Heuler weint

Tierpark Hagenbeck: Papa Seebär (†) lässt armes Albino-Wunderbaby allein

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Im Tierpark Hagenbeck kam ein Albino-Seebärenbaby zur Welt. Ein weltweit einzigartiges Ereignis. Doch der Vater ist bereits an Altersschwäche gestorben. 

  • Im Tierpark Hagenbeck kommt ein Albino-Seebärenbaby zur Welt.
  • Eine Welt- und Jahrhundertsensation in Hamburg.
  • Vater starb bereits 2019 an Altersschwäche.

Hamburg – Das ist eine Weltsensation mitten in Hamburg. Im Tierpark Hagenbeck kam ein Albino-Seebärenbaby zur Welt. Eine Pressesprecherin der Hamburger Institution teilte mit, dass es sich dabei weltweit um das einzige, jemals in einem Zoo geborene Tier dieser Art handeln würde. Selbst im Tierpark Hagenbeck hätte es so etwas in hundert Jahren nicht gegeben. Schon am Montag, 15. Juni 2020, kam das Baby zur Welt. Jetzt stellte der Tierpark Hagenbeck sein weißes Wunder der Öffentlichkeit vor.

Tierpark in HamburgTierpark Hagenbeck
AdresseLokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg
Eröffnet7. Mai 1907
ExponateStorks and Cranes, Südamerikanische Riesenotter

Hamburger Tierpark Hagenbeck: Albino-Seebären-Baby muss ohne Vater aufwachsen

Jahrhundert-Sensation im Tierpark Hagenbeck: ein Albino-Seebärenbaby ist zur Welt gekommen.

Dabei lässt es der Tierpark Hagenbeck aber behutsam angehen, wie 24hamburg.de schreibt. Denn schon Mitte Juni kam das Albino-Seebärenbaby zur Welt. Völlig problemlos übrigens. Mama Lucy ließ sich dabei nicht einmal von den anwesenden Besuchern stören. Und vollbrachte ein wahres Jahrhundert-Wunder. Denn nach Recherchen des Tierparks Hagenbeck handelt es sich bei dem rein weißen Nachwuchs um das erste Tier dieser Art, das in einem Zoo geboren wurde. „Die Tierpfleger und Tierärzte staunten nicht schlecht, da es das erste Albino-Jungtier in der über einhundertjährigen Hagenbeck-Geschichte ist“, teilt der Zoo mit.

Albino-Seebärenbaby im Tierpark Hagenbeck geboren: Welt- und Jahrhundertsensation in Hamburg

Ein Glücksfall für den noch namenlosen Nachwuchs. Denn in der Wildnis hätte das Tier nur sehr schlechte Überlebenschancen, wie der Tierpark berichtet. Einerseits, weil Albinos wegen der auffälligen Fellfarbe schneller von Feinden gesehen werden würden. Andererseits, weil sie selbst ohne ausreichende Tarnung nur schlecht jagen könnten. „Ein Problem, das dem Albino-Mädchen im Tierpark erspart bleibt“, wie Hagenbecks schreibt.

In den ersten Wochen werden Mutter und Baby vom Rest der Gruppe getrennt, um in Ruhe eine bessere Bindung aufbauen zu können.

Tragisch: Das Albino-Baby muss ohne Vater aufwachsen. Gringo, das Seebärenmännchen, verstarb bereits 2019 an Altersschwäche. Seit 2006 lebte der Papa der weißen Weltsensation im Tierpark Hagenbeck, berichtet 24hamburg.de. Die Tragezeit bei Seebären beträgt etwa ein Jahr.

Tierpark Hagenbeck in Hamburg: Albino-Seebärenbaby ist Weltsensation

Zum Schutz des Tieres und für mehr Ruhe bekommt das sensationelle Mutter-Tochter-Duo einen abgetrennten Raum am Eismeer von Hagenbecks Tierpark. Die ersten Wochen können sie in trauter Zweisamkeit verbracht werden. Das soll vor allem die Mutter-Kind-Bindung verstärken. Besucher können durch eine Sichtscheibe einen Blick riskieren. Allerdings nur zeitweise, wenn sich das Albino-Seebärenbaby ins Rampenlicht traut. „Erst in den kommenden Wochen wird die Kleine auch in der großen Anlage zu sehen sein“, kündigte der Tierpark Hagenbeck an.

Das Albino-Seebärenbaby gehört zu einer Art, die auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN steht, gibt der Tierpark Hagenbeck an. In der Wildnis lassen sich die Tiere vor Argentinien, Peru, Uruguay und Chile und beobachten. Allerdings gibt es weltweit nur noch etwa 400.000 Exemplare. Der Tierpark Hagenbeck leistet sich sieben dieser Tiere und damit die größte Gruppe, die in einem Zoo bestaunt werden kann. Überhaupt halten nur 18 weitere Einrichtungen diese Gattung.

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