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Stadtreinigung froh: Haushalte in Hamburg produzieren weniger Müll

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Abfallmengen in Hamburg gleichen sich wieder Vor-Corona-Niveau an. Das gab die Stadtreinigung in ihrem Jahresbericht bekannt. Investitionen in nachhaltige Projekte steigen.

Hamburg – Während die Hamburger Stadtreinigung 2020 noch die leidliche Erfahrung machen musste, dass die Corona-Pandemie für ein erhöhtes Müllaufkommen gesorgt hat, kann der städtische Entsorgungsbetrieb nun ein positives Fazit ziehen. Im abgelaufenen Jahr haben die Hamburgerinnen und Hamburger weniger Müll als zuvor produziert. Das gab die Stadtreinigung im Zuge der Vorstellung ihres Jahresberichts 2021 jetzt bekannt.

Ein Jahr zuvor hatten nicht nur Hamburger Privathaushalte mehr Müll produziert, auch in öffentlichen Grünanlagen, auf Straßen und Plätzen musste mehr Müll eingesammelt werden. Zurückgeführt wird das vermehrte Aufkommen auf unter anderem den Umstand, dass in Zeiten der Corona-Pandemie gerade im Sommer mehr Menschen als sonst aus Mangel an Alternativen ihre Freizeit in öffentlichen Parks verbrachten. Das berichtet der NDR.

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Name:Stadtreinigung Hamburg
Branche:Entsorgungsbetrieb
Gründung:1994
Anzahl Beschäftigte:etwa 3300 (2019)
Eigentum:Stadt Hamburg, städtisches Unternehmen

Stadtreinigung Hamburg: Haushalte reduzieren Abfallmenge

Zur Normalisierung in Richtung Vor-Pandemie-Niveau trägt die Abfallmenge der rund 900.000 Hamburger Haushalte bei, die sich im Vergleich zum Jahr 2020 wieder reduziert hat. Die anfallende Müllmenge wird nicht nur weniger, sie lässt sich auch besser weiter verwerten, so ein Sprecher des Unternehmens. Denn die Hamburger trennen wieder mehr Müll. „Wir räumen eben nicht nur Müll weg, sondern schaffen auch Ressourcen“, sagte ein Sprecher NDR 90,3.

Überfüllte Mülltonnen stehen an einer Straße in Barmbek.
Der Schein trügt: Auch wenn die ein oder andere Mülltonne völlig überfüllt ist, insgesamt produzierten die Privathaushalte in Hamburg 2021 weniger Müll als im Vorjahr. Auch auf öffentlichen Plätzen musste die Stadtreinigung weniger einsammeln, als im Corona-Jahr 20220. © Hanno Bode / Imago

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Stadtreinigung Hamburg: Mehr Investitionen in nachhaltige Projekte

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Der Wiederverwendung von Ressourcen steht auch die Stadtreinigung in nichts nach. So geht aus dem Bericht auch hervor, dass der städtische Entsorgungsbetrieb unter anderem plant, dass die sogenannte Restwärme, die beim Verbrennen des Abfalls in der Müllverbrennungsanlage Borsigstraße entsteht, besser genutzt werden soll. Bereits ab Ende des Jahres 2023 sollen so rund 35.000 zusätzliche Haushalte in Hamburg mit Restwärme versorgt werden können.

Die Maßnahme ist dabei nur ein Teil der gestiegenen Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens. Die Investitionen für ebensolche Projekte sind dabei um mehr zwei Drittel auf 15 Millionen angewachsen. Geld, das das Unternehmen erwirtschaftet hat: 26 Millionen Euro Gewinn fuhr die Stadtreinigung im Jahr 2021 ihrem Abschlussbericht zufolge ein.

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