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Hamburg will die Impflücke schließen – aber jetzt ist auch Moderna knapp

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Inzidenzzahlen steigen immer höher. Hamburg will schnellstmöglich die Impflücke schließen und weiter boostern. Doch der Impfstoff ist rar – auch Moderna jetzt knapp.

Hamburg – Die Corona-Zahlen in der Hansestadt Hamburg nähern sich am Mittwoch, 1. Dezember 2021, einer neuen Höchstmarke. Die Inzidenz liegt mittlerweile bei einem Wert von 248 – 740 neue Infektionen registrierte die Hamburger Gesundheitsbehörde binnen 24 Stunden. Auffällig: In der vergangenen Woche infizierten sich deutlich mehr Ungeimpfte mit dem Coronavirus. Während der Inzidenzwert unter ihnen bei 868,2, lag, betrug der Wert unter den vollständig Geimpften nur 24,0. Die einzige Lösung aus der Pandemie beschrieb Peter Tschentscher (SPD) unter Woche mit den Worten: „impfen, impfen, impfen“. Doch genau da liegt das Problem. Es gibt einfach zu wenig Impfstoff in der Stadt – sogar Moderna wird knapp.

Stadt:Hamburg
Corona-Neuinfektionen (Stand 1. Dezember):740
Corona-Inzidenz (Stand 1. Dezember):248
Hospitalisierungsquote (Stand 1. Dezember):1,19

Gesundheitssenatorin Leonhard bittet Hamburger bei Booster-Impfungen um Geduld: Impfstoff ist knapp

Weil die Corona-Zahlen landesweit wieder ansteigen und sich auch immer häufiger Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren, können viele es bis zur Booster-Impfung gar nicht abwarten. Teilweise sind die Schlangen vor den Impfzentren kilometerlang, so auch kürzlich vor der Hamburger Elbphilharmonie. Bürgermeister Peter Tschentscher hatte bereits am Dienstag, 30. November, in einer Pressekonferenz im Rathaus darauf hingewiesen, dass in der Stadt derzeit einfach zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Er rief noch Ungeimpfte ausdrücklich dazu auf, sich in den Schlangen vorzudrängeln. Es sei wichtiger, die Impflücke zu schließen, als zu boostern, so der Tenor des Bürgermeisters.

Blick vom Hamburger Hafen auf die Landungsbruecken und den Michel, dazu ein Ausschnitt von einer Corona-Impfung.
Hamburg will schnell die Impflücke schließen, doch der Impfstoff ist knapp – auch der von Moderna. © imago

Dem schließt sich nun auch Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard an – insbesondere rief sie Menschen, deren sechs Monate nach der Zweitimpfung noch nicht abgelaufen sind, dazu auf, sich nicht in die Schlangen der Impfzentren zu stellen. Auch sie wies in einer Pressekonferenz jetzt noch mal auf die Impfstoffknappheit in Hamburg hin. „Wir sind im Moment weiterhin in der Situation, dass wir jede Woche genau einteilen müssen, was haben wir an Impfstoffen bekommen und was impfen wir“, sagte sie.

„Wir müssen die Impflücke schließen“: Melanie Leonhard will Erstimpfungen vorziehen – nach Biontech nun auch Moderna knapp

Ähnlich wie Bürgermeister Tschentscher wies auch Melanie Leonhard auf die Priorisierung der Erstimpfungen hin. „Wir müssen die Impflücke schließen“, sagte sie. Deshalb bat sie Menschen, die derzeit auf eine Booster-Impfung warten, um Geduld. In der vergangenen Woche sei in Hamburg nur die Hälfte der bestellten Menge Biontech angekommen, so die Gesundheitssenatorin. Und mehr noch: Auch bei Moderna werde es jetzt zu Kontingentierungen kommen, sagte Leonhard deutlich.

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Aktuell stehe zwar noch recht viel Moderna-Impfstoff zur Verfügung – die Frage ist aber: wie lange noch. Erste Anlaufstelle für eine Booster-Impfung sollen weiterhin die Hausärzte der Stadt sein. „Rechnen Sie aber nicht damit, dass Sie morgen in die Praxis bestellt werden“, machte die Gesundheitssenatorin deutlich. Wer keinen Hausarzt hat oder keinen Termin bekommen kann, könne einen Impftermin über die Telefonnummer 116117 vereinbaren, so Leonhard. Wenn auch dort nichts zu holen ist, könne man auf die städtischen Impfangebote zurückgreifen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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