Trotzdem hohe Rabatte

Hamburg heute: Verkaufsoffener Sonntag am 8. November fällt nun aus

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Der verkaufsoffene Sonntag am 8. November 2020 in Hamburg findet nicht statt – das Coronavirus ist schuld. Viele Händler versuchen einer Pleite mit hohen Rabatten entgegenzuwirken.

  • Der verkaufsoffene Sonntag am 8. November 2020 fällt aus.
  • Hamburger* wegen Coronavirus-Krise* weniger in Kauflaune.
  • Shops in der Innenstadt locken mit hohen Rabatten.

Hamburg – Überraschend ist die Nachricht nicht wirklich: Der für den 8. November geplante verkaufsoffene Sonntag in Hamburg findet nicht statt. Hintergrund ist natürlich die Coronavirus-Sars-Cov-2-Pandemie: Schon seit Montag, 2. November 2020, befindet sich die Hansestadt im „Lockdown light“. Zwar bleibt der Einzelhandel in dieser Zeit weiterhin geöffnet, doch das Event passe nicht zu einem Teil-Lockdown, wie das City Management Hamburg erklärte.

Stadt in Deutschland: Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen
Vorwahl:040

Verkaufsoffener Sonntag in Hamburg fällt aus: Coronavirus-Krise ist schuld

Ausschlaggebend für die Absage des verkaufsoffenen Sonntags in Hamburg am 8. November 2020 war, dass auch parallel zum Event geplante Kulturveranstaltungen aufgrund der Corona-Krise gecancelt werden mussten. Damit entfalle auch die „Grundlage für die Sonntagsöffnung der Läden“, erklärte Brigitte Engler, Geschäftsführerin des City Management Hamburgs gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Im Gegensatz zu beispielsweise Restaurants, Kosmetikstudios und Massagepraxen bleibt der Einzelhandel in Hamburg während des Teil-Lockdowns geöffnet. „Die Händler sind froh, dass dieses Engagement durch den Senat gewürdigt wird und die Geschäfte von Montag bis Samstag offen bleiben“, teilte Brigitte Engler mit.

Der verkaufsoffene Sonntag in Hamburg am 8. Novmeber 2020 entfällt coronabedingt. (24hamburg.de-Montage)

Schon der letzte verkaufsoffene Sonntag in Hamburg*, der am 25. Oktober 2020 stattfand, stieß eher auf wenig Anklang. Nicht einmal 200.000 Personen nahmen daran teil. Die Coronavirus-Pandemie scheint sich offenbar auf die Kauflaune der Hamburgerinnen und Hamburger auszuwirken. Weniger Menschen trauen sich trotz Maskenpflicht* aus Angst vor einer Ansteckung in die Innenstadt. Kaum verwunderlich, denn die Neuinfektionen schießen auch in der Hansestadt in die Höhe*.

„Auf dem Jungfernstieg wurden am Dienstag zwischen 16 und 17 Uhr etwa 1700 Menschen gezählt. Genau ein Jahr zuvor waren es 3000“, erklärt Brigitte Nolte, Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord in Hamburg, gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Ähnliche Zahlenrückgänge seien auch in der Spitaler Straße zu beobachten.

Coronavirus in Hamburg senkt Shoppinglaune – Einzelhandel reagiert mit hohen Rabatten

Der Einzelhandel in Hamburg scheint auf das schwindende Kaufinteresse der Kunden zu reagieren. In der City locken die Geschäfte mit teils hohen Rabatten – und das bereits einige Wochen vor dem Black Friday. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hat beispielsweise Galeria-Kaufhof, die „die größte Rabattaktion seiner Geschichte“ gestartet und bietet vom 4. November bis zum 11. November auf einen Großteil des Sortiments 20 Prozent Preisnachlass. Erst vor Kurzem musste das Unternehmen seine Filiale in der Mönckebergstraße schließen*, 24hamburg.de/hamburg* berichtete.

Auch die Modehäuser Peek & Cloppenburg oder Appelrath & Cüpper versuchen, Kunden durch hohe Rabatte in ihre Läden zu ziehen. Brigitte Nolte kritisiert diese Vorhaben stark: „So frühzeitig im Weihnachtsgeschäft hohe Rabatte zu geben, ist fatal“, erklärt sie. Zwar könnten die Unternehmen durch solche Aktionen ihre leeren Kassen wieder etwas füllen, allerdings würden sie auch die gesamte Branche unter Druck setzen.

Coronavirus in Hamburg: Hamsterkäufe in Supermärkten häufen sich wieder

Während der Einzelhandel in der Hamburger Innenstadt mit gähnender Leere zu kämpfen hat, sieht es in den Supermärkten ganz anders aus. Nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur starten die Hamburgerinnen und Hamburger wieder mit Hamsterkäufen. Wie schon im Frühjahr landen wieder vermehrt Nudeln, Toilettenpapier und Konservendosen in den Einkaufswägen der Kunden. Läden haben den Verkauf besonders stark nachgefragte Produkte daher wieder begrenzt. „Mehr als zwei Packungen Toilettenpapier braucht eine vierköpfige Familie in einer Woche nicht“, findet Mareike Petersen, Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord (HDE).

So schlimm wie im ersten Lockdown seien die Hamsterkäufe derzeit aber noch nicht. Mareike Petersen betont, wie überflüssig die Beschaffung von Vorräten sei: „Dafür gibt es keinen Grund. Es gibt genug - die Lager sind voll“.

Shopping in der Hamburger Innenstadt könnte nach der Corona-Pandemie wieder attraktiver werden: Der Jungfernstieg ist seit Kurzem autofrei*, wie 24hamburg.de berichtete. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa/picture alliance

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