Corona-Pandemie

Pilotprojekt in Hamburg: PCR-Lolli-Tests für Schülerinnen und Schüler

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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An Hamburger Schulen testen sich Schülerinnen und Schüler mehrmals die Woche auf Corona. Dank Pilotprojekt werden nun an neun Schulen PCR-Lolli-Tests verwendet.

Hamburg – Monatelang hatten die Schulen in der Hansestadt Hamburg geschlossen. Schülerinnen und Schüler wurden ausschließlich im Homeschooling unterrichtet. Das soll zukünftig nicht mehr passieren. Trotz steigender Infektionszahlen in Hamburg soll ein Lockdown und damit einhergehende Schulschließungen vermieden werden. Dabei helfen sollen regelmäßige Corona-Tests. Neun Schulen in Hamburg testen jetzt eine neue Art von Tests: die PCR-Lolli-Tests.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)
Zweite Bürgermeisterin:Katharina Fegebank (Grüne)
Einwohner:1,841 Millionen (2019) Eurostat

PCR-Lolli-Test an Hamburger Schulen – neue Corona-Tests könnten bald flächendeckend eingesetzt werden

An dem Pilotprojekt mit den PCR-Lolli-Tests nehmen erst einmal nur neun Hamburger Schulen teil. Weil die Lolli-Tests besonders einfach durchzuführen sind, wurden zunächst Sonder- und Grundschulen für das Projekt ausgewählt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Zweimal die Woche sollen sich Schülerinnen und Schüler nun mit dem Lolli-Test auf das Coronavirus testen lassen.

Kampf gegen Corona: Hamburg startet Pilotprojekt mit PCR-Lolli-Tests an Schulen.

„Es handelt sich um einen PCR-Test, der deutlich sensitiver ist als ein Antigen-Schnelltest“, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) im Interview mit dem NDR. Demnach könnten infizierte Schulkinder früher erkannt und isoliert werden – so jedenfalls die Theorie. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen und ausreichend Laborkapazitäten zur Verfügung stehen, könnten die PCR-Lolli-Tests später auch an anderen Schulen verwendet werden.

Hamburger Schulen: So funktionieren die neuen PCR-Lolli-Tests

Der Lolli-Test funktioniert ganz einfach. Die Kinder lutschen 30 Sekunden lang an einem Test-Stäbchen. Die Teststäbchen werden dann in einem sogenannten Pool gesammelt und gemeinsam getestet. Wird im Labor das Coronavirus nachgewiesen, wird eine erneute Nachtestung durchgeführt, um infizierte Kinder zu identifizieren.

Die Tests werden noch am selben Tag in einem Labor ausgewertet und die Schüler beziehungsweise die Schule spätestens am Morgen nach der Testung informiert, sollte Corona in den Tests ermittelt worden sein – also noch bevor die Kinder erneut in die Schule kommen.

Corona-Regeln an Hamburger Schulen: Quarantäne auf dem Prüfstand

Neben dem Einsatz der neuen PCR-Lolli-Tests könnte es auch bei den Quarantäne-Regeln an Hamburger Schulen bald Neuerungen geben. Schulsenator Ties Rabe teilte am Wochenende mit, dass Eltern mit der 14-tägigen Quarantäne bei Schulkindern unzufrieden sind. Wie Rabe dem NDR mitteilte, laufen derzeit Gespräche mit dem RKI, wie die Regeln gelockert werden können.

Insbesondere der Umstand, dass Kinder sich nicht nach einer gewissen Zeit freitesten können, rufe bei Eltern Unverständnis hervor, heißt es in dem Bericht des NDR. Demnach habe auch die Hamburger CDU dies kritisiert. Immerhin könne ein einziger Corona-Fall in der Klasse derzeit dazu führen, dass alle Schülerinnen und Schüler auf längere Zeit wieder auf Präsenzunterricht verzichten müssten.

Um dem entgegenzuwirken, sind seit Kurzem mobile Impfteams an Hamburger Schulen unterwegs und bieten Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern eine Corona-Impfung an. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch

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