Versuchter Totschlag

Mutter setzt Säugling im Gebüsch aus: Festgenommen

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In der Nacht auf Samstag, 23. Mai, wurde in Norderstedt ein Kind geboren. Nicht in einem Krankenhaus, sondern auf einem Gehweg. Die Mutter setzte den frisch entbundenen Säugling auf der Straße aus. Die Polizei konnte die Frau ermitteln und festnehmen - wegen des Verdachts auf versuchten Totschlags. Auch zum Gesundheitszustand des Säugling gibt es Neuigkeiten.

  • Schrecklicher Fund in Norderstedt (Bad Segeberg) bei Hamburg.
  • Passant entdeckt wimmernden Säugling im Gebüsch.
  • Mutter festgenommen, Säugling stabil.

Update vom 25. Mai, 9:45 Uhr: Hamburg/Norderstedt - Das ging schnell. In der Nacht auf Samstag, 23. Mai, fand ein Passant einen wimmernden Säugling in einem Gebüsch am Cordt-Buck-Weg in Norderstedt. Eine Frau hatte ihr Baby nahe einer dort ansässigen Kindertagesstätte geboren und direkt ausgesetzt. Nur 24 Stunden später konnten die Beamten die Frau festnehmen. Doch die Polizeidirektion Bad Segeberg hat schon wieder eine neue Fahndung ausgeschrieben.

Stadt in Schleswig HolsteinNorderstedt
Bevölkerung77.932 (31. Dez. 2015)
Postleitzahl22844-22851
Vorwahl040
BürgermeisterInElke Christina Roeder

Ausgesetzter Säugling: Mutter festgenommen, Ermittlungen laufen, so geht es dem Säugling

Den entscheidenden Hinweis, den die Beamten brauchten, bekamen sie aus dem Bekanntenkreis der Frau. Jetzt ermitteln die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kiel gegen die 26-Jährige wegen des Verdachts auf versuchten Totschlags. Die Hintergründe sollen geklärt werden. Auch zum Gesundheitszustand des Kindes gibt es Neuigkeiten. Das Neugeborene wurde in der Nacht zu Samstag stark unterkühlt ins Krankenhaus eingeliefert. Doch mittlerweile hat sich sein Zustand stabilisiert.

Grausiger Fund in Norderstedt: Säugling auf Gehweg geboren und ausgesetzt 

Erstmeldung vom 23. Mai, 13:01 Uhr: Hamburg/Norderstedt – Ein Wimmern machte einen Passanten stutzig. Es kam aus einem Gebüsch am Wegrand. Gegen 3:45 Uhr in der Nacht auf Samstag fand ein 30-Jähriger einen frisch entbundenen Säugling an einem Wegesrand in Norderstedt (Kreis Segeberg), wie die Polizeidirektion Bad Segeberg in einer Pressemeldung mitteilt. Der Säugling war in eine kleine blaue Decke eingewickelt. Der Mann rief sofort die Rettung.

Frisch entbundener Säugling auf Straße gefunden: Polizei Bad Segeberg bittet um Hilfe

Die kam gerade noch pünktlich. Das hilflose Kind war zwar stark unterkühlt, überlebte seine traumatische Geburt aber zum Glück, wie es in der Pressemeldung weiter heißt. Auch durch das Eingreifen des Passanten und dem schnellen Handeln der Notärzte vor Ort.

Die Polizei Bad Segeberg bittet um Hilfe. In der Nacht auf Samstag wurde in Norderstedt ein frisch entbundener Säugling entdeckt.

Beamte sicherten und untersuchten sofort den Fundort. Wahrscheinlich ist, dass die Frau das Kind in der Nähe der Kindertagesstätte Cordt-Buck-Weg zur Welt brachte, in die blaue Wolldecke wickelte und dann im Gebüsch ablegte. Zwar erkundigte sich die Polizei Hamburg umgehend bei den umliegenden Krankenhäusern in Hamburg und Schleswig-Holstein, die Kindsmutter konnten sie allerdings nicht finden.

Hinweise zur Mutter gibt es nur wenige. Die blaue Wolldecke, durch die das Kind überleben konnte, ist eine Spur. Außerdem handelt es sich um ein hellhäutiges Kind, was die Zahl der in Frage kommenden Personen ebenfalls einschränkt. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Sobald es Neuigkeiten zum Gesundheitszustand des Kindes gibt, wird die Polizei eine entsprechende Meldung veröffentlichen. Wir werden weiter darüber berichten.

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Immer wieder greifen Passanten in Hamburg beherzt ein, um Leben zu retten. Zuletzt konnte ein Journalist der Polizei Hamburg helfen einen Messerstecher zu fangen. Am ZOB Hamburg machte ein Passant einen Polizeibeamten auf einen leblosen Mann aufmerksam. Die Beamten konnten den Mann reanimieren.

Quelle: 24hamburg.de-Hamburg

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