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Nullnummer vom Bund: Nur drei Hamburger Apotheken bieten Corona-Impfung an

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Von: Robin Dittrich

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Seit heute ist es möglich, sich in Hamburger Apotheken gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Allerdings machen trotz Berechtigung gerade mal drei Apotheken mit.

Hamburg – Nur neun von knapp 380 Apotheken sind überhaupt dazu berechtigt, in Hamburg Impfungen gegen das Coronavirus durchzuführen. Allein das klingt schon sehr wenig, doch die Zahlen werden real noch kleiner: Auf Nachfrage von 24hamburg.de sind es gerade einmal drei Apotheken, die tatsächlich impfen!
Woran liegt das? Kommt dieser Part der Impfoffensive zu spät? Die Inzidenz in Hamburg liegt aktuell bei über 1400. Insbesondere für den kommenden Totimpfstoff Novavax sollen die Apotheken eigentlich die Impfzentren entlasten. Ob das funktioniert, scheint bei der geringen Beteiligung aber eher fraglich.

Zur Impfung berechtigte Apotheken:Neun
Apotheken, die Impfungen anbieten:Drei
Bereits geschulte Apotheker:200
Impfquote vollständig Geimpfte in Hamburg:80 Prozent

Nur drei von knapp 380 Hamburger Apotheken bieten bisher eine Corona-Impfung an

Am Montag den 7. Februar teilte Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, mit, dass ab Dienstag in Apotheken geimpft werden darf. Diese Berechtigung gilt ausschließlich für die Covid-19-Impfung. Nur drei der berechtigten Apoteheken machen davon bisher auch Gebrauch. Immerhin: Weitere 20 Apotheken sollen in kürzester Zeit folgen. Die geringe Beteiligung der Apotheken erklärt Siemsen damit, dass es oftmals an den nötigen Räumlichkeiten fehle. Zudem blieben durch spät erwirkte Berechtigungen der Apotheken „die Impflinge aus.“

Es ist ein großes Schild mit einem Apotheken-Zeichen zu sehen. In einem kleineren Kreis daneben sind zwei Hände abgebildet, die ein Pflaster auf einen Oberarm setzen.
Apotheken in Hamburg nehmen Impfberechtigung noch nicht an (24hamburg.de-Montage). © Florian Gärtner/Wolfgang Maria Weber/Imago

Rund 80 Prozent der Hamburger sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft – geboostert immerhin schon über 50 Prozent. Auch deshalb wird in Hamburg immer wieder über weitere Lockerungen spekuliert. So wird am kommenden Samstag bereits die 2G-Regelung im Einzehandel fallen, weitere Regeln könnten noch im Februar gekippt werden. Die Reihe der Impfmuffel könnte sich auch mit der Lieferung des Totimpfstoffes Novavax lichten. Auch das könnte schon Ende Februar der Fall sein. Dann könnten bis zu 150 Apotheken eine Impfung anbieten – so viele meldeten sich bisher für die erforderlichen Schulungen an.

Einige Apotheken bewarben sich ursprünglich für eine Impfberechtigung, möchten diese jetzt aber doch nicht mehr nutzen. Entweder sie möchten doch nicht mehr an den Schulungen teilnehmen oder sie erwarten keinen allzu großen Andrang. Ob die 200 bereits geschulten Apotheker deshalb in Zukunft eine Impfung anbieten werden, scheint fraglich. Von den neun bisher berechtigten Apotheken wollen mindestens drei auch zukünftig keine Impfungen durchführen.

Ebenfalls Interessant: Warum eine freiwillige Infizierung auch bei Omikron keine gute Idee ist.

Welche Hamburger Apotheken bieten eine Corona-Impfung an?

Die Apotheke mit den meisten verfügbaren Impfterminen ist wohl die Adler Apotheke im Wandsbeker Quarree. Termine können dort nur online gebucht werden, ohne Termin gibt es leider keine Impfung. Die Adler Apotheke führt selbst nur Drittimpfungen aus. Die Termine dafür sind täglich ab 17:30 Uhr verfügbar, die Kapazitäten sind allerdings stark begrenzt. Über die gleiche Buchungs-Seite kann jedoch schon ab 13:00 Uhr ein Impftermin beim HNO-Arzt des Quarrees gebucht werden.

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Eine weitere Impf-Anlaufstelle ist die Apotheke Othmarscher Höfe. Die Impfungen werden dort nur Donnerstags von 10:00 bis 17:40 Uhr angeboten. Auch hier muss online ein Termin gebucht werden. Es wird mit verhaltenem Andrang zu Beginn gerechnet, obwohl die Apotheke schon vor Start der Impfkampagne viele Anfragen hatte. Zuletzt bietet die Berg-Apotheke in Hamburg-Wilsdorf Impfungen an. Termine können nur telefonisch vereinbart werden. Wichtig ist in allen teilnehmenden Apotheken das Mitbringen der nötigen Formulare sowie die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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