Pandemie-Bilanz

Hamburg sackt 4,3 Mio. Euro an Corona-Bußgeldern ein

  • VonUlrike Hagen
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Hamburg kassiert Corona-Bußgelder in Millionenhöhe. Seit Beginn der Pandemie hat die Stadt Zehntausende Vergehen geahndet. Das scheint sich gelohnt zu haben.

Hamburg – Seit dem ersten Fall in Deutschland am 27. Januar 2020 bestimmt die Corona-Pandemie unseren Alltag. Seitdem gab es ständig neue, oft schwer durchschaubare Auflagen wie Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebote, Maskenpflicht. Maßnahmen, die in Hamburg besonders hart ausgelegt wurden. Regel-Verstöße wurden dementsprechend mit saftigen Bußgeldern geahndet. In Hamburg haben die sich laut Berichten der „BILD“-Zeitung inzwischen auf satte 4,3 Millionen Euro summiert!

Landesregierung:Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
Präsident:Peter Tschentschers (SPD)
Senatsmitglieder :12
Sitz:Hamburger Rathaus

Verstöße gegen Corona-Regeln: Hamburg nimmt über vier Millionen Euro an Bußgeldern ein

Und auch wenn gerade die Party-Rückkehr auf den Kiez gefeiert wird, mit 2G-Regel die Maskenpflicht fällt und volle Stadien wieder erlaubt sind: Die letzten anderthalb Jahre im Ausnahmezustand mit Lockdown, Social Distancing und Co. haben sich für die Stadt Hamburg richtig ausgezahlt. Nach dem Bericht der Tageszeitung wurden demnach stolze 4 310 871,40 Euro bis zum 9. September 2021 von der Stadt kassiert. Die Landesregierung schreibt auf Anfrage von Justizexperte Richard Seelmacker (CDU), diese Super-Summe setze sich „aus den gezahlten Geldbußen, Verwaltungsgebühren und Auslagen zusammen“.

4,3 Millionen Euro Bußgeld: Die Stadt Hamburg kassiert bei Corona-Regelverstößen ab. (24hamburg.de-Montage)

Über 85.000 Corona-Verstöße in Hamburg – Bußgelder in Millionenhöhe

Nach Auskunft des Senats um Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wurden zwischen dem 3. April vergangenen Jahres und dem 14. September 2021 insgesamt 86.342 Verstöße gegen die Corona-Regeln in Hamburg gemeldet. In immerhin 35.358 Fällen hagelte es Bußgeldbescheide.

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Corona-Bußgeld: 20.000 Euro Höchststrafe in Hamburg

Der Senat schreibt, so die „BILD“: „Das bisher höchste verhängte Bußgeld beträgt 20 000 Euro“, es wurde wegen „wiederholter Verstöße eines Gewerbebetriebes“ verhängt. Das Verfahren gegen die Verstöße eines Gewerbebetriebe sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Der prominenteste Maßnahmen-Regelbrecher dürfte aber wohl Hamburgs Innensenator sein. Andy Grote (SPD) musste für eine Corona-Party zahlen, die er im Juni letzten Jahres schmiss. Grote feierte mit 30 Gästen in einer Bar in der Hafencity seine Wiederwahl als Senator und verstieß damit nonchalant gegen seine eigenen Corona-Auflagen. Es wurde ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro gegen ihn verhängt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg/Bodo Marks/dpa

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