Aber auch auf anderen Ebenen hat der Ukraine-Krieg seine Arme bis nach Hamburg ausgestreckt. Bei den Sachspenden für die Ukraine. Oder aber bei den Oligarchen-Yachten im Hamburger Hafen. Und eben bei den Preisen für Benzin, Diesel & Co.

Rekord-Niveau bei Benzin-Preisen in Hamburg: So extrem ist die Lage auf den Rohstoffmärkten

Eine der größten Ängste von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher und Innensenator Andy Grote, der sich Coronavirus infiziert hat, hat sich bislang noch nicht bewahrheitet: Mögliche Cyber-Attacken auf Hamburg, auf die die Hansestadt reagieren müsste. Dafür aber wächst der Ärger der Hamburgerinnen und Hamburger, wenn es darum geht, den Weg zur Tankstelle zu nehmen und die Zapfsäule anzusteuern. Den entgegen der Aussicht, dass sich die Benzinpreise trotz des Krieges in der Ukraine nicht nochmal stark erhöhen würden, droht jetzt beim Tanken der Preis-Hammer: das Benzin kostet Rekord-Summen. Frust ist vorprogrammiert.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Doch warum ist das überhaupt so? Und was können Autofahrerinnen und Autofahrer gegen die Preis-Explosion bei den Kraftstoffen Benzin, Super, Diesel und Co tun? Nun, Teil eins der Frage ist schnell beantwortet: Die Tankstellen reagieren nicht nur in Hamburg auf die Lage an den Rohstoffmärkten, wo die Preise wegen des Ukraine-Krieges ebenfalls in die Höhe geschossen sind. Bester Beleg dafür: Der Preis für Barrel der Sorte Brent erreichte zwischenzeitlich fast den Preis von 120 Dollar pro Barrel (159 Liter) – das war zuletzt 2012 der Fall.

Hamburger Benzin-Preise erreichen Rekord-Höhe: Mit diesem Trick könnten Autofahrerinnen und Autofahrer Glück haben

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, spiegele der Anstieg der Preise die Furcht vor Versorgungsengpässen im Energiebereich wider – schließlich ist Russland, dessen Präsident Wladimir Putin den Ukraine-Krieg ausgelöst hat, der zweitgrößte Erdöl-Exporteur der Welt. Zwar betreffen verhängte Sanktionen nicht die Ausfuhr von Öl, doch durch diese sei der Handel erschwert. Und: Westliche Firmen „sanktionieren sich selbst“, indem sie kein russisches Öl mehr kaufen und stattdessen nach Alternativen suchen, so Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote.

Die Verbraucher müssen sich tendenziell auf vorerst weiter steigende Spritpreise einstellen.

Prognose eines ADAC-Sprechers für die Preisentwicklung in den kommenden Tagen und Wochen

Damit zu Frage zwei: Was können Autofahrerinnen und Autofahrer tun? Der ADAC empfiehlt: die Preisschwankungen an den Zapfsäulen zu nutzen und bevorzugt abends statt morgens zu tanken – dann sei das Tanken um einige Cent billiger als in den Morgenstunden. Bitter für alle, die von A nach B wollen und Benzin, Diesel oder Super in ihren Tanks brauchen: Der ADAC rechnet damit, dass die Preise noch weiter steigen werden. „Die Verbraucher müssen sich tendenziell auf vorerst weiter steigende Spritpreise einstellen“, zitiert das Abendblatt einen ADAC-Sprecher. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare