Opfer mit Schädel-Hirn-Trauma

Unfall in Hamburg-Duvenstedt: Fußgänger wird von Auto angefahren und durch die Luft geschleudert

Ein Notarzteinsatzfahrzeug fährt mit Blaulicht über Land, aufgenommen mit Zoomeffekt.
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Ein Notarzt-Wagen eilt zur Unfallstelle
  • Nicolai Hackbart
    vonNicolai Hackbart
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Ein 72-jähriger Fußgänger wurde beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst und flog durch den heftigen Aufprall mehrere Meter weit über die Straße.

  • In Hamburg-Duvenstedt kam es gestern zu einem dramatischen Verkehrsunfall.
  • Ein 72-jähriger Mann wurde von einem Auto erfasst und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma.
  • Für die Polizei war das bei weitem nicht der einzige tragische Zwischenfall.

Hamburg/Duvenstedt - Am Donnerstag-Nachmittag gegen 17:15 Uhr kam es auf dem Duvenstedter Damm zu einem dramatischen Unfall. Wie die Polizei berichtet, ist ein 72-jähriger Mann zwischen zwei parkenden Autos unachtsam auf die Fahrbahn getreten. In diesem Moment fuhr eine 51-jährige Frau mit ihrem Opel Astra in Richtung Duvenstedter Kreisel und rammte mit voller Wucht den Fußgänger.

Hamburg-Duvenstedt: dramatischer Auto-Unfall verletzt 72-jährigen Fußgänger

Der Aufprall zwischen dem Auto und dem Fußgänger muss so heftig gewesen sein, dass der 72-Jährige mehrere Meter über die Straße geschleudert wurde. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und weitere Verletzungen. Bis professionelle Hilfe herangeeilt ist, konnten eine am Unfallort anwesende Ärztin und Passanten erste Hilfe leisten.

Wenig später kam der Notarzt und auch ein Rettungshubschrauber wurde für den schnellen Transport ins Krankenhaus gerufen. Der 72-Jährige wurde noch an der Unfallstelle professionell behandelt und dann in das nächste Krankenhaus geflogen. Die 51 Jahre alte Autofahrerin erlitt einen starken Schock, lehnte es aber ab, ins Krankenhaus transportiert zu werden.

Im Krankenhaus angekommen wurde der Verletzte sofort stationär aufgenommen. Laut Polizeimeldung schwebt der Mann jedoch nicht in Lebensgefahr.

Polizei ermittelt: Wie kam es zum Unfall in Hamburg-Duvenstedt?

Nach aktuellem Stand ist die Unfallursache noch nicht geklärt. Die Polizei hat bisher noch keine Informationen bekannt gegeben. Die Straße Duvenstedter Damm war für Ermittlungen bis etwa 20:00 Uhr vollständig gesperrt. Ein Sachverständiger hat den Unfall untersucht und sogar ein 3D-Scann des Unfallortes soll zur Aufklärung des Falls beitragen.

Verkehrsunfälle in Hamburg keine Seltenheit

Leider passieren schwere Unfälle zwischen Autos und anderen Verkehrsteilnehmern in Hamburg ständig. Am Mittwoch, dem 22. April, wurde ein vierjähriges Kind schwer verletzt, als es in der Straße Bekkamp von einem Auto erfasst wurde. Der 67-jähriger Fahrer des Wagens konnte laut Polizeibericht nicht mehr ausweichen, als der kleine Junge „plötzlich mit seinem Laufrad auf die Fahrbahn rollte."

Wie auch bei dem 72-Jährigen kam der Junge scheinbar unaufmerksam zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn. Das Kind wurde von dem herannahenden Opel mitgerissen und erlitt Kopf- und Beckenverletzungen. Im nächstgelegenen Krankenhaus wurde der Verletzte stationär aufgenommen. Lebensgefahr bestand dabei keine.

Polizei verfolgt illegale Straßenrennen in Hamburg

Trotz der hohen Gefahr, die schon von regulärem Straßenverkehr ausgeht, kommt es leider immer wieder zu gefährlichen und verbotenen Straßenrennen in Hamburg. Ebenfalls am Mittwoch, wurde die Polizei am Saalehafen auf einen Jaguar F-Typ und einen Mercedes E220 aufmerksam, die mit neunzig Kilometern pro Stunde statt erlaubten sechzig in Richtung Köhlbrandbrücke unterwegs waren.

Ein ständiger Führung- und Fahrstreifenwechsel machte schnell klar: hier fahren zwei Autos um die Wette. Solche riskanten Straßenrennen enden häufig böse für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Im schlimmsten Fall sind solche Rennen tödlich, wie ein Fall aus Moers zeigt, bei dem eine unbeteiligte Frau getötet (merkur.de*) wurde. In diesem Fall haben die Polizei-Beamten eine Spitzengeschwindigkeit von über 150 Kilometern pro Stunde gemessen, obwohl gerade einmal fünfzig erlaubt sind.

Bevor eine rote Ampel die wilde Fahrt beendete, beschleunigten die 550-PS- und 170-PS-Wägen noch einmal auf der Köhlbrandbrücke und erreichten Tempo 128. Die Polizei stoppte das Rennen an besagter Ampel. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Nach Aufnahmen der Personalien und dem Sachbestand hat die Polizei die zwei Autos sofort beschlagnahmt. Auch die Führerscheine der zwei 59- und vierzigjährigen Fahrer wurden ihnen entzogen.

Strafen für illegale Straßenrennen können aufgrund der großen Gefahr sehr hoch ausfallen. Das Strafgesetzbuch droht mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. In jedem Fall ist jedoch ein Fahrverbot und eine saftige Geldstrafe angesagt. In einem ähnlichen Fall mussten die verurteilten Fahrer Geldstrafen in Höhe von 5.400 Euro und 2.200 Euro zahlen und ihren Führerschein für zehn Monate abgeben, wie der Norddeutsche Rundfunkt (NDR) berichtet hat.

Tödlicher Unfall auf Köhlbrandbrücke vor einem Jahr

Auf der Köhlbrandbrücke, an der Stelle des Straßenrennens, hat es erst im Jahr 2019 einen tödlichen Autounfall gegeben.

* Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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