Das Highlight jedes Hamburg-Besuchs

„Der Michel“: Hamburgs geliebtes Wahrzeichen, nicht nur eine Kirche

  • Johannes Rosenburg
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Die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis bietet Einiges. Der „Michel“ ist Wahrzeichen und Tourismusmagnet der Hansestadt und gleichzeitig Ort vieler hochwertiger Veranstaltungen.

  • Die wunderschöne, barocke Architektur alleine würde genügen, um dieses Wahrzeichen zum Tourismusmagnet zu machen.
  • Der „Michel“ ist allerdings auch ein wichtiges Zentrum der Musik in Hamburg und stellt vielen verschiedenen Chören, Kantoreien und Orchestern eine Bühne zur Verfügung.
  • Das breite Programm an kultureller, literarischer, historischer und künstlerischer Weiterbildung begeistert Groß und Klein.

Hamburg – Die Hauptkirche St. Michaelis ist für Besucher das ganze Jahr über begehbar. Die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeit variieren je nach Jahreszeit, man kann sich darüber auf der offiziellen Website der Barockkirche St. Michaelis informieren.

Besichtigung der Hauptkirche St. Michaelis: Öffnungszeiten und Preise

Der Eintritt in den Turm mit seiner 400-jährigen Geschichte kostet für Erwachsene 6 Euro, für Kinder bis 15 Jahren vier Euro. Eine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass man von dort den besten Blick über Hamburg, den Hafen und das Umland genießen kann. Ob man sich für eine bequeme Fahrt mit dem Aufzug oder eine Turmbesteigung entscheidet, auf einer Höhe von 106 Metern befindet sich eine Plattform, von der aus man über die Stadt spähen kann. Die Karten können über einen Online-Shop erworben werden.

Der Kirchenturm selbst ist imposante 132 Meter hoch. Nach diesem schwindelerregenden Aufstieg können Besucher sich in die entgegengesetzte Richtung – die Krypta von St. Michaelis – begeben, welche viele historisch wichtige Gräber enthält. Wer einem Gottesdienst beiwohnen möchte, kann die tägliche Mittagsandacht um 12 Uhr besuchen, oder an der sonntäglichen Messe teilnehmen.

Die Hauptkirche St. Michaelis Hamburg bietet eine Vielzahl an Veranstaltungen

Das Hamburger Wahrzeichen ist allerdings nicht nur auf Andachtsfeiern beschränkt. Nicht nur in der neu eröffneten Elbphilharmonie, sondern auch im „Michel“ finden immer wieder Konzerte statt, die dank der himmlischen Akustik jeden erfreuen. Diese Musikveranstaltungen sind rasch ausverkauft, wer also das Faschingskonzert oder Frühlingskonzert miterleben möchte, muss schnell sein und rechtzeitig Sitzplätze reservieren. Der Sitzplan der Hauptkirche und der Emporen ist sehr hilfreich dabei, die besten Karten zu erstehen. Weitere kommende Veranstaltungen werden im Veranstaltungskalender ergänzt. Das musikalische Können der St. Michaelis Kirche wird allerdings auch jeden Tag von dem Trompeter (oder Michel-Türmer) unter Beweis gestellt, der der Tradition gemäß morgens und abends eine Kirchenmelodie in alle vier Himmelsrichtungen spielt. Und auch den vielen Orgeln, insgesamt 6 Stück mit über 10.000 Pfeifen, kann man jeden Tag zur Mittagsandacht lauschen. Gefördert wird das musikalische Großangebot unter anderem von der Stiftung St. Michaelis, welche sich fortwährend für die Kirche einsetzt.

Die Anfahrt zur Hauptkirche St. Michaelis Hamburg Jedes Jahr strömen riesige Besuchermassen in die Kirche. Für diese gibt es verschiedenste Anfahrtsmöglichkeiten, um den die Hauptkirche St. Michaelis zu besuchen. Die Adresse des Michels lautet „Englische Planke 1, 20459 Hamburg, Deutschland“. Die Englische Planke kreuzt die Ludwig-Erhard-Straße, eine der Hauptverkehrsstraßen Hamburgs. Die Suche nach einem Parkplatz wird durch die Michel-Garage erleichtert, die nur wenige Meter entfernt von der Kirche liegt. Ebenfalls gleich um die Ecke befindet sich ein Busparkplatz. Andernfalls kann man die Anfahrt durch Bus und Bahn dank des HVV bequem antreten:

  • Mit der S3 oder S1 zur Haltestelle Stadthausbrücke, Ausgang Michaelisstraße
  • Mit der U3 zu den Haltestellen Rödingsmarkt, Baumwall oder St. Pauli
  • Mit den Bussen 36 und 112 zur Haltestelle St. Pauli
  • Mit den Bussen 17 und 37 zur Haltestelle Michaeliskirche

Mit der Hamburg Card ist die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis und der Zutritt zur Hauptkirche St. Michaelis verbilligt. Nur ein paar Minuten weiter befindet sich zudem die ausgebrannte Ruine der Nikolaikirche, die als Mahnmal an die Schrecken der NS-Zeit erinnert. Sie ist ebenfalls unbedingt einen Besuch wert. Auch fußläufig erreichbar ist die historische Gasse Krayenkamp, welche mit Backsteinhäusern und kleinen, charmanten Läden gesäumt ist.

Rubriklistenbild: © dpa

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