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Tschentscher zeigt Verständnis für Hamburger Impfgegner-Demos

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Von: Kevin Goonewardena

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Menschen demonstrieren wöchentlich in Hamburg gegen die Coronamaßnahmen. Regierungschef Peter Tschentscher zeigte nun Verständnis für die Proteste. Einen Aspekt hob er besonders hervor.

Hamburg - Seit Wochen treffen sich allsamstäglich Tausende Menschen in Hamburg um gegen die Coronapolitik der Regierung zu protestieren. Das Spektrum der Protestler reicht davon von Corona-Skeptikern über Impfgegner, über diejenigen die, die Maßnahmen kritisch sehen, zu Esoterikern und AFD-Politikern. Zuletzt kamen 11.000 Demonstranten vor der Kunsthalle unter dem Motto „Das Maß ist voll! Hände weg von unseren Kindern!“ zusammen um ihre Ablehnung der Coronapolitik des Hamburger Senats und zu zeigen, Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher sieht die stetig steigende Zahl der Protestierenden gelassen, wie er nun der dpa verriet.

Name:Peter Tschentscher
Geburtstag und -ort:20. Januar 1966 in Bremen
Erlernter Beruf:Facharzt für Mokularbiologie (Promotion 1995)
Mitglied der SPD:seit 1989
Erster Bürgermeister:seit 2018

Tschentscher „Können nicht erwarten, dass 100 Prozent der Menschen überzeugt sind.“

„Was wir in Hamburg zuletzt gesehen haben, war ein geordneter Demonstrationszug. So soll es in einer Demokratie sein“, so Tschentscher in dem Gespräch, der den friedlichen Charakter der Demos als wichtigen Aspekt von Protesten hervor hob. Diese würde es zwangsläufig geben, denn „Wenn wir in einer Stadt mit fast zwei Millionen Menschen über solche Fragen diskutieren, können wir nicht erwarten, dass 100 Prozent der Menschen überzeugt sind“,  so der SPD-Regierungschef der Hansestadt. Bei den Protestlern handelt es sich genauer nicht einmal um 1 Prozent der Bevölkerung, wie der Journalist Sebastian Peters in einem Kommentar aufzeigte.

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Tschentscher lobt hohe Impfquote in Hamburg: Über 90 Prozent der Erwachsenen mit Erstimpfung

Tschentscher zeigte sich nicht nur froh darüber, dass „die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg mit unseren Maßnahmen sehr einverstanden“ ist, sondern hob auch die hohe Impfquote innerhalb der Hamburger Bevölkerung hervor. Mehr als 90 Prozent der Erwachsenen, so der Bürgermeister, hätten mindestens die erste Coronaschutzimpfung erhalten. Die Proteste führte Tschentscher auch darauf zurück, dass Hamburg als erstes Bundesland die 2G-Regelung umgesetzt und eine Vorreiterrolle eingenommen hat.

Tschentscher sieht keinen Einfluss von Rechtsradikalen und warnt vor Infektionen

Einen Einfluss von Rechtsextremisten auf die Proteste konnte Tschentscher bisher nicht ausmachen. „Ich denke nicht, dass es sich bei den Demonstranten um von Extremisten instrumentalisierte Personen handelt. Sie gehen für eine Haltung auf die Straße, die ich nicht teile, aber die in einer Demokratie und freien Gesellschaft zu erwarten ist.“ Hamburgs Innensenator Andy Grote und Parteifreund von Tschentscher hatte erst kürzlich vor der Radikalisierung der Impfgegner gewarnt. Neben der Großdemo kommt es auch immer wieder zu illegalen Protestaktionen, wie etwa am ersten Weihnachtsfeiertag mit rund 300 Teilnehmern. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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