Polizei prüft Zusammenhang

Horror-Fund am Elbstrand – lösen Menschen-Knochen Rätsel um Ehe-Mord?

Zwei Polizisten stehen am Elbstrand. Zwei weitere Polizisten sitzen in einem Schlauchboot auf der Elbe.
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Nach dem Fund der Skelett-Teile suchte die Polizei Anfang April nach weiteren Knochen am Elbstrand. (24hamburg.de-Montage, Symbolbild)
  • Jan Knötzsch
    vonJan Knötzsch
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Nahe des Neuengammer Hauptdeichs finden Spaziergänger Skelett-Teile. Jetzt steht fest: Es sind Menschenknochen dabei. Gehören sie zu einem Vermisstenfall?

Update vom Dienstag, 13. April 2021: Hamburg – Bei einem Teil der Anfang April nahe des Neuengammer Hauptdeichs gefundenen Knochen am Elbstrand handelt es sich um einen menschlichen Knochen. Genauer gesagt: um einen Kieferknochen. Die weiteren gefundenen Knochen sind tierische Knochen. Bei den menschlichen Knochen soll nun das DNA-Material herausgearbeitet werden, teilt die Polizei mit. Der Hintergrund: Die Beamten wollen die DNA mit der bundesweiten Datenbank für Vermisste und Tote abgleichen. Dies, so ein Polizeisprecher, werde „noch ein paar Tage“ in Anspruch nehmen.

Damit geht die Polizei auch intensiver der Spur nach, ob der Horror-Fund vom Elbstrand das Rätsel um den Ehe-Mord in Drage lösen kann: Im Sommer 2015 waren eine damals 43-Jährige und ihre zwölfjährige Tochter spurlos aus dem Dorf Drage verschwunden. Der damals 41-jährige Ehemann und Vater wurde später ertrunken in der Elbe gefunden. Die Polizei vermutet, dass er seine Familie tötete und dann Suizid beging.

Horror-Fund am Elbstrand: Gehören Skelett-Teile zu einem Verbrechen?

Erstmeldung vom Donnerstag, 1. April 2021:

Hamburg/Drage – Sie trauen ihren Augen nicht, als sie auf das Wasser der Elbe in der Nähe des Neuengammer Hauptdeichs in Hamburg schauen: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet finden Spaziergänger genau dort am Elbstrand am Mittwoch, 31. März 2021, Knochenteile. Laut Polizei handelt es sich dabei um Knochen, die vermutlich menschlichen Ursprungs sind. Die alarmierten Beamten stellen die Knochen sicher, um sie weiter zu untersuchen. Einen Tag später, am 1. April, nimmt die Polizei den Fundort bei Niedrigwasser erneut in Augenschein, sucht ihn intensiv nach weiteren Knochenteilen ab. Die Beamten werden jedoch nicht fündig.

Ob ein Zusammenhang zu einer Straftat oder Vermisstenfällen aus der Vergangenheit besteht, müssen die Ermittlungen ergeben, teilt die Polizei anschließend mit. Wie die dpa berichtet, könnte er Knochenfund unter Umständen etwas mit einem ungeklärten Kriminalfall zu tun haben: Im Sommer 2015 verschwanden im niedersächsischen Drage eine Mutter und ihre Tochter. Der Vater wurde später mit einem Betonklotz an den Füßen tot in der Elbe gefunden. Die Polizei ging in ihren Ermittlungen davon aus, dass der 41 Jahre alte Familienvater erst die beiden und dann sich selbst umgebracht hatte.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der dpa: „Wir können uns definitiv nicht festlegen, die Rechtsmedizin muss nun überprüfen, welches Geschlecht die Funde haben und wie alt sie sind.“ Aufgrund des Fundortes in der Nähe der niedersächsischen Stadt Drage im Landkreis Harburg schließe man einen Zusammenhang nicht aus. Vor Mitte nächster Woche aber seien wegen der Osterfeiertage keine Laborergebnisse zu erwarten, so der Sprecher. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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