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Sturm Hermine in Hamburg: Das sind die Schäden des Orkans

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Sturmtief Hermine rast am Wochenende über Norddeutschland. Der Orkan-Sturm reißt Schiffe los und schmeißt Baugerüste um. Die Schäden in Hambug und Schleswig-Holstein.

Hamburg – Im Vorfeld hatte der Seewetterdienst Hamburg gewarnt – Sturmtief Hermine sollte mit Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde auf Norddeutschland treffen. An der Nordseeküste wurde sogar mit Orkanböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde gerechnet. In Hamburg verursachte Sturm Hermine einige Schäden – in der Nacht hat sich die Wetterlage in der Hansestadt Hamburg wieder beruhigt.

Behörde:Deutscher Wetterdienst
Hauptsitz:Offenbach am Main
Staatliche Ebene:Bund
Gründung:1952
Behördenleitung:Gerhard Adrian; (Präsident, Vorsitzender; des Vorstands und Vorstandssprecher)
Dachorganisation:Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Sturm Hermine in Hamburg: In Alsterdorf riss es ein Baugerüst um

Im Hamburger Stadtteil Alsterdorf wurde durch die Wucht, mit der Sturm Hermine auf die Stadt traf, ein Baugerüst umgerissen. Wie blaulicht-news.de berichtet stürzte ein 15 Meter langer Abschnitt des Gerüsts gegen 08.15 Uhr ein. Die Feuerwehr schrieb auf Twitter von einem 30 Meter langen Abschnitt.

Da das umgefallene Baugerüst die angrenzende Straße blockierte, musste die Hamburger Feuerwehr mit einem Großaufgebot anrücken. Auch die Baugerüst-Firma wurde informiert und dazu geholt. Das Gerüst konnte zusammen mit der Polizei Hamburg entsprechend gesichert werden. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand.

Feuerwehrleute und Höhenretter stehen vor dem eingestürzten Baugerüst im Hamburger Stadtteil Alsterdorf.
Sturmtief Hermine riss in Hamburg-Alsterdorf ein Baugerüst um. (24hamburg.de-Montage) © Blaulicht-news.de

Sturmtief Hermine sorgte für Schreckmoment in Hamburg-Bramfeld

Ein erheblicher Sturm-Schaden entstand an der Fassade eines Mehrfamilienhauses im Hamburger Stadtteil Bramfeld. Dieser dürfte die Anwohner des Hauses bei seiner Entstehung mächtig erschreckt haben. Ein großer Teil der verputzten Außen-Fassade des Hauses schälte sich durch die starken Winde bis ins Erdgeschoss ab. Nach Information der Hamburger Morgenpost handelt es sich bei dem Material um die Wärmedämmung des Hauses.

Zu dem Wohngebäude im Carl-Bremer-Ring rückte die Feuerwehr auch mit Einsatzkräften der Höhenrettung an. Zum genauen Ausmaß des Schadens und ob dieser auch Auswirkungen auf die Stabilität des Hauses hat, konnte die Feuerwehr bisher noch keine Angaben machen.

Hamburg: Kleine Sturmschäden sorgten für Beeinträchtigungen im Verkehr und bei den U-Bahnen

Schon am Morgen des 27. Dezembers sorgte Sturmtief Hermine für Chaos bei der Hamburger Hochbahn. Gegen 6.40 Uhr musste die U-Bahn-Linie U3 zwischen Kellinghusenstraße und Saarlandstraße den Verkehr einstellen. Ein umgestürzter Baum hatte die Sperrung verursacht. Rund drei Stunden brauchte die Hamburger Feuerwehr für die Aufräumarbeiten – dann konnte die U-Bahn ihren Betrieb fortsetzen. Für die Fahrgäste wurde zwischenzeitlich ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert.

In Hamburg-Stellingen krachte ein umgestürzter Baum auf eine anliegende Straße und blockierte die komplette Fahrbahn. Weder Autos noch Personen konnten die Straße daraufhin überqueren. Deshalb musste die Feuerwehr den Baumstamm beseitigen. Am Nachmittag hatte sich auch das Theaterschiff Hamburg vom Nikolaifleet losgerissen. Konnte allerdings schnell wieder gesichert werden.

Sturmtief Hermine wütet auch an der Nordseeküste und in Schleswig-Holstein

Insbesondere an der Nordseeküste hielt Hermine die Feuerwehr in Atem. Rund 100 Einsätze verzeichnete das Land Schleswig-Holstein über den Tag. In Büsum im Kreis Dithmarschen löste sich eine 150 Quadratmeter große Dachhaut los und verfing sich in den Bäumen. Außerdem musste die Fähre von Cuxhaven nach Helgoland den Betrieb einstellen und beim Sylt-Shuttle waren PKW mit Anhänger und Campingfahrzeuge verboten.

Auch in der nordfriesischen Gemeinde Dagebüll an der Nordseeküste wütete Sturmtief Hermine. Meterhoch schlugen die Wellen über die Ufer. Zeitweise konnten sich die Menschen wegen der starken Böen nur schwer auf den Beinen halten. Zur Sturmflut kam es in Norddeutschland nicht.

Sturmschäden: Ab wie viel Kilometern pro Stunde wird es gefährlich?

Man spricht bereits ab 40 km/h von einem starken Wind. Dann schwenken Äste schon stark hin und her, Regenschirme können kaum noch gehalten werden. Ab 65 Kilometern pro Stunde (stürmischem Wind) fangen Zweige an abzubrechen und das Gehen im Freien wird erschwert. Sturm gilt ab einer Geschwindigkeit von 75 km/h. Dann brechen auch Äste von den Bäumen ab und es ist mit leichten Schäden an Häusern zu rechnen.

Ab 90 km/h spricht man dann von einem schweren Sturm. Auch größere Bäume können abbrechen und schwere Schäden an Häusern sind durch die Winde zu erwarten. Ab einer Geschwindigkeit von 105 km/h wird von einem orkanartigen Sturm gesprochen. Bei dieser Geschwindigkeit werden Bäume entwurzelt und überall kann es zu starken Sturmschäden kommen. Doch Sturm ist in Hamburg keine Seltenheit. Das waren in der Vergangenheit die schlimmsten Schäden und bei diesem Sturm in Hamburg gab es das größte Bahn-Chaos. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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