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„Wärmflasche vorm Bauch“: Hamburger Behörden wollen mehr Energie einsparen

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Von: Kevin Goonewardena

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Hamburg setzt höhere Energiesparmaßnahmen um, als vom Bund gefordert. Senator Dressel betont Vorbildfunktion. 30 Prozent sollen eingespart werden.

Hamburg – Die Hansestadt Hamburg will mit einem großangelegten Energiesparprojekt noch in diesem Winter den Heizenergieverbrauch in öffentlichen Gebäuden um 30 Prozent senken. Mit einer messtechnischen Optimierung sowie dem Einbau neuer Thermostate sollen rund 15 Gigawattstunden Energie eingespart werden – in etwa der Jahresverbrauch von 1800 Wohnungen mittlerer Größe. Betroffen von der Maßnahme sind auch die etwa 3000 Beschäftigten bei der Altonaer Bezirksverwaltung, wie Stefanie von Berg, Bezirksamtschefin in Altona, im Rahmen des Nachhaltigkeitsevents „N-Klub“ sagte. Das berichtet die Hamburger Morgenpost.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen
Regierungschef:Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD)

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Altonaer Bezirksamtschefin „Auch schon mit Wärmflasche vorm Bauch und Decke um die Schultern gesessen“

Sie habe auch schon mit Wärmflasche vorm Bauch und Decke um die Schultern im Bezirksamt gesessen, so von Berg im Interview „Ich finde, da bricht mir kein Zacken aus der Krone.“ Die aktuell in den Gebäuden der Bezirksverwaltung herrschenden 19 Grad, seien zwar „frisch, aber man gewöhnt sich dran.“ Der Schritt, den die Stadt Hamburg mit den Maßnahmen zur Absenkung der Temperatur geht, gehe laut der Stadt weit über die jüngsten Vorgaben der Bundesregierung hinaus. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) spricht in diesem Zusammenhang von einer Vorbildfunktion und betont die Hebelwirkung, die das Energieeinsparen bei städtischen Gebäuden schon allein wegen ihrer enormen Größe hätte.

Altonaer Rathaus
Auch hier muss Energie gespart werden: das Altonaer Rathaus am Platz der Republik © Marco Nickel / Imago

Bereits seit August lässt die Stadt in überwiegend großen öffentlichen Gebäuden an rund 10.000 Heizkörpern einen sogenannten hydraulischen Abgleich durchführen. Das messtechnisch gestützte Verfahren ermögliche die gleichmäßige Erwärmung aller Heizkörper in allen Räumen und verhindere so einen Mehrverbrauch durch Über- oder Unterversorgung.

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Energiekrise Hamburg: Neue intelligente Thermostate für städtische Verwaltung

Parallel werden neue, intelligente Thermostate installiert. „Diese erkennen automatisch, ob und wann ein Raum genutzt wird und beheizen diesen bedarfsgerecht“, heißt es. „Das ist deshalb so wichtig, da Gewerbeflächen, wie Büros oder Schulen meist durchgängig beheizt, aber bis zu 80 Prozent der Zeit überhaupt nicht genutzt werden, beispielsweise nach Feierabend, am Wochenende oder an Homeofficetagen.“ (mit Material der DPA)

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