Pandemie-Lockerungs-Alarm!

Angst an Stränden: Hamburger Corona-Touristen stürmen Sylt, Sankt Peter-Ording und Scharbeutz

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Pfingsten steht vor der Tür und versüßt uns die Woche mit einem Brückentag. Dank Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 21. Mai. Manch Urlaubs-Perle im Norden ist schon wieder zugänglich. Die Einheimischen haben Angst, die Städter freuen sich auf einen Ausflug.  

  • Zu Pfingsten machen viele Hamburger Urlaub auf Sylt, an der Ost- oder Nordsee.
  • Strenge Kontrolle schon bei der Anreise.
  • Hier haben Hotels, Restaurants, Campingplätze und Ferienwohnungen schon offen.

Hamburg – Ein Spaziergang am Strand, ein Eis im Café, braun werden mit Sand zwischen den Zehen. Kein Problem. Pünktlich zu Pfingsten haben viele Bundesländer ihre Coronavirus-Regeln für die Hotels und Gaststätten gelockert. Viele Menschen nutzen den Brückentag nach Christi Himmelfahrt diesen Donnerstag, 21. Mai, um ein langes Wochenende zu haben. Sie wollen die Coronavirus-Beschränkungen hinter sich lassen und Urlaub an der Ostsee oder auf Sylt machen. Ein schöner Gedanke. Doch die Anwohner haben Angst und die Landesregierungen warnen.

MeerOstsee
Fläche377.000 Quadratkilometer
Mittlere Tiefe55 m
Maximale Tiefe459 m
Angeschlossene Meerevia Kattegat an den Atlantik
InselnRügen, Usedom, Gotland, Öland, Wolln, Muhu, Hiiumaa

Pfingsten: Urlaub an der Ostsee, Nordsee oder auf Sylt trotz Coronavirus

Zu den beliebtesten Reisezielen im Norden zählen natürlich die Strände und Urlaubsorte in Schleswig-Holstein. Daniel Günther (CDU), der Ministerpräsident, sieht sich genötigt zu warnen. Denn schon am vergangenen Wochenenden waren die Strände voll und der Mindestabstand kaum einzuhalten. Und so werde er die Polizei über Pfingsten verstärkt die Strände an Nord- und Ostee kontrollieren lassen.

Davon betroffen sind nicht nur Pfingsturlauber am Strand. Auch am Vatertag, Donnerstag, 21. Mai, müssen sich Feiernde auf verstärkte Kontrollen einrichten. Schließlich gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregeln.

So regeln die Urlaubsziele den Urlaub über Pfingsten

Schleswig-Holstein: Seit Montag, 18. Mai, gilt das Einreiseverbot nicht mehr und auch Restaurants haben wieder geöffnet, so der Beschluss der Landesregierung. Zur Eindämmung des Coronavirs-Sars-CoV-2 bleibt die Abstandsregel aber erhalten und um 22 Uhr muss die Lokalität schließen. Doch je nach Kommune gelten andere Regeln.

Mecklenburg-Vorpommern: Einheimische dürfen bereits wieder Hotels an den Strandorten beziehen. Wer aus einem anderen Bundesland kommt, darf dieses Privileg erst ab Monntag, 25. Mai, nutzen, wie der NDR berichtet. Voraussetzung: Kontaktloses Ein- und Auschecken muss möglich sein. Auch Tagesausflüge sind aktuell noch nicht gestattet.

Endlich wieder Urlaub an Nord- und Ostsee. Nicht für jeden und nicht überall, aber Pfingsten kann kommen.

Niedersachsen: Grundsätzlich dürfen Ferienwohnungen und Campingplätze wieder besucht werden, wie die Landesregierung mitteilte. Allerdings mit einigen Einschränkungen. In eine Ferienwohnungen darf nur alle sieben Tage ein neuer Gast einziehen. Die Unterkunft muss also für eine Woche gebucht sein. Campingplätze dürfen nur zur Hälfte belegt sein. Ab Montag, 25. Mai, haben dann auch wieder Hotels, Jugendherbergen und Pensionen geöffnet.

Urlaub auf den Inseln: Sylt für alle offen, Langeoog, Norderney und Baltrum nicht 

Wer sein langes Wochenende auf Sylt verbringen will, ist hoffentlich schon dort. Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Insel über Pfingsten rappelvoll sein wird. Die Fähren und Züge sind jetzt schon gut gebucht. Die Gefahr der Ansteckung dürfte daher auf der Anreise deutlich höher sein als auf der Insel selbst, wo Maskenpflicht und Mindestabstand selbstverständlich gelten.

Ist Sylt eine Reise wert?

Andere Inseln gehen vorsichtiger vor. Wer nach Langeoog, Norderney oder Baltrum möchte, muss mindestens eine Woche buchen. So bleiben Tagestouristen weg, was die Fluktuation gering hält.

Kontrolliert werden die Einschränkungen schon bei der Anreise. Die Touristen müssen dann eine Buchungsbestätigung über eine eventuell gültige Mindestaufenthaltsdauer vorzeigen oder nachweisen können, dass sie am Zielort eine Erst- oder Zweitwohnung haben.

Alternative: Urlaub in Hamburg

Statt sich dem Infektionsrisiko in Bus, Bahn und Fähre auszusetzen, könnten Urlauber auch über einen Aufenthalt in Hamburg nachdenken. Die Hotels haben geöffnet, Restaurants und Parks auch.

Quelle: 24hamburg.de

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa /picture alliance

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